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In Kurzform:
Das ASUS-Headset tauscht Mikrofon- und Kopfhörerdaten in einem proprietären/ herstellereigenem Funkformat mit dem beigelegten USB-Dongle aus. Bei mir löste der Begriff 'herstellereigenes Funkformat' erstmal ablehnende Reaktion aus, man hört doch immer vom tollen Stereo-Bluetooth, zudem ist Bluetooth bei Mac und manchen PC bereits eingebaut und erspart dann sogar den USB-Dongle. Wer braucht da noch einen antiquierten Funkdongle!
Um mir selber ein Bild zu machen, bestellte ich das ASUS-Headset und ein "High-end Stereo Bluetooth Headset".
Das "Stereo Bluetooth Headset" habe ich einige Tage lang an PC, Mac und Mobiltelefon ausprobiert und dann wieder zurückgesendet. Das ASUS-Headset hingegen hat mich überzeugt, ich verwende es seit 6 Monaten regelmäßig und gerne.
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Warum habe ich das ASUS Headset der Bluetooth Lösung vorgezogen:
+ Der USB-Dongle funktioniert an OSX, Windows XP und Windows 7 ohne Treiber
+ Die Lautstärketasten des Kopfhörers steuern direkt die Läutstärkeregler des Betriebssystems (sowohl OSX 10.6 als auch Windows 7)
+ Läuft auch perfekt im virtuellen Windows per VMWare Fusion
+ Die Verbindung von USB-Dongle und Kopfhörer kommt beim Einstecken des Ladekabels automatisch zustande, bei Akkubetrieb ist der Kopfhörer per Knopfdruck einzuschalten. Das funktioniert auch nach Wochen des Nichtgebrauchs einfach so.
+ Der USB-Dongle wird per Plug-and-play als AVNERA Soundkarte installiert, bei Windows ist das dann automatisch das Standardgerät für Aufnahme und Wiedergabe, bei OSX kann man sich eine Verknüpfung auf Sound.prefPane ins Dock legen, darüber schaltet man dann von den 'internen Lautsprechern' auf das 'Avnera Audio Device'
+ Skype fragt beim Einstecken nach, ob denn das neue Gerät für Skype genutzt werden soll, damit funktioniert bereits alles
+ verlässt man mit dem aufgesetzten Kopfhörer den Funkbereich von ca. 10-15m, dann 'dimmt' sich die Verbindung einfach weg, kein Knacken, kein Piepston. Der PC/MAC bekommt davon glücklicherweise nichts mit und muss auch nicht wieder eine andere Soundkarte zur 'Standardkarte' machen. Kommt man innerhalb der nächsten halben Stunde wieder zurück in den Send-/Empfangsbereich des USB-Dongles, dann läuft die Musik auf dem Kopfhörer wieder weiter.
+ bleibt man längere Zeit außerhalb des Send-/Empfangsbereichs des USB-Dongles oder ist der USB-Dongle ausgeschaltet/nicht eingesteckt, dann schaltet sich der Kopfhörer zum Stromsparen einfach ab
+ die Klangqualität von Kopfhörer ist für den Hausgebrauch sehr gut und es gibt keinerlei Störgeräusche
+ Klangqualität des Mikrofons ist sehr gut (z.B. für Skype)
+ die Kabelverbindung 'USB-Dongle zu Kopfhörer' überträgt per mini-USB-Kabel nur Strom, keinerlei Daten oder Statusinformation, man kann also das Headset benutzen und dabei wiederholt das USB-Stromkabel abziehen und wieder anstecken, weder das Betriebssystem PC/Mac bekommt davon etwas mit, noch gibt der Kopfhörer irgendwelche überflüssigen Quittierungstöne von sich
+ das USB-Kabel lässt sich sehr wohl einfach verlängern, dabei sollte man aber nicht versuchen das Ladekabel vom Typ 'USB-Mini-Stecker auf USB-Mini-Stecker' zu verlängern, sondern stattdessen einfach ein 1 Meter USB-Verlängerungskabel an den PC/Mac anstecken. In die USB-Buchse des Verlängerungskabels steckt man den USB-Dongle. Solche Kabel gibt's für wenig Geld, ich hatte noch eines von einem UMTS-Modem übrig, das Kabel passt auch noch locker mit in die Transporttasche des Headsets.
+ Wenn ich das Headset stationär verwende, also mehrere Stunden am PC verbringe, dann hängt das Headset im Dauerbetrieb am Ladekabel, dadurch erreicht man hinsichtlich der Bereitschaftszeit ein Handling wie mit kabelgebundenen Kopfhörern, zusätzlich aber hat man die Option das Kabel abzuziehen und herumzulaufen (hatte ich die glücklicherweise nicht vorhandenen Quittierungspiepstöne beim Ladevorgang bereits erwähnt?)
+ Der Ladvorgang und sonstige Betriebszustände werden über LED signalisiert (an Kopfhörer und USB-Dongle)
+ Der USB-Dongle entwickelt keinerlei Wärme, die rechte Kopfhörermuschel wird mit der Dauer (mäßig) warm
+ Laden des Kopfhörers auch während des Betriebs über den (zum Betrieb ohnehin erforderlichen) USB-Dongle, dadurch kleines Packmaß und wenige Teile, wovon alle immer gebraucht werden. Es gibt keine doofe Ladestation die zuhause Staub fängt während man unterwegs dringend Saft bräuchte. Alles sehr durchdacht.
Negatives:
- Der weiße Lack verschwindet schon am ersten Tag von den Tasten für OK, - und +
- Die Ohrmuscheln sind zum Kopf hin gewölbt, das fühlt sich an wie auf die Ohren gepresste Kreppel. Besser wäre es, wenn die Muscheln vom Ohr weg gewölbt wären und einen Wulst hätten, welcher dann auf den Kopf, nicht aber auf die Ohren drücken würde. Der Dauerkomfort ist durch das Kreppelgefühl ein wenig eingeschränkt (daher vier Sterne)
- Annahme von Gesprächen über Headset-Taste funktioniert nicht mit Skype 5 (weder bei Mac, noch bei Windows)
- Ein 1-2 Meter USB-Verlängerungskabel würde den Lieferumfang komplettieren (USB-A Stecker auf USB-A Buchse)
Fehlende Features (liest ASUS hier mit?):
Falls es der Chipsatz hergibt, so sollte man dem USB-Dongle noch einen Audioeingang verpassen, damit könnte man den USB-Dongle in eine USB-Steckdose stecken, per Audiokabel einen MP3-Player anschließen und dann mit dem Headset Musik vom MP3-Player hören.
Fazit:
Das ASUS-Headset ist für den mobilen Gebrauch das perfekte Headset für Windows und OSX Benutzer, es bietet guten Klang an Kopfhörer und Mikrofon bei einfacher und durchdachter Bedienung, es verbindet geradezu genial die 'allzeit-bereit-Einfachheit' kabelgebundener Geräte mit dem Komfort drahtloser Headsets.
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******* Folgend geht es nicht mehr um das ASUS-Headset, sondern um Bluetooth Headsets ************
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Was war denn jetzt eigentlich mit dem eingangs erwähnten 'Bluetooth Stereo Headset':
Klang:
Im reinen A2DP-Kopfhörer Modus hat ein Bluetooth Headset einen guten Klang. Aber: In Verbindung mit Skype wechselt das Headset in andere Profile, Mikro und Kopfhörer teilen sich dann diese schmale Bandbreite, die dann genutzten Profile HSP und HFP haben unterirdisch schlechte Klangqualität. Dieser Unterschied fällt bei A2DP-Headsets besonders auf, da man am selben Gerät A2DP mit gutem Klang hat, dann aber beim Umschalten der Profile aus allen Wolken fällt. A2DP ist klanglich ein gelungenes Bluetooth-Profil, allerdings funktioniert das nur beim unidirektionalen Betrieb, sprich beim Empfang von Musik. Will man aber auch das Mikro nutzen (also Senden und Empfangen gleichzeitig), dann gibt es aktuell keine Bluetooth-Profile mit ausreichender Klangqualität, Besserung ist nicht in Sicht. Mir war diese Schwäche von Bluetooth beim Headset-Betrieb bis zu meinem 'Selbstversuch' nicht klar, daher erwähne ich bei dieser Rezension, zumal ASUS mit seinem 'proprietären' USB-Funkdongle den aktuell optimalen Weg aufzeigt.
Handling:
An Mobilgeräte lassen sich Bluetooth Headsets einfach koppeln, bei Windows XP hingegen muss man erst einen 100MB großen Bluetooth-Software-Stack herunterladen und installieren. Die Inbetriebnahme in Windows und OSX ist nicht Plug an Play, es ist ein Geklicke und Gefrickel an tausend Stellen, sehr lästig im täglichen Gebrauch. Verlässt man den Empfangsbereich, dann schaltet Windows wieder auf ein verfügbares Gerät, das Koppeln wird mit allerhand Getöse quittiert. In Skype werden einem in den Audioeinstellungen dann allerhand Profile angezeigt, wählt man das A2DP-Profil aus, dann funktioniert das Mikro nicht, wählt man eines von den zig anderen automatisch installierten Bluetooth-Profilen aus, dann sinkt die Audioqualität auf das Niveau von 'Analog-Telefon'. Bluetooth-Headsets sind ein Alptraum verglichen mit dem 'Plug an play' des ASUS-Headsets.
Wie schon im Rezensionstitel kurz angedeutet: ASUS Funk ist doppelt besser als alle Bluetooth Profile zusammen.