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Traumnovelle. SZ-Bibliothek Band 12 [Gebundene Ausgabe]

Arthur Schnitzler
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 93 Seiten
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek; Auflage: 1 (5. Juni 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3937793100
  • ISBN-13: 978-3937793108
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 12,2 x 1,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 146.565 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Fridolin und Albertine führen eine scheinbar harmonische Ehe. Doch unter der Oberfläche rumort es. Beide werden von erotischen Begierden getrieben. Fridolin schmuggelt sich in eine mysteriöse Geheimgesellschaft ein, wo er eine leidenschaftliche Bekanntschaft mit einer unbekannten Schönen schließt...

Über den Autor

Arthur Schnitzler wurde am 15.5.1862 in Wien geboren. Bereits als Neunzehnjähriger versuchte er, seine erste Dramen zu schreiben. Nach dem Studium der Medizin war er Assistenzarzt an der Allgemeinen Poliklinik und dann praktischer Arzt in Wien, bis er sich mehr und mehr seinen literarischen Arbeiten widmete. 1886 erscheinen die ersten Veröffentlichungen in Zeitungen, 1895 das erste Buch. Bei Arthur Schnitzler bildet stets der einzelne Mensch den Mittelpunkt seiner durchweg im Wien der Jahrhundertwende angesiedelten Stoffe. Er starb am 21.10.1931 als einer der bedeutendsten österreichischen Erzähler und Dramatiker der Gegenwart in Wien.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von C. Holst
In der Novelle, die als Grundlage für Stanley Kubricks Film »Eyes Wide Shut« diente, beschreibt Schnitzler die erotischen Abgründe, die sich in der Ehe von Fridolin und Albertine auftun. So schleicht Fridolin sich heimlich in einen mysteriösen Geheimclub ein, der ausschweifende Orgien veranstaltet. Nach Fridolins Entdeckung nimmt eine unbekannte Schöne die Strafe auf sich, die auf seine unerlaubte Anwesenheit steht. Albertine wiederum träumt, wie sie - in den Armen eines Geliebten liegend - zusieht, wie ihr Mann gefoltert wird und schließlich an den Galgen kommen soll, ohne dass sie das Bedürfnis hätte, einzuschreiten.
Die Novelle liest sich als Stimmungsbericht aus Wien zum »fin de siècle«. Allem haftet eine merkwürdige Dekadenz an, alles ist sehr symbolträchtig und bleibt nebulös, im Unbestimmten und bewegt sich in einer Grauzone zwischen Traum und Realität. Schnitzler interessieren mehr Befindlichkeiten als Tatsachen. Kein Wunder also, dass Sigmund Freud ihn als »unerschrockenen psychologischen Tiefenforscher« bezeichnet hat. Das Buch ist damit nicht gerade aktuell, sondern ein literarisches Zeit-Dokument und als solches lesenswert.
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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Der 1862 in Wien geborene Autor spürt in dieser Novelle der Frage nach, ob es besonders klug und feinfühlig ist, den Ehepartner von den eigenen erotischen Traumgebilden in Kenntnis zu setzen, wenn der Angetraute nicht das begehrte Objekt der Sexualphantasie darstellt.
Schnitzler geht es um die Abenteuer im Kopf, um erotische Träume im Schlaf, aber es geht ihm auch um diesbezügliche Tagträume. Führt ein solch verbalsierter Traum dazu, dass Menschen auseinander triften, weil sie einander nicht mehr wirklich vertrauen können?
Fridolin und Albertine sind das vom Autor als in jeder Hinsicht mitteilsam beschriebene, bürgerliche Paar . Sie erzählen einander präzise ihre erotischen Träume und Phantasien, ihr spontanes Verlangen gegenüber anderen Personen.
Wie quälend sich dies auf die eheliche Verbindung der beiden auswirkt, wird Facetten reich geschildert.
Wo liegen die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Illusion, zwischen Bewusstem und Unbewusstem? Sind Träume nur Schäume, oder steckt doch etwas mehr dahinter?
Ein psychologisch hochinteressanter, dabei spachlich wunderbarer Text!
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mag Wolfgang Neubacher TOP 500 REZENSENT
..heißt es am Schluss dieser, 1922 erschienen Novelle. Schnitzler drückte das literarisch aus, was Freud mit der Psychoanalyse entdeckte.
Fridolin und Albertine führen eine - vermeintlich(?) - glückliche Ehe. Er hat sie - wie bei Schnitzler typisch - jung und jungfräulich geheiratet; eine kleine Tochter macht das Glück komplett. Aber in diese Welt dringen Mächte ein, die sich - wenn überhaupt - nur schwer beherrschen lassen: Träume; eine unbekannte Schöne; das "süße Wiener Mädel"; Orgien. Wie kommen beide daraus heraus?
Ein (nicht nur) psychologisches Meisterwerk; stellenweise sogar eine Kriminalerzählung. Und wie schrieb Freud an Schnitzler: "Im Grunde Ihres Wesens sind Sie ein psychologischer Tiefenforscher.....-" Wie wahr, wie wahr!
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