Die CD war eine Zufallsentdeckung. Und was für eine!
Ich habe selten ein so gutes Album gehört, das (beinahe) von Anfang bis Ende so stimmig ist. Meiner Meinung nach eines der besten Alben des Jahres 2009!
Ein besonderer Leckerbissen ist außerdem, dass die CD wie eine Gelbe Schalplatte aussieht. Auf der Oberseite sind sogar echte Rillen eingraviert!
QUIK FIX:
Ein stampfender Beat und eine Art Honky Tonk Klavier verleihen diesem Song einen unvergleichlichen Charme. Die rotzige Soulstimme (ja, soetwas scheint es wirklich zu geben) rundet das Paket perfekt ab. 10/10
GAME OVER:
Ein Popsong mit einem Spielmannszug? Klingt unmöglich? Ist es aber nicht, wie dieser Song und in gewisser Weise auch das zugehörige Musikvideo beweisen. Ein super Ohrwurm ist es nebenbei auch noch. 9/10
SHARK IN THE WATER:
Gute-Laune-Song mit Gänsehaut-Refrain, und keinesfalls zum einschlafen. Wer hier wegschaltet hat selbst Schuld. 10/10
LEAVE!:
Ein Uptempo-Song jagt den anderen: Für viele Alben der Untergang, doch LEAVE! lässt keinerlei Langeweile aufkommen und führt das Ohrwurmpotential der vorigen Songs gekonnt fort. Auch der vorantreibende Gesang von V.V. fasziniert. 9/10
BOTTLES:
Jetzt wir es funky, easy und cool. Dieser Song ist weniger attackierend und (im positiven Sinne) aggressiv als die Vorgänger und stellt somit einen guten Kontrast dar. Lässig trällert Frau Brown den Refrain in die Ohren des Zuhörers und versetzt ihn ebenfalls in totale Lässigkeit. 9/10
CRYING BLOOD:
Gefolgt von einem der besten Songs des Albums. Bei diesem Song kann man sich ein Lächeln einfach nicht verkneifen, weil er einfach so genial ist und man den Spaß der Sängerin bei der Aufnahme förmlich miterleben kann. Spätestens bei diesem Song sollte auch der größte Tanzmuffel mit den Füßen das Wippen anfangen! Leider ist es mit 2:31 der kürzeste Track des Albums. 10/10
BACK IN TIME:
Ein eher ruhiger Vertreter des Albums, der aber mit Wortakrobatik zu unterhalten weiß. Ein ruhiger Rhythmus in Kombi mit vereinzelten Militärtrommeln bilden eine gute Ergänzung. 8/10
I LOVE YOU:
Nach etwas mehr als der Hälfte der Songs gesellt sich nun die erste Ballade zur Sammlung.
Ohne faszinierendes Beat-Getöse oder Kolorationen ihrer Stimme kann V.V. Brown auch mit dieser Art von Song mehr als überzeugen. Sehr einfühlsam. 9/10
L.O.V.E.:
Dieser Song wirkt wie eine geklaute aber um Längen bessere Version von Christina Aguileras Candyman. Nicht, dass deren Song schlecht wäre, aber dieser hier ist eben noch etwas besser! 10/10
EVERYBDY:
...ist der mit Abstand beste Song des Albums. Er mag vielleicht etwas zu kurios für das Radio sein, aber die Eigenart von Rhythmen, Instrumentation und Verwendung der Stimme macht endgültig klar, wie gut das Album und seine Schöpfer sind. Dieser Song packt gekonnt zusammen, was V.V. Brown auf Lager hat. 10/10
CRAZY AMAZING:
Hier werden Erinnerungen an einen Gospelchor hervorgerufen, die einen ihrer Foxtrott Klassiker zum Besten geben. Klingt komisch, ist aber so! 8/10
TRAVELLING LIKE THE LIGHT:
Der Titelsong stellt den wohl "schlechtesten" Song des Albums dar. Schlecht daher, weil er sich nicht so recht zu den anderen gesellen will. Handwerklich gut ist er dennoch. 7/10