Oktober 1949. Ein Fischer findet nachts in den Dengie-Flats eine kopflose, handlose, in einen Teppich eingewickelte Leiche. Inspector MacDougall und Caffrey ermitteln im Milieu der Gebrauchtwarenhändler und Schmuggler und alle Verdächtigen haben ein wasserdichtes Alibi.
Hier nun der dritte Fall aus der Reihe "Die größten Fälle von Scotland Yard". In dieser Hörspielereihe werden in sich abgeschlossene Kriminalfälle aus unterschiedlichen Jahrzehnten mit unterschiedlichen Ermittlern präsentiert.
4 Jahre ist der zweite Weltkrieg nun schon vorbei, der einigen Geschäftsleuten ihr Startkapital für das neue Leben als Gebrauchtwagenhändler bescherte. Man spürt noch ein wenig die Nachwehen des Krieges, aber die 50er Jahre sind nicht mehr fern und diese Stimmung bringt das Hörspiel wunderbar rüber. Die Ermittler sind lockerer und forscher als noch in den ersten beiden Folgen und auch die Ermittlungsarbeit hat Fortschritte gemacht.
Auch wenn es sehr schön ist die Folgen der Reihe hintereinander zu hören und so die Unterschiede der Ermittlungen in den verschiedenen Jahrzehnten zu hören, so ist dieses Hörspiel und dieser Fall doch in sich abgeschlossen ohne Bezüge zu den vorherigen folgen und kann als einzelner Fall gehört werden.
Die Ermittlungsarbeit ist sehr sauber, der Fall verzwickt, verwickelt und vielschichtig. Ein Sehr gelungener Hörspielekrimi mit sehr guten Sprechern, zeitlich passender akustischer und musikalischer Untermalung und einem sympathischen Ermittlerduo.