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Traurige Tropen [Taschenbuch]

Claude Lévi-Strauss , Eva Moldenhauer
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

2012
"Traurige Tropen" meint das Aussterben der "primitiven" Kulturen in ihrer Konfrontation mit dem zivilisatorischen sogenannten "Fortschritt", mit seiner imperialistischen Zerstörungswut und seinen Krankheiten - in diesem Falle das Aussterben der Indianervölker im Mato Grosso (Brasilien), zu denen Levi-Strauss mehrere ausgedehnte, ebenso abenteuerliche wie gefährliche Expeditionen unternahm.

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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Traurige Tropen
OA 1955 DE 1960 Form Sachbuch Bereich Ethnologie
Traurige Tropen dokumentiert zum einen eine Reihe von anthropologischen Forschungsreisen nach Brasilien. Zum anderen stellt das Buch die erste für eine breitere Öffentlichkeit bestimmte systematische Beschreibung der von Lévi-Strauss begründeten strukturalen Anthropologie dar, mit der er »die ethnologischen Erfahrungen der letzten 50 Jahre in den marxistischen Strom« zu reintegrieren suchte.
Aufbau: Traurige Tropen zeigt einen komplexen Aufbau, der – gerade angesichts der strukturalistischen Methodologie des Autors – parallel zum Inhalt gesehen werden muss. Wie der Autor selbst im Vorwort schildert, kehrt er mit einer erneuten Forschungsreise Mitte der 1950er Jahre zum Ort seines ersten Wirkens in den 1930ern zurück. Diese Tatsache gibt nicht nur Anlass zu Reminiszenzen, sondern ermöglicht einen Vergleich der damaligen und jetzigen Forschungsgegenstände. Das Werk wird allerdings weniger von einer chronologischen Darstellung getragen, als von der Richtung der so zusammengesetzten Reisen. Lévi-Strauss schildert die Anreise nach Brasilien, die Küstenstädte und das langsame Eindringen bis ins Landesinnere von Ost nach West, wobei diese Bewegung auch entsprechend ethnologisch belegt wird. Dabei beschränkt sich der Autor keineswegs auf die einheimische Bevölkerung, sondern befasst sich genauso mit den Einwanderern bzw. der europäisierten Bevölkerung des Landes. Insofern trifft der Untertitel des Werks, Indianer in Brasilien, nur bedingt zu. Das Werk stellt eine faszinierende Mischung aus verschiedenen Gattungen dar: Es ist Reisebericht, Autobiografie, Geschichtsschreibung und anthropologisches Handbuch. Das wichtigste Strukturmerkmal des Werks ergibt sich jedoch aus der Methodik der strukturalen Anthropologie selbst mit ihrer Kernthese: Allen Gesellschaften liegen ein und dieselben Strukturmodelle zu Grunde.
Inhalt: Lévi-Strauss setzt bei seinen anthropologischen Studien im engeren Sinne zunächst bei den äußeren Merkmalen der von ihm untersuchten Indianer ein und schildert mit wissenschaftlicher Gründlichkeit, die aber Wert- und Gefühlsurteilen nicht entbehrt, u. a. deren Siedlungsstil, Riten, Bekleidung, Traditionen, Gesang, Mythen, Körperbemalung, Tänze, Werkzeuge und Sprache. Er deckt dann in akribischer Arbeit die gesellschaftliche Struktur auf, die sich beispielsweise hinter den Mustern der Mbaya-Kunst verbirgt. Bisweilen, wie in der Schilderung der Riten der Bororo, schimmert dabei die Klassenkritik des Marxisten durch.
Traurig seien die Tropen nicht nur aufgrund des Identitätsverlusts der Indianer, sondern auch, weil die Städte Amerikas »zu zerfallen scheinen, bevor sie zu altern beginnen«, weil die Landschaft Brasiliens – ausgebeutet durch den Erzabbau oder Raubanbau – überall der Verwüstung anheimfalle.
Wirkung: Die gesammelten Studien trugen dazu bei, das traditionelle Bild der Ureinwohner Amerikas zu revidieren. Außerdem weckte das Werk schon früh das Bewusstsein für den Verlust der eingeborenen Kulturen sowie der Naturschätze Brasiliens. B. A.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Claude Lévi-Strauss wurde 1908 in Brüssel geboren und starb am 1. November 2009 in Paris. Er gilt als Begründer des Strukturalismus und lehrte von 1935 bis 1939 Soziologie an der Universität von São Paulo und von 1935 bis 1945 an der New School for Social Research. 1950 erhielt er an der École Pratique des Hautes Études einen Lehrstuhl für Vergleichende Religionswissenschaften der schriftlosen Völker und 1959 am Collège de France den Lehrstuhl für Anthropologie.



Eva Moldenhauer, 1934 in Frankfurt am Main geboren, ist seit 1964 als Übersetzerin tätig. Sie übersetzt Literatur und wissenschaftliche Schriften französischsprachiger Autoren ins Deutsche, u.a. von Claude Simon, Jorge Semprún, Marcel Mauss, Mircea Eliade, Gilles Deleuze und Lévi-Strauss. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet: 1982 »Helmut-M.-Braem-Preis«, 1991 »Celan-Preis«.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
42 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein bezeichnender titel 12. März 2003
Von Soma
„Ich verabscheue Reisen und Forschungsreisende".Mit diesem ersten Satz seiner Ethnographie über mehrere zuvor getätigte Forschungsreisen nach Brasilien ist die Neugier des Lesers geweckt.Und anhand dieses Ausspruchs wären wir schon inmitten der Beweggründe Levi-Strauss' diese Ethnographie zu schreiben.
Für ihn geht es in erster Linie um den Wert der Botschaft, welche durch seine Forschungsreisen verdeutlicht werden soll. Durch falsche Berichterstattung und gewollte Effekthascherei kann der Leser diesen Wert oft nicht erfassen, er wird meistens überschwemmt mit einer Flut von Bildern (z.B. in Form von Reiseberichten), die seine Kritikfähigkeit ermüden lassen, das intensive Studieren - oftmals mehr als mühevoll - auf der Suche nach Wahrheiten bleibt dabei im Hintergrund. Und genau um diesen letzten Punkt geht es Levi-Strauss bei seinen Expeditionen in das Innere Brasiliens.
Das in neun Kapitel gefasste Werk beginnt mit der Beschreibung des Aufbruchs nach Brasilien 1941. Levi-Strauss macht hier deutlich, welche Gedanken ihm währenddessen durch den Kopf gehen. Auch hier lässt sich wiederum eine Verbindung zu dem Zitierten herstellen. Levi-Strauss erklärt, warum er Reisen verabscheut, denn diese zeigen den „Schmutz, mit dem wir das Antlitz der Menschheit besudelt haben" .Hierbei spielt er auf das Problem der Zivilisation an welche in Massen erzeugt wurde, heutzutage ist nahezu keine Unberührtheit mehr vorzufinden. „Nie wieder werden uns die Reisen, Zaubertruhen voll traumhafter Versprechen, ihre Schätze unberührt enthüllen. Eine wuchernde, überreizte Zivilisation stört für immer die Stille der Meere.".
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von kpoac TOP 500 REZENSENT
"Wie der Indianer im Mythos bin auch ich so weit gelaufen, wie die Erde es zulässt, und am Ende der Welt angekommen, habe ich die Wesen und die Dinge befragt und die selbe Enttäuschung erlebt wie er."

"Er stirbt unverzüglich im Besonderen" und lebt unmittelbar wieder auf, wenn er "zwischen zwei Ideen, Eindrücken oder Empfindungen, zwischen zwei Büchern eines Autors oder zwei Bildern ein und desselben Malers eine tiefe Verbindung entdeckt". Verbindungen entdecken, - wie hier die Schilderung von Marcel Proust zeigt-, galt auch für Claude Levi-Strauss (1908-), der just die 100 erreicht und nunmehr seit einigen Tagen überschritten hat. Sein Ruhm und sein Glanz wurde erneut beschienen, diesmal von all den Lobesreden auf einen der bedeutendsten Anthropologen und Ethnologen, im Alter ein Kronzeuge eines Jahrhunderts, ein Intellektueller alter Tage und wie dieses Buch zeigt, ein Belletrist der Wissenschaft.

"Ich verabscheue Reisen und Forschungsreisende" ist der Anfang eines Werkes, einer romantischen Elegie über den Untergang der westlichen Kultur, ein Anfang, der den Leser nichts als neugierig macht, warum der Abscheu ursächlich für soviel Erkenntnis aus dem brasilianischen Tropenwald erzeugen sollte.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Auf der Suche nach der ursprünglichen Gesellschaft, die noch nicht durch die Zivilisation deformiert und zerstört worden ist, stieß der französische Ethnologe Claude Lévi-Strauss in den 1930er Jahren auf die Ureinwohner Brasiliens. Unter abenteuerlichen Bedingungen bereiste er die Mato-Grosso-Hochebene in Zentralbrasilien, wo er verschiedene Indianergruppen besuchte. Mit wissenschaftlicher Gründlichkeit analysierte er ihre Lebensweisen und Gesellschaftsstrukturen. Lévi-Strauss glaubte, dass alle Gesellschaften auf einer gemeinsamen Grundlage aufbauen. Die Erforschung dieser ursprünglichen Strukturen menschlicher Gesellschaften stellte er ins Zentrum seines Schaffens und knüpfte damit an das Denken Rousseaus an. "Traurige Tropen" ist eine faszinierende Mischung aus Reisebericht, Autobiografie, ethnologischem Handbuch und philosophischem Traktat. Die kurzweilige Lektüre entführt den Leser in die brasilianische Tropenwelt vom Anfang des 20. Jahrhunderts und ermöglicht einmalige Einblicke in eine heute in Vergessenheit geratene Kultur.
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