Die Trekstor Data Station maxi kostet gerade einmal um die 70 EUR und bietet ganze 500 GB Speicher. Da muss doch ein Haken dran sein, oder etwa nicht? Nun insgesamt muss ich sagen, dass die Sache tatsächlich einen Haken hat, aber nur einen ganz kleinen, doch dazu gleich mehr. Zunächst ein Blick auf die Ausstattung.
Klein, schick und praktisch kommt sie daher die Trekstor Data Station. Auf den Bildern hier in Amazon wirkt die Platte größer, als sie dann wirklich ist. Scheinbar hat man bei der Produktion der Platte bewusst auf überflüssigen Schnickschnack wie ein platzfressendes Plastikgehäuse oder riesen Schutzabdeckungen verzichtet und das ist gut so. Die Abmessungen betragen gerade mal 18,5 cm Länge, 11 cm Breite und etwa 3,8 cm Tiefe. Das ist für eine externe Festplatte mit Gehäuse sehr klein. Das Gehäuse besteht übrigens aus schwarz eingefärbten gebürstetem Aluminium mit verstärkten Plastikteilen an den Enden und macht zusammen mit der blauen Bereitschafts-LED eine sehr gute Figur. Ein Stromkabel, ein USB-Datenkabel und eine CD mit Nero Back It Up Essentials ist auch bereits mit an Board. Natürlich sind 500 GB in der Praxis nicht 500 GB sondern 465 GB, aber das sollte selbst für größere Speicheraktionen vollkommen ausreichen.
Die Übertragungsgeschwindigkeit der Platte liegt zwischen 14,2 und 18 MB/s, je nachdem wie groß die Dateien sind die man kopiert und was man zwischendurch noch so macht. Die angegebenen 33,8/33,5 MB/s Lesen/Schreiben sind nur theoretische Spitzenwerte, die allerdings in der Praxis selten erreicht werden (zumindest was die durchschnittliche Übertragung bei größeren Dateien angeht). Die Trekstor-Platte liegt damit im guten Mittelfeld, also keine herausragenden Werte, aber auch keine schlechten. Man darf nicht vergessen, dass bei einer externen Festplatte die Werte auch stark von der Übertragungsgeschwindigkeit des USB-Bus limitiert sind.
Die Wärmeentwicklung der Platte ist absolute Spitzenklasse. Selbst bei sehr langen Gebrauch wird die Platte gerade einmal handwarm, aber nie heiß. Die Lautstärke der Platte ist genauso gut, da sie fast unhörbar ist. Nur sehr selten gibt die Platte überhaupt mal ein flüsterleises "Rattern" des Schreibkopfes von sich, allerdings ist selbst dieses nur schwach hörbar. Selbst wenn man sich die Mühe macht und direkt mit den Ohren neben der Platte hockt hört man so gut wie nichts. Es ist mir fast unerklärlich wie Trekstor das hinbekommen hat, weil bei vielen anderen externen Platten hört man die Betriebsgeräusche deutlich!
Doch ich sprach auch von einem kleinen Hakenfuß. Der offenbart sich, wenn man die Platte das erste mal anschließt. Zwar wird diese sofort und ohne Murren erkannt, aber wie sich dann schnell herausstellt ist die Platte im sogenannten FAT32-Format formatiert. Dies ist noch ein Relikt aus den alten Windows 95/98-Tagen und natürlich heutzutage vollkommen unbrauchbar. Das Problem am FAT32-Modus ist nämlich, dass Dateien die größer als 4 GB sind (oder auch Ordner mit mehreren Dateien die zusammen 4 GB ergeben) nicht mit einmal durch die Platte kopiert werden können. An sich nicht weiter schlimm, denn bekanntlich kann man auch externe Festplatten sehr leicht über Windows ins NTFS-Format konvertieren bzw. diese neu formatieren. Ich hatte mich dazu entschlossen die Platte aus Sicherheitsgründen komplett neu in NTFS zu formatieren, wozu Windows bekanntlich zwei Varianten anbieten: Vollständige (aber "langsame") Formatierung und "schnelle" Formatierung. Da die erste Variante die sicherste und von vielen Hardwareforen für neue Festplatten empfohlene ist habe ich mich für diese entschieden. Das Problem: Eine solche Neuformatierung dauert mit der Trekstor-Platte ganze 10 Stunden!!! Das ist schon eine kleine Ewigkeit, schließlich möchte man die Platte gerne möglichst sofort in Betrieb nehmen und mit allen Features nutzen.
Nachdem ich nun diese Tortur über mich ergehen lassen habe, funktionierte die Platte absolut einwandfrei. Nun hab ich endlich wieder ein Datenmüll-freies System und kann von allem was ich möchte Sicherheitskopien machen. Gerade fürs Studium ein unbezahlbarer Sicherheitsfaktor bei Seminararbeiten!
Sehr positiv finde ich auch, dass die Platte per Ein-/Ausschalter direkt abgeschalten werden kann und nicht erst durch das Ziehen des Stromkabels vom Netz getrennt werden muss, wie es leider bei vielen anderen Platten der Fall ist. Insgesamt ist die Trekstor-Platte eine rundum gelungene Sache, noch dazu zu diesem Kampf-Preis. Wenn die Formatierungsorgie zu Beginn nicht wäre (danach kann man zum Glück immer schnell formatieren), dann hätte sie 5 Sterne verdient. So gibt es von mir nur 4 Sterne mit einem + nach oben.