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Traumatisierung von Frauen durch Gewalt . Folgen singulärer Viktimisierung im Vergleich zu denen sequentieller Viktimisierung
 
 
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Traumatisierung von Frauen durch Gewalt . Folgen singulärer Viktimisierung im Vergleich zu denen sequentieller Viktimisierung [Broschiert]

Daniela Hansen


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Kurzbeschreibung

Das Ausmaß und die Folgen alltäglicher Gewalt werden meist unterschätzt. Für die Opfer dieser Gewalt steht nur wenig Unterstützung zur Seite: Das soziale Umfeld ist meist überfordert und reagiert hilflos, professionelle Hilfe ist für viele nur schwer erreichbar.

In dieser Untersuchung wird die Erfahrung von Gewalttaten (Viktimisierung) als Traumatisierung behandelt. Eine Traumatisierung bedeutet unter anderem die Konfrontation mit der eigenen Sterblichkeit und Verletzlichkeit; wird sie durch andere Menschen zugefügt, entwickeln sich meist besonders schwerwiegende, langandauernde Folgen. Das Erlittene lässt die Betroffenen meist lange Zeit nicht los. Sie bleiben den Erinnerungen daran verhaftet, das Geschehene bleibt unbegreiflich. Zudem leiden sie oft unter Ängsten, Niedergeschlagenheit, Schlafstörungen, sie reagieren auf harmlose Signale übermäßig heftig, behalten ein starkes Misstrauen gegenüber anderen Menschen und können womöglich Intimität nicht ertragen.

Als Tendenz, akut traumatisierende Situationen zu bewältigen, wird Dissoziation diskutiert: Die Trennung von Realität und Gefühlen wie Schmerz und Angst hilft dem Opfer, die Tat zu überstehen. Wenn derartige Tendenzen als Bewältigungsstrategie auch für gering belastete Erlebnisse eingesetzt werden, entstehen allerdings weitere psychosoziale Probleme. Dadurch wird die Entwicklung erfolgreicher Verhaltensweisen behindert.

In der vorliegenden Untersuchung wird unterschieden zwischen Gewalttaten, denen die Person einmal ausgesetzt war (Raubüberfall, Vergewaltigung durch Fremde)und Gewalttaten, die mehrmals, wiederholt oder über einen längeren Zeitraum an der Person verübt wurden (Misshandlungen in der Partnerschaft, Misshandlungen in der Kindheit). Mit Hilfe von Interviews und klinischen Fragebögen (u.a. SCL-90-R, BDI, IES) wurden Symptome und soziale Folgen erhoben. Die Untersuchungsteilnehmerinnen berichteten über zahlreiche, meist chronische, posttraumatische Symptome. Frauen, die wiederholt Gewalt erfuhren, gaben zudem weitere Symptome an. Die Frauen dieser Gruppe erhielten seltener hilfreiche Unterstützung und blieben somit mit dem Erlebten und den Folgen meist allein.

Die psychischen Konsequenzen von Traumatisierungen durch Gewalt werden anhand der Diagnose 'Posttraumatische Belastungsstörung' dargestellt und diskutiert. Die Begrenzung dieser Diagnosekriterien wird aufgezeigt.


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