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Ich habe mir das Buch gekauft, weil es "ein Arbeitsbuch" im Titel führt - das kann ich aber so nicht bestätigen: O'Heare nähert sich in den ersten drei Vierteln des Buches dem Thema von der theoretischen Seite: "Trennungsangst verstehen" (dazu erklärt er ziemlich ausführlich Teile der Lerntheorie und die biochemischen Vorgänge, die im Hundekörper bei Streß ablaufen) - "Trennungsangst diagnostizieren" (hier erläutert er eingehend möglicherweise auftretende Symptome und welche anderen Ursachen als Trennungsangst diese haben könnten) - "Trennungsangst vermeiden" (hier kann man dann lesen, wie man es HÄTTE machen sollen... vielleicht beim nächsten Hund).
Erst im letzten Buchviertel kommt O'Heare zum Thema "Trennungsangst behandeln", wobei auch er keine wirklich neuen Vorschläge machen kann: ein Mix aus Medikamenten (natürlich in Absprache mit dem Tierarzt), Gegenkonditionierung und Desensibilisierung, unterstützt von dem Versuch, den Hund allgemein mehr auszulasten und/oder weniger zu stressen. Ein "Trainignsprogramm" im eigentlichen Sinne enthält das Buch aber nicht, das muß man sich - mit dem neuerworbenen Wissen - selbst erstellen...
Wie ein anderer Schreiber bin ich auch der Meinung, dass das Buch geraffter hätte sein können.
Ein Buch, dass man sich kaufen kann, wenn man noch nicht viel Ahnung hat, wie man dem Problem Herr werden kann und bereit ist, Zeit und ein bisschen Aufwand (Kamera installieren) zu betreiben.
Allerdings darf man nicht vergessen, dass ein Hund IMMER auch situationsbezogen und auch in gewisser Weise zeitabängig lernt. D. h. ist der Hund morgens zufrieden und hat gelernt allein zu sein, ist nicht gewährleistet, dass er es nachmittags auch akzeptiert (eigene Erfahrung!). Also bitte zeitversetzt üben!
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