Der Autor nimmt sich die Freiheit, seine Erlebnisse so aufzuschreiben, wie
sie ihm passiert sind und auf einen ideologischen Überbau zu verzichten.
Das Buch ist unterhaltsam und von gesunder Subjektivität, dabei politisch
unkorrekt und von einer bisweilen ans Groteske grenzenden Ironie.
Die Dowayos erscheinen keineswegs als "edle Wilde", sondern als störrisch
und aufdringlich, prüde und obszön, manchmal grausam und insgesamt
als "nicht sehr helle". Barley macht keinen Versuch, sie uns nahe zu
bringen, sie uns auch nur sympathisch zu machen oder ihnen eine Bedeutung
zu verleihen. Dabei wird dieses Völkchen für uns durchaus interessant,
ihre Bewohner werden nicht besser, aber ebensogut wie irgendjemand sonst,
man spürt ihre quicklebendige Gegenwart.
Daneben wirft der Autor einige Streiflichter auf eine absurde Bürokratie
und er beschreibt seine erlittenen Krankheiten, von denen er nicht viel zu
wissen scheint mit ebenso dokumentarischer Distanz wie seine Eingeborenen.
Der Mann ist Ethnologe von Natur aus. Also lesen!