Mit dieser und anderen Fragen setzt sich dieses Buch intensiv auseinander. Wem schadet das ausgestoßene CO2 eigentlich - den Pflanzen, die es zum Überleben benötigen?
Ähnlich wie bei der Ozonloch-Diskussion spielen auch hier wieder Computer-Modelle, die durch die Prophezeiung von Umweltkatastrophen Massen in Aufruhr versetzen, eine wichtige Rolle. Dem Autor gelingt es jedoch die unzureichende wissenschaftliche Grundlage derartiger Modelle zu enttarnen. Unter anderem indem er aufzeigt, dass die Entwicklung, die sie nachträglich für die letzten Jahrzehnte berechnet haben, nicht eingetreten ist.
Welche Auswirkungen hat die derzeitige Emission von Treibhausgasen und vor allem wann ist mit deren Eintreten zu Rechnen? Glaubhaft weist der Autor hier nach, dass in den nächsten 100 Jahren die Temperaturerhöhung nur etwa 1,5° statt wie prophezeit 3°-5°C betragen wird. Für überstürztes Handeln besteht also keine Veranlassung. Außerdem belegt er durch Messreihen der vergangenen Jahrzehnte, dass der größten Teil der Erwärmung in die Wintermonate fallen wird. Statt mit Dürren müssen wir also nur mit weniger Kälte-Einbrüchen rechnen. Und auch das Eis an den Polen schmilzt nicht, nur weil die Temperatur von -20° auf -19°C gestiegen ist. Die Werte (z.B. der Anstieg der Treibhausgas-Emission), die der Verfasser des Buches dabei zu Grunde legt, befinden sich dabei keines Falls am unteren oder oberen Rand sondern im Mittelfeld der allgemeinen Prognosen und machen seine Voraussagen damit um so wahrscheinlicher.
Als letzte Frage bleibt noch zu beantworten (Wenn man dennoch an die globale Erwärmung und die daraus resultierenden Katastrophen-Theorien glauben will.): Was sollte man vorsorglich dagegen tun? Den globalen CO2 -Ausstoß drastisch verringern und damit die ökonomische Entwicklung der Dritten Welt nicht nur verlangsamen sondern aktiv behindern?! Mal ganz zu schweigen davon, dass derzeit auch für die Industrieländer Öl, Kohle und Erdgas noch die wichtigsten Energieträger sind.
Aber auch die vom Autor angemahnte Beendigung der Brandrohdung und dem Abholzen der Regenwälder birgt für Entwicklungsländer nicht unbeträchtliche Nebenwirkungen, denn sie sind auf die Erschließung neuer landwirtschaftlicher Nutzflächen und die Devisen aus dem Holz-Export angewiesen. Ebenso ist die hier befürwortete Wiederaufforstung zwar wünschenswert, aber aus ökonomischer Sicht wenig lukrativ.
Aber auch wenn nicht jede Frage erschöpfend beantwortet wird und nicht jedes Diagramm gleich auf den ersten Blick einleuchtet, so beschreibt dieses Buch dennoch anschaulich und für jeden verständlich das Thema Treibhauseffekt mit all seinen Auswirkungen, Unstimmigkeiten und möglichen Lösungsansätzen.