Pressestimmen
„Die inhaltlich und formal logisch aufgebaute Kapitelstruktur erleichtert es dem juristischen Laien, sich Schritt für Schritt in die Materie einzuarbeiten.“ In: Nervenheilkunde, 3/2008.
Kurzbeschreibung
Alle Psychotherapeutinnen und -therapeuten, die Opfer von Gewalttaten behandeln, werden über kurz oder lang mit den juristischen Implikationen und Konsequenzen dieser Tatbestände konfrontiert. Und für alle Juristinnen und Juristen, die sich damit befassen, sind psychotherapeutische Aspekte im Verfahren bedeutsam. Beide Berufsgruppen sind in ihrer Sozialisation in völlig unterschiedlichen Denkstrukturen ausgebildet worden. Und beide müssen sich verstehen. Ziel dieses Buches ist es, Psychotherapeuten mit den juristischen Basics auszustatten, sodass sie ihren Patienten fundierte Empfehlungen geben können, ob eine Anzeige sinnvoll und Erfolg versprechend ist. Gerichtsprozesse können die Bewältigung eines Traumas sehr fördern, können sich aber auch retraumatisierend auf die Opfer auswirken. Ein genaues Abwägen ist deshalb oberstes Gebot, und hierfür sind die Kenntnisse um die juristischen Grundlagen eine wichtige Voraussetzung. Immer geht es auch um Fragen wie Gutachten, Zeugenaussagen von Therapeuten, Akteneinsicht und Kooperation. Dabei ist wichtig zu verstehen: Gerichtsprozesse sind keine Ergänzung der Psychotherapie mit anderen Mitteln, und Psychotherapie ist kein Organ der juristischen Wahrheitsfindung. Ist die Entscheidung für eine Anzeige gefallen, gibt dieses Buch auch wichtige Hilfestellungen für die weitere psychotherapeutische Betreuung während des Strafverfahrens und danach.
Der Verlag über das Buch
- Gemeinschaftswerk einer Juristin und eines Psychotherapeuten - Juristische Grundlagen verständlich aufbereitet - Mit zahlreichen Praxisbeispielen
Über den Autor
Kirsten Stang Oberstaatsanwältin der Staatsanwaltschaft Braunschweig. Bis 2000 leitete Kirsten Stang dort das Dezernat "Sexuelle Gewalt". Von 2001 bis 2005 Vorsitzende der Stiftung Opferhilfe für die Region Braunschweig. Seit 2003 stellvertretende Vorsitzende des Niedersächsischen Richterbundes, Mitglied der Staatsanwaltskommission des Deutschen Richterbundes und Richterin am Niedersächsischen Disziplinargericht. Seit Sommer 2006 abgeordnet an die Jugendanstalt Hameln.
Ulrich Sachsse Prof. Dr. med., Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Ärztlicher Leiter der Allgemeinpsychiatrie III (Psychotherapie und Tagesklinik) des NLKH Göttingen, Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie. Für seine Verdienste auf dem Gebiet der Psychotraumatologie wurde Ulrich Sachsse 2004 in Zürich mit dem Preis der Dr. Margrit Egner-Stiftung ausgezeichnet. 2006 erhielt er den Hamburger Preis Persönlichkeitsstörungen.