Cook Country, ein beschaulicher Landstrich am Lake Superior, bildet die Kulisse für einen Kriminalfall, der mehr als nur ein Verbrechen in sich birgt. Denn neben einem getöteten Norweger und einem Indianer, der bereits früher dort verschwunden ist, erfährt der Hörer viel über die Geschichte der Gegend, in der sich vor 100 Jahren skandinavische Einwanderer angesiedelt haben. Ein Umstand, der zur Vertreibung von Ureinwohnern führte und den Grundstein dafür legte, dass auch heute noch viele Schweden, Norweger und Finnen in der wunderschönen Naturlandschaft Minnesotas zu Hause sind.
Aber nicht nur die historischen Rückblicke zeichnen verantwortlich dafür, dass "Traumland" mehr als nur ein Kriminalroman ist, auch die Figur des Rangers Lance Hanson bietet ausreichend Ansätze, um den Hörer nachdenklich werden zu lassen. So erlebt er die ständige Auseinandersetzung eines Mannes mit seinem Pflichtgefühl, das ihm einerseits suggeriert zu seiner Familie zu halten, anderseits aber fordert, der Gerechtigkeit Genüge zu tun. Zwiespältige Gefühle, die vom Sprecher Jürgen Holdorf gekonnt zum Ausdruck gebracht werden und die, verbunden mit einer durchgängig spannend angelegten Handlung, es verstehen, gut zu unterhalten.
Fazit:
"Traumland" ist ein nachdenklicher Krimi, der neben seiner eigentlichen Handlung viel über die Entwicklung eines von fremden Völkern besiedelten Landstrichs in der Nähe von Minnesota erzählt. Atmosphärisch packend und psychologisch gut durchdacht präsentieren sich die Geschehnisse um einen grausamen Mord am Lake Superior und verstehen auf eindringliche Art und Weise zu fesseln.