Der zweite Teil der "Tag der Ehre"-Reihe ist mit dem bewährten Handlungsstrickmuster entworfen worden. Eine kurze Einführung, warum die Crew der Defiant aufbricht, eine Aufspaltung in zwei weitere Handlungsstränge, eine auf dem Planeten, eine auf dem Schiff. Schließlich gipfelt die Geschichte in einer lebensbedrohlichen Situation und den gestandenen Helden gelingt es in letzter Minute, Armaggedon abzuwehren. Wirklich neue Elemente bringt "Der Himmel von Armaggedon" eigentlich nicht. Amüsant ist höchstens das Auftauchen von Kor, dessen Verhalten aber höchst atypisch gezeichnet wird. Auch das Kreieren einer völlig andersartigen Welt vermag nicht zu überzeugen, eine Reduzierung auf ein paar fremdartige Tiere oder Pflanzen hätte genügt und der Story eher geholfen. Alles in allem weist das Buch einige Schwächen auf, was nach dem ebenfalls enttäuschenden Buch "Altes Blut" (Tag der Ehre 1) eine Neugier auf die Teile 3, 4 und 5 nicht aufkommen läßt. Es wäre vielleicht eine Verknüpfung der Ereignisse - wie in der Buchreihe "Invasion" - besser gewesen. Mit der abgeschlossenen Handlung ist "Der Himmel von Armaggedon" nur ein weiterer (unspektakulärer) DS9-Roman. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)