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Trauma und Justiz: Juristische Grundlagen für Psychotherapeuten - psychotherapeutische Grundlagen für Juristen
 
 
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Trauma und Justiz: Juristische Grundlagen für Psychotherapeuten - psychotherapeutische Grundlagen für Juristen [Gebundene Ausgabe]

Kirsten Stang , Ulrich Sachsse
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 216 Seiten
  • Verlag: Schattauer; Auflage: 1., Aufl. (April 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3794525671
  • ISBN-13: 978-3794525676
  • Größe und/oder Gewicht: 24 x 17 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 459.641 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

„Die inhaltlich und formal logisch aufgebaute Kapitelstruktur erleichtert es dem juristischen Laien, sich Schritt für Schritt in die Materie einzuarbeiten.“ In: Nervenheilkunde, 3/2008.

Kurzbeschreibung

Alle Psychotherapeutinnen und -therapeuten, die Opfer von Gewalttaten behandeln, werden über kurz oder lang mit den juristischen Implikationen und Konsequenzen dieser Tatbestände konfrontiert. Und für alle Juristinnen und Juristen, die sich damit befassen, sind psychotherapeutische Aspekte im Verfahren bedeutsam. Beide Berufsgruppen sind in ihrer Sozialisation in völlig unterschiedlichen Denkstrukturen ausgebildet worden. Und beide müssen sich verstehen. Ziel dieses Buches ist es, Psychotherapeuten mit den juristischen Basics auszustatten, sodass sie ihren Patienten fundierte Empfehlungen geben können, ob eine Anzeige sinnvoll und Erfolg versprechend ist. Gerichtsprozesse können die Bewältigung eines Traumas sehr fördern, können sich aber auch retraumatisierend auf die Opfer auswirken. Ein genaues Abwägen ist deshalb oberstes Gebot, und hierfür sind die Kenntnisse um die juristischen Grundlagen eine wichtige Voraussetzung. Immer geht es auch um Fragen wie Gutachten, Zeugenaussagen von Therapeuten, Akteneinsicht und Kooperation. Dabei ist wichtig zu verstehen: Gerichtsprozesse sind keine Ergänzung der Psychotherapie mit anderen Mitteln, und Psychotherapie ist kein Organ der juristischen Wahrheitsfindung. Ist die Entscheidung für eine Anzeige gefallen, gibt dieses Buch auch wichtige Hilfestellungen für die weitere psychotherapeutische Betreuung während des Strafverfahrens und danach.

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Trauma und Justiz, 12. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Trauma und Justiz: Juristische Grundlagen für Psychotherapeuten - psychotherapeutische Grundlagen für Juristen (Gebundene Ausgabe)
Alle Psychotherapeuten, die Opfer von Gewalttaten behandeln, werden über kurz oder lang mit der Frage konfrontiert, ob sie ihren Patienten zu einer Anzeige raten sollen oder ob diese mit der Konsequenz eines belastenden Strafprozesses den Therapieerfolg gefährden könnte. Die beiden Autoren (eine Oberstaatsanwältin und ein Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin) haben es sich zum Ziel gesetzt, Psychotherapeuten mit dem notwendigen juristischen Wissen auszustatten, damit diese ihren Patienten in dieser Frage fundierte Empfehlungen geben können. Ebenfalls richten sich die Autoren auch an Juristen, die als Richter, Staatsanwälte, Verteidiger oder Nebenklagevertreter Traumapatienten begegnen, um ihnen einen ersten grundlegenden Einblick in die Psychotherapie und Hintergrundinformationen zum therapeutischen Umgang mit Kindheitstraumata zu vermitteln.

Wenngleich das Buch auch generell für Therapeuten, die Patienten wegen jeder Art von Gewalttaten behandeln, interessant sein dürfte, haben die Autoren einen eindeutigen Fokus auf Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung gelegt. Bevor auf die Straftatbestände der sexuellen Nötigung und der Vergewaltigung detailliert eingegangen wird, werden zunächst grundlegende juristische Begrifflichkeiten erläutert und die Stationen eines Strafverfahrens geschildert, die in nachfolgenden Kapiteln noch vertiefter besprochen werden. Dabei gelingt es den Autoren, juristische Fachbegriffe allgemeinverständlich zu erläutern.

Ein Kernstück des Buches bildet der aus fünf Kapiteln bestehende Report über Erinnerungen an Kindheitstraumata. Auf den hier vermittelten Grundlagenkenntnissen baut das Buch an zahlreichen Stellen auf und greift auf sie zurück. Dem Leser werden auf diese Weise Beratungs- und Entscheidungsstrukturen der Psychotherapeuten als auch Probleme in der Beweisaufnahme im Strafverfahren verständlich. Im ersten Kapitel wird eine Zusammenfassung der wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Prävalenz von Kindheitstraumata und deren psychische Konsequenzen gegeben. Darüber hinaus wird die Beziehung zwischen diesen Erkenntnissen und den Traditionen der traumazentrierten Psychotherapie und Behandlung erläutert. Im zweiten Kapitel wird die wissenschaftliche Evidenz für das Vergessen von traumatischen Ereignissen in der Kindheit, für die spätere Erinnerung traumatischer Ereignisse nach einer Periode des Vergessens (?delayed recall?) und für ?falsche Erinnerungen? an Kindheitstraumata (?false memories?) dargelegt. Das dritte Kapitel schildert, wie kognitive Psychologen und Neurobiologen das menschliche Gedächtnis verstehen. In den beiden letzten Kapiteln stellen die Autoren dar, wie die derzeitigen Erkenntnisse am besten in der klinischen und forensischen Praxis bei Überlebenden schwerer Traumata angewandt werden können.

Die Autoren stellen im Anschluss hieran dar, welche Rechte der Beschuldigte in einem Strafverfahren hat und welche Auswirkungen beispielsweise die umfassenden Anwesenheits- und Fragerechte auf das sich in Behandlung befindliche Opfer haben können. Dabei greifen die Autoren auch auf, unter welchen Voraussetzungen sich ein Opfer oder ein Zeuge beispielsweise ?unangenehmen? Befragungen entziehen kann.

Aus therapeutischer Sicht erscheint das vorliegende Werk äußerst nützlich, da es einfach und überschaubar den wesentlichen Ablauf eines Strafverfahrens verdeutlicht und hierbei die Verknüpfung zu psychotherapeutischen Aspekten herstellt, ohne dabei mit juristischen Feinheiten und dogmatischen Fragestellungen zu langweilen. Juristen werden dieses Werk deshalb schätzen, weil es ihnen einen umfassenden Einblick in die Arbeitsweise eines Psychotherapeuten ermöglicht. Dem Autorenpaar Stang/Sachsse gelingt damit insgesamt ein wichtiger Beitrag zur notwendigen Kooperation zweier Disziplinen, die sich sowohl in ihrer Terminologie als auch in ihren methodischen Ansätzen grundsätzlich fremd gegenüberstehen.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein längst überfälliges Werk, 9. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Trauma und Justiz: Juristische Grundlagen für Psychotherapeuten - psychotherapeutische Grundlagen für Juristen (Gebundene Ausgabe)
Trauma und Justiz - der Titel lässt zunächst aufhorchen. Für manchen Bürger kann die Justiz zum Trauma werden. Doch der Untertitel schafft Klärung: Juristische Grundlagen für Psychotherapeuten - psychotherapeutische Grundlagen für Juristen.
Oberstaatsanwältin Kirsten Stang und der Psychiater und Psychotherapeut Prof. Ulrich Sachsse, beide auf ihren Fachgebieten anerkannte Kapazitäten, haben ein Werk geschaffen, das längst überfällig war.
Darin sehen sie mit ihren Augen das andere Fachgebiet und wecken Verständnis. Insbesondere die allgemeinverständliche Abhandlung von Fragen des Ermittlungs- und Strafverfahrens - für Strafjuristen banale Selbstverständlichkeiten - können für traumatisierte Opfer von großer Bedeutung sein. Ich höre immer wieder, wie wichtig es bei Prozessbegleitungen für Opfer ist, dass sie darauf vorbereitet sind, was im Prozess auf sie zukommt und wie das Verfahren abläuft. Wenn Psychotherapeuten hier bereits mithelfen können, wichtige Informationen zum Strafverfahren an ihre Patienten zu vermitteln, können sie u. U. mit dazu beitragen, eine Retraumatisierung durch den Strafprozess zu verhindern. Aber auch für Psychotherapeuten selber werden wertvolle Hinweise über ihr Verhältnis zur Justiz gegeben, z.B. warum der behandelnde Therapeut nicht als Gutachter bestellt werden sollte, oder zur Frage der Schweigeplicht ("darf oder muss ich Strafanzeige erstatten, eventuell sogar gegen meinen Patienten, ohne mich der Verletzung der Schweigepflicht schuldig zu machen"?)
Auch für Richter und Staatsanwälte, die mit der Vernehmung von traumatisierten Opfern befasst sind, sollte das Buch ein Muss sein. Wie oft habe ich es erlebt, dass Vorsitzende Richter traumatisierte Opfer barsch angegangen sind, weil sie in ihrer Aussage oder ihrem Verhalten nicht den Vorstellungen des Gerichts entsprochen haben. Fur das Verstehen, welche Auswirkungen ein Trauma auf einen Menschen haben kann und warum sich Opfer vor Gericht vielleicht unverständlich verhalten, gibt das Werk ungemein wichtige Aufschlüsse. Erfreulicherweise sind in den vergangenen Jahren die Opfer von Straftaten mehr in den Blick des Staates geraten. Sie sind mit eigenen Rechten versehen worden und dienen der Justiz nicht mehr nur als Beweismittel im Prozess. Aber selbst für die Bewertung der Zeugenaussage des Opfers leistet dieses Buch einen wertvollen Beitrag. Denn ich kann nur beurteilen, was ich auch verstehe.

Rolf Naujok, Celle, Geschäftsführer der Stiftung Opferhilfe Niedersachsen
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Lust auf mehr, 12. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Trauma und Justiz: Juristische Grundlagen für Psychotherapeuten - psychotherapeutische Grundlagen für Juristen (Gebundene Ausgabe)
Auf dieses Buch haben sicher auch viele KollegInnen gewartet. Die rechtstaatlichen Denk- Strukturen von Justitiaren und die Besonderheiten von Straf- und Zivilprozessordnungen sowie ihre Auswirkungen auf Opfer sind prägnant und vor allem für Therapeuten inhaltlich und sprachlich verständlich vermittelt. Trotz der Schwere der Thematik belastet das Buch beim Lesen nicht. Der aufgelockerte Seminarstil macht die schwere Kost leichter verdaulich.
Das Buch macht Lust auf mehr. Der Bereich Trauma für Juristen könnte in einem zweiten Band gerne umfassender ausgearbeitet werden.
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