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Treme - Season 1 [DVD]
 
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Treme - Season 1 [DVD]

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Produktinformation

  • Sprache: Englisch
  • Untertitel: Englisch, Französisch, Spanisch, Niederländisch, Dänisch, Finnisch, Griechisch, Norwegisch, Schwedisch
  • Anzahl Disks: 4
  • Studio: WARNER HOME VIDEO
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B004KSRPB0
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 8.342 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Weg ist das Ziel 22. Juni 2011
Format:DVD
Puh, nach "The Wire" hatte ich mir unter "Treme" eigentlich etwas anderes vorgestellt als das dann Gesehene. Nach der ersten Folge fragte ich mich allen Ernstes WORUM geht es hier überhaupt und MUSS ich das zuende gucken? Nun, Antworten auf die Fragen bekam ich während der nächsten Folgen. Es ist zwar so, dass die Serie mehrere parallel verlaufende Handlungsstränge vorzuweisen hat, diese bilden aber einfach nur den Rahmen eines liebevollen Plädoyers für die arg gebeutelte Stadt New Orleans und ihre Bürger, die alle mehr oder weniger eine liebenswerte "Macke" zu haben scheinen (man nehme nur die Rollen von Steve Zahn als völlig überdrehter Möchtegern-Star oder John Goodman, der sich bei Youtube mit einer Menge "F*cks" einen Namen macht).

Zur Handlung möchte ich nichts sagen, um nicht zu spoilern. Die Macher der Serie haben es auf jeden Fall geschafft, mir als eher Gitarren orientiertem Heavy-Metal-Musikhörer die BLASmusik schmackhaft zu machen, egal ob Jazz, Funk, Soul oder was sonst noch hier dargeboten wird, die Stücke grooven! Der Titelsong der Serie geht bereits nach einmaligem Hören nicht mehr aus den Ohren und Beinen, KLASSE!

Die Serie wird für ca. 90% der Zuschauer ZU anspruchsvoll sein. Wer es partout nicht ab kann, dass pro Folge etwa 10-15 Minuten gesungen und gejazzt wird, bekommt einfach keinen Zugang zum Feeling dieser Serie und wird enttäuscht abschalten. Wer sich hingegen auf die Serie unvoreingenommen einlassen kann und authentische Musik mag, der ist nach dem Ansehen ein wenig "schwärzer" und gerade nach "The Wire" ist es eine Wohltat, Afroamerikaner mal nicht als Drogen dealende und schießwütige Kids ohne Perspektive zu erleben sondern als groovende, lebenslustige Menschen, die sich von keinem Schicksalsschlag unterkriegen lassen!
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Dion71
Format:Blu-ray
Meine Rezension bezieht sich auf die amerikanische (regionalcodefreie) RC1-Blu-ray-Box:

New Orleans drei Monate nach dem Wirbelsturm Katrina. Eine Gruppe von Menschen versucht mal verzweifelt, mal sturköpfig und mal eher mit Humor wieder halbwegs Ordnung in ihren Alltag zu bekommen. Teile der Stadt sind nach wie vor verwüstet bzw. von der Verwaltung komplett abgesperrt. Musiker, Anwälte, Professoren, Köche und viele mehr kämpfen gegen Bürokratie, Drogen, Kriminalität, Depressionen und Armut an.

Serienerfinder David Simon ("Homicide", "The Corner", "The Wire" u. zuletzt "Generation Kill") schafft es einmal mehr, ein faszinierendes Geflecht aus Personen und Einzelschicksalen zu stricken, die alle irgendwie miteinander verbunden sind. Mir ist nach wenigen Minuten gleich der Werbeslogan von "The Wire" eingefallen: EVERYTHING IS CONNECTED!".

Porträtiert werden u. a. der Straßen- u. Clubmusiker Baptiste (Wendell Pierce), der sich von Auftritt zu Auftritt hangelt, um sich und seine Familie durchzubringen. Dabei trifft er auf allerlei mehr oder weniger bekannte Berufskollegen aus New Orleans (z. B. Irma Thomas oder Lloyd Price).
Dann ist da seine Ex-Frau LaDonna (Khandi Alexander), die, neu verheiratet, ihre Bar am laufen halten möchte und gleichzeitig nach ihrem Bruder Daymo sucht, der seit der Naturkatastrophe verschollen ist.
Oder die engagierte Anwälting Toni (Melissa Leo), die ihren Klienten bei den rechtlichen Problemen nach dem Wirbelsturm kompetent zur Seite steht, während ihr Eheman Crey (John Goodman) durch seine heftigen Wutattacken über die Ohnmacht des Staates in Bezug auf die Krisenbewältigung zur lokalen Internetberühmtheit wird. Doch langsam weicht seine Wut immer mehr einer tiefen Depression.

Dies sind nur einige wenige Figuren, die die erste Staffel von "Treme" über 10 Episoden hinweg verfolgt. Eine Weitere Hauptfigur innerhalb dieser Dramaserie ist ganz eindeutig die Musik. Jede einzelne Folge hat mehrere Titel von lokalen Musikern zu bieten, sei es nun Blues, Soul, Jazz, Funk, Mardi Gras, Rock oder sogar Hip Hop. Die Musik wird dabei entweder live vorgetragen oder läuft im Hintergrund der jeweiligen Szenen.

Die Folgen 1 und 10 haben eine Laufzeit von jeweils ca. 80 Minuten, während die restlichen Episoden jeweils eine knappe Stunde lang gehen. Zusammen mit dem Bonusmaterial sind die Folgen auf insgesamt 4 Discs verteilt. Bild und Ton dieser HBO-Produktion sind klasse und geben keinerlei Grund zur Beschwerde. Englische Untertitel sind vorhanden.

An Bonusmaterial gibt es einiges zu durchforsten. Audiokommentare noch und nöcher, anwählbare Texteinblendungen zu New Orleans, dessen Bauwerken und den gerade gespielten Musiktiteln und deren Interpreten, ein Making Of sowie eine Doku über das Stadtviertel Treme. Zu jeder Folge ist außerdem eine Zusammenfassung der Vorangegangenen Ereignisse zuschaltbar.

Fazit: Wer von David Simon bereits "The Wire" und dessen anspruchsvollen Erzählstil gemocht hat, wird an "Treme" nur schwerlich vorbeikommen. Eine exzellente Dramaserie, die den Zuschauer mit ihrem unbeschreiblichen Realismus sofort in ihren Bann zieht. Ich möchte nochmals ausdrücklich erwähnen, daß es sich um anspruchsvolle Serienkost handelt. Wer etwas für "zwischendurch" sucht, sollte eher auf andere Produktionen zurückgreifen. Alle anderen werden einmal mehr mit einem Meisterwerk von David Simon belohnt werden.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Grüner Baum TOP 500 REZENSENT
Format:DVD
"Treme" spielt in New Orleans einige Monate nach dem Hurrikan Katrina. Einige der geflogehnen Bürger sind schon zurückgekehrt, andere kehren gerade zurück und versuchen, ihre Häuser und ihre Existenz wieder aufzubauen; viele hatten gar nicht weg gemusst, leider aber unter den allgemeinen Folgen der Flut (zerstörte Gegenden, lahmende Ökonomie). Die Machart ist in Ästhetik, Kamaraführung, Bildern und Sprachrythmus 'typisch' HBO. Es treten einige aus anderen Serien (v.a. "The Wire") bekannte Schauspieler auf.

Die Serie erzählt parallel mehrere Geschichten, die über den gelegentlichen Kontakt von einzelnen Figuren nur lose direkt miteinander verknüpft sind, aber durch den erzählerischen Kern des Umgangs mit den Folgen der Flut trotzdem dramaturgisch alle nahe beinander stehen:
- Ein Englischprofessor leidet sehr darunter, wie wenig die Bundesregierung der Stadt hilft, sendet seinen Zorn in das Internet hinaus und schreibt an einem Buch.
- Seine Frau, Anwältin, ist für eine Klientin auf der Suche nach einem Häftling, der während des Chaos der Evakuierung verschwunden ist.
- Die Klientin ist die Ex-Frau eines Posaunenspielers, der sich mit neuer Frau und kleinem Baby mit Engagements von Gig zu Gig durchschlagen muss.
- Ein Mitzwanziger, Typ Lebenskünstler, lebt für die Musik und das Lebensgefühl und schwingt dabei viele große Reden.
- Er hat eine lose Beziehung zu einer junge Köchin mit eigenem Restaurant, das sehr unter den wirtschaftlichen Problemen der Stadt zu leiden hat.
- Ein junges Paar aus zwei Straßenmusikanten sucht seinen musikalischen Weg und erlebt dabei Beziehungskrisen.
- Ein mittelalter Mann will sein Haus wieder aufbauen und arbeitet mit anderen gleichzeitig auf das Mitwirken seiner von indianischen Wurzeln geprägten Gruppe am jährliche New Orleaner 'Karneval' hin.

Die Serie lebt hauptsächlich von der Darstellung von Szenerie und Atmosphäre. Diese wird in typischer HBO-Manier sehr dicht, sehr präzise, reichlich Langsamkeit und mit viel Gefühl für einen tief in den Figuren und Szenen angelegten Rhythmus erzählt. Die Geschichten selber sind keine Kracher und bieten wenig überraschende Momente, sind vielleicht durch das Fehlen weiter Bereiche (der Typ 'Normalo' ist kaum vertreten) nicht ganz repräsentativ, aber so liebevoll, kraftvoll und genau erzählt, dass sie wie ein großer Roman ein eindringliches Sittenbild der Zeit zeichnen. Die Musik mit vielen - mal mehr, mal weniger harmonisch in den Handlungsfanden eingesponnenen - längeren Einlagen von Konzerten, Gigs oder Straßeneinlagen spielt dabei eine große Rolle, nimmt aber nie unangenehm überhand, bekommt auch nicht die Hauptrolle, sondern eine tragende Nebenrolle, die das Lebensgefühl der Figuren immer wieder bestimmt.

Ähnlich wie bei "The Wire" braucht man einen Moment, um sich auf die Szenerie einzulassen und es wird garantiert auch nicht jedem gelingen, aber wenn es gelingt, entwickelt sich ein fantastischer Sog und hochintelligente, literarisch geprägte Unterhaltung. Auffallend mal, dass es im Vergleich zu den meisten Serien quasi ohne jede Gewalt, Exzentrik oder irgendie Unrealistisches auskommt. Das mag manchen stören, weil der 'Knalleffekt' fehlt, ist aber auch mal richtig angenehm, weil es bei aller Fiktion und Einengung der künstlerischen Sicht auf die Dinge (es ist kein Dokudrama!) näher am wahren Leben ist.

Sprache: Englisch mit englischen UT. Die UT braucht man auch wirklich, denn der Slang ist z.T. sehr heftig. Hinsichtlich Grammatik und Wortwahl ist es mit gutem Schul- oder Businessenglisch aber weitestgehend beherrschbar.
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