Ich habe schon einige Romane von Barley gelesen. Dieser hier war aneders als die anderen, aber nicht unbedingt schlechter. Barley hat sich als Untersuchungsobjekt die eigene Ethnie herausgesucht und nicht wie sonst die afrikanischen Dowayoos oder eine andere Ethnie. Das Ergebnis und auch die Herangehensweise muss daher wohl auch anders ausfallen. Aber was Barley bietet ist ein skurrile Fahrt durch Großbritannien und die Inselbewohner. Die hat zwar durchaus manchmal Längen, ist aber insgesamt manchmal auch wahnsinnig komisch und voller Barley'scher Ironie. Man kann sich schon denken, was andere Völkchen über die Engländer denken (und auch über uns selbst - die anderen Westler): die spinnen, die Engländer. Und man wird auch schon angeregt, darüber nachzudenken, was eigentlich normal ist oder was eben nur für uns normal ist.
Ich finde das Buch daher sehr lesenswert, aber wer einen "typischen" Barley erwartet wird wahrscheinlich enttäuscht und wer Ironie nicht mag oder versteht wohl auch.