Wenn man die Bücher der Reihe 'Treffpunkt Tatort' von Klaus-Peter Wolf aufschlägt, dann sollte man beachten, dass man nichts dringendes mehr zu erledigen hat, denn dann ist nur noch wichtig, die Bücher so schnell als möglich zu Ende zu lesen. Die Geschichten, ja die Notlagen der Jugendlichen der Reihe 'Treffpunkt Tatort' fesseln und entlassen nicht mehr aus ihrer Umklammerung, bis die letzte Seite verschlungen ist. Es ist vor allem die Sprache, die es vermag, eine derartige Spannung zu erzeugen. Wolfs Sprache besitzt ein Höchstmaß an Brisanz. Denn es ist die Sprache der Jugendlichen, in der Klaus-Peter Wolf von den Problemen und Nöten der Jugendlichen berichtet. Wolf, und das merkt man bei jedem Wort, ist ein Autor, der auf seinen langen Lesereisen durch die Schulen des deutschsprachigen Raums vor Ort erlebt, was die Jugendlichen umtreibt und ihnen Sorge bereitet. Wolf bezieht seine Geschichten nicht aus einer Vogelperspektive heraus, sondern aus erster Hand. Dass ist es, was diese Bücher so wertvoll und lesenswert macht. Wolf spricht die Themen aus, die die Jugendlichen in ihrem Alltag verstummen lassen. Dass er vor allem das so enorm schwierige Thema der Gewalt-Handy-Videos angeht, ist bewundernswert.