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Produktinformation
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Marlo Morgan lernt in den nächsten Monaten die Unwichtigkeit des Zeitbegriffes kennen, ernährt sich von Maden, Krokodilen, Nüssen, Kräutern und Früchten und hätte niemals geglaubt, daß sie gebratene Ameisen als Delikatesse schätzen lernt. Sie wird in das erd- und naturverbundene Leben der Aborigines eingeweiht und erkennt, daß es hier Menschen gibt, die die Erde nicht ausbeuten, die in der Lage sind, sich telepathisch zu unterhalten und über medizinische Kenntnisse verfügen, die sie staunen lassen.
Traumfänger ist ein faszinierendes und -- für "Veränderte" -- oft auch ein beschämendes Buch. Zeigen uns die Aborigines doch, wie unwichtig unser Alltag für unser persönliches Wachsen und Reifen ist. So feiern sie keinen Geburtstag, sondern sie feiern dann ein Fest, wenn einer von ihnen denkt, daß er eine höhere Stufe in seiner persönlichen Entwicklung erklommen hat. Marlo Morgan hat es sich zur Aufgabe gemacht, über das Leben der Aborigines zu berichten, ohne sie an unsere Zivilisation mit ihrem zerstörenden Tourismus zu verraten -- ein fesselnder Bericht. --Manuela Haselberger
Ich fand ihre Ansichten ueber uns Menschen im Ansatz sehr gut und habe viel ueber mich, mein Leben und andere nachgedacht, die sich in der Tat so verhalten, wie es dort beschrieben wurde. Der Grundansatz ist also wirklich gut und ihre Absicht ging bei mir voll auf; naemlich ueber sich nachzudenken und ueber andere Ansichten zu reflektieren und sie nicht gleich als altmodisch oder unpassend abzuwaelzen. Zu diesem Zeitpunkt ging ich jedoch davon aus, dass es sich hier um einen Tatsachenbericht handelt, zumal am Ende des Buches ein Stammfuehrer jedes Wort als wahr bezichtigt.
Da ich zusaetzliche Infos ueber die Aboriginies haben wollte, suchte ich im Netz und fand heraus, dass das gesamte Buch erstunken und erlogen ist! Sicherlich verliert das Buch so an Glaubwuerdigkeit und die Aboriginies werden in diesem Falle sogar ein wenig beleidigt, ausserdem hat Marlo Morgan fuer mein Verstaendnis ein Dokument gefaelscht (von dem Aborigine, der alles als wahr dargestellt hat), aber immer noch sind die Vorstellungen, die nun eher in einem esoterischen Charakter und "back-to-the-roods-Wunsch" ausarten nachdenklich stimmend.
Zum Schreibstil ist zu sagen, dass es sicherlich relativ einfach gehalten ist und eine Art Tagebuch zu sein scheint; in meinen Augen ist das aber angebracht, weil Morgan auf diese Weise die vielen verschieden Themen und Ansichten gut in einem Buch zusammenbringen kann. Sicherlich handelt sie hierbei manchmal etwas nach dem "Schwarz-Weiss-Prinzip" und verurteilt die "Veraenderten", aber man darf nicht vergessen, dass sie durch die Aboriginies die Nachricht tranportieren will und mit dieser starken Gegensatzphilosophie nur unsere Auffassungen erweitern und vielleicht - ein wenig zumindest - veraendern will.
Ich glaube, dass man ueber dieses Buch dennoch nachdenkt, ABER man muss sich im Klaren sein, dass der Wahrheitsgehalt des Buches im Bezug auf die Aborigines sehr klein/gleich null ist und man das Buch als Roman und nicht als Tatsachenbericht auslegen sollte. Wenn man das tut, liest man ein unglaublich interessantes Buch, dass einem Wege und Denkweisen zeigt, die voellig logisch sind und viele unserer Errungenschaften in Frage stellen, aber man sollte dennoch nicht vergessen, dass der Fortschritt uns auch viel gutes gebracht hat.
Deshalb ist und bleibt dieses Buch ein zweischneidiges Schwert und jeder muss fuer sich wissen, wie er das Gelesene auffasst und das Buch letztendlich bewertet. Deshalb gibt es fuer mich drei Sterne; waere alles wahr gewesen wie von der Autorin urspruenglich behauptet, waeren es sicher fuenf geworden.
PS: Da ich zur Zeit in Kanada bin, habe ich keine Umlaute und kein scharfes s. Ich bitte dies zu entschuldigen.
Mich hatte das Buch in irgendeiner Weise natürlich auch gefangen genommen was nicht weiter verwunderlich ist, denn die Hauptaussage lautet prinzipiell wieder einmal: Die Naturvölker können im Einklang mit der Natur leben, wir nicht. So eine message ist leicht verdaulich und drückt schon seit Karl May auf die Tränendrüse. Eigentlich also ein ganz harmloses Buch von Frau Morgan, wenn sie nicht immer wieder hervorgehoben hätte, dass dies alles auch wirklich so passiert sei, sie diese frohe Botschaft ganz selbstlos in der Welt verkünden wolle und unterm Strich dorch nur ein altes Märchren perefekt vermarktet.
Eine sehr kurze Rezension eines Aboriginie, die ich selbst in Australien auch bestätigt bekam lässt einen ganz schnell am Wahrheitsgehalt des Buches zweifeln: "... man kann nicht auf Spinifex-Gras laufen!".
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