Namibia ist ein so ganz anderes Afrika, als man sich das zunächst vorstellen mag. Das früher kolonialisierte Land im Südwesten des Heißen Kontinents zeigt sich in einer faszinierenden Vielfalt von Kultur und Landschaft. Das zeigt der farbenprächtige Bildband des Verlegers, Publizisten und Fotografen Klaus G. Förg in ansprechender Weise.
So vergegenwärtigt er der Leserschaft an mehreren Stellen knapp die Geschichte des ehemals fremdbestimmten Landes. Daneben beschreibt er die geologischen Besonderheiten einzelner geographischer Regionen, erzählt von den Ureinwohnern und deren Schicksal und gibt am Ende des Buches ein paar nützliche Reisetipps und Hinweise.
Der Schwerpunkt der Reisebeschreibung liegt allerdings eindeutig in den großformatigen Farbfotos, die das Land lebendig darstellen und ein paar Einblicke in das Lebensumfeld der namibischen Bevölkerung bieten. Freilich domieren Tier- und Landschaftsaufnahmen, die jedoch in eindrucksvoller Schönheit Lust auf Namibia machen. Das als Geschenk beigelegte, signierte Kleinposter rötlicher Sanddünen für die Zimmerwand zu Hause weckt zudem die Sehnsucht.
Die wenigen Stadtbilder lassen die koloniale Vergangenheit erkennen und wirken oftmals ein wenig „unecht“ im sonstigen Kontext sehr persönlicher Bilder der Menschen in dem schönen und doch – wenn auch oft versteckt – auch konfliktbeladenen Land.
Mit seinem bebilderten Reisebericht lockt der Autor und Fotograf nach Afrika in den in vielerlei Hinsicht ganz besonderen Staat. Geschichte, Tierwelt, Landschaft und vor allem die Menschen erwarten die Reisenden einladend und freundlich und nach der Lektüre und Betrachtung des Buches sollte es nicht allzu lange mehr dauern, bis man selbst diese Traumreise unternimmt. © 12/2005, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.