Diese Rezension ist von einem der beiden Autoren:
Als die Nepalische Regierung in 2004 beschloss, dass alle Distriktstädte über eine eigene Straße and das Straßennetz angebunden werden sollten, begann im Annapurnagebiet die Planung von Straßen nach Jomsom und Manang. Schon bald wurde zum Entsetzen der Trekkingtouristen zeitgleich entlang der ganzen Strecke mit Buddeln und Sprengen begonnen und seit 2008 kann man nicht nur bis Jomsom sondern gar bis Muktinath fahren. Und auch auf der Manangseite ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis es soweit ist.
Leider konnen sich die Nepalesen gar nicht vorstellen, dass Trekkingtouristen sich im geringsten daran stören würden auf einer Straße zu laufen, denn in Nepal läuft man um schnell von A nach B zu kommen und das ist doch auf einer Straße viel einfacher. So wurden bei der Planung überwiegend die alten Wege genommen, die früher auch zugleich Trekkingwege waren und leider einfach zur Straße ausgebaut.
Erst als es dann augenscheinlich wurde, dass die Trekkingtouristen überhaupt keine Lust auf staubige Straßen hatten begann ACAP (Annapurna Conservation Areal Project) langsam mit der Suche, Planung und Erstellung von alternativen Wegen, die zum Beispiel im Kali Gandaki Tal überwiegend auf der anderen Flussseite verlaufen.
Die beiden Autoren sind im September 2011 die Annapurnarunde von Besisahar bis Tatopani gelaufen und haben zum Teil zusammen mit Führern von ACAP die neuenen "NATT"-Wege erkundet und über hundert Kilometer davon markiert.
Die Annapurna Runde lässt sich wieder fast vollständig abseits von jeglichem Verkehr gehen und sie ist sogar fast noch schöner, als sie früher gewesen ist.
Dieser Wanderführer soll nicht die wesentlich ausführlicheren Reiseführer von anderen Verlagen ersetzten, gibt aber eine Beschreibung der jeweiligen Wegstücke und viele Empfehlungen für interessante Abstecher und schöne Dörfer und hilft diese oft etwas versteckten Wege zu finden.
Es wurde auf Englisch geschrieben, damit er wesentlich mehr Interessenten erreichen kann. Man kann sich den Text auch auf der Webseite des Autors unter nepal-dia.de ansehen.