Aus der Amazon.de-Redaktion
Worte wendend und wortgewandt, witzig und virtuos karikiert der anonyme Verfasser das wichtigtuerische Gehabe mancher Sprachwissenschaftler und schlüpft dazu in die Rolle eines emeritierten Völkerkundlers aus Texas. Dieser angebliche Würdenträger (u.a. "Alan-Sokal-Medaille für wissenschaft- lichen Ernst") begann seine Forschungen Tief in Bayern und beschrieb danach seine Erlebnisse Unter Deutschen. Sein neues Thema sind nun nicht etwa die Europäer - nein, es mußte gleich die ganze Welt sein. Jedoch liegt dies keineswegs an der texanischen Bescheidenheit des Wissenschaftlers, sondern allein am Forschungsgegenstand, den englischen Sprachen (Plural!).
Nach dem Motto "Most Englishes understood" werden auf einer anglophonen Weltreise sowohl europäische Mischformen wie "Spanglish" oder "Franglais" untersucht, als auch zahlreiche mehr oder weniger exotische Varianten wie "Bamboo English" oder "Amerikanisch". In den USA ist Englisch nach einer höchstrichterlichen Entscheidung eben nicht die Amtsprache und dies veranschaulichen die amüsanten Beispiele des Buches.
Aus über 40 Ländern, darunter Kanada, Kamerun und Kuba, stammen die auf der Forschungsreise gepflückten Stil- und Sumpfblüten, die McCormack uns als deftigen Salat auftischt. Das auffällig lange Kapitel über Deutschland liefert dazu besonders nahrhafte Kostproben, wie etwa die Frage eines deutschen Touristen in einem Londoner Restaurant: "Can I become a sausage?"-- Stephan Schmidt
Kurzbeschreibung
Zu seinen wichtigsten Publikationen gehören Studien über die Verwandtschaftsbeziehungen kenyattischer Nomaden und über die Rolle des Schamanen in polyethnischen Kulturen. McCormack lebt auf Guam.
Autorenportrait
Zu seinen wichtigsten Publikationen gehören Studien über die Verwandtschaftsbeziehungen kenyattischer Nomaden und über die Rolle des Schamanen in polyethnischen Kulturen. McCormack lebt auf Guam.