Traumgärten erzählt von Meistergärtnern, ihren einzigartigen Ideen sowie von dem grundlegenden Gestaltungskonzept, das hinter jeder vorgestellten Gartenanlage steckt. Dabei stellt die Autorin Tania Compton 100 wunderschöne Gärten aus aller Welt vor: Gärten aus Kanada, Neuseeland, Frankreich, Holland, und Australien sind dabei und dazu englische Gartenanlagen. Dies alles im Wandel der Jahreszeit und aus verschiedenen Perspektiven.
Die Fotos im Buch (Andrew Lawson) sind brillant und zeigen, was sich die Gartenplaner bereits Monate und Jahre zuvor gedacht und vorausgesehen haben. Perspektiven, Einblicke, das große Ganze und wunderbare, bisweilen versteckt liegende Details. Beispielsweise ein Pfad, der sich zwischen Gräsern, Montbretien und Steppenkerze schlängelt und das Ende des Gartens optisch in weite Ferne rückt. Ein Schattengarten, der nicht schnöde am Gartenzaun endet, sondern am Ende hin zum Lichtpunkt zwischen dunklen Gehölzen wird und somit Raum lässt für Fantasie.
Der aufmerksame Leser entdeckt: Besonders schöne Traumgärten wirken durch ihre flächige Bepflanzung besonders harmonisch und erhöhen den Wert stilvoll gepflanzter Solitäre. Interessant auch: Kiesgärten, deren Untergrund quasi wie ein begehbarer Bodendecker zwischen genügsamen Stauden wirkt. Und anstelle von Rasen einen Teppich aus lila blühenden, kriechenden Thymian im Garten auszulegen, muss man auch erst einmal gesehen haben, um schlichtweg begeistert zu sein.
Traumgärten ist Inspiration pur. Kein Buch für intelligente aber faule Gärtner, sondern ein Bilder- und Kurzgeschichtenbuch für Regentage. Für (Hobby) -Gärtner, die den Blick auf einen Garten und dessen Planung neu und aus völlig veränderter Perspektive betrachten möchten.