Pressestimmen
"Beckett stand in seinem dritten Lebensjahrzehnt, als er diesen Roman schrieb, der natürlich von allen Verlegern jener Periode so taub wie blind abgelehnt wurde. Seine erstmalige Veröffentlichung macht ihn zu einem äußerst wertvollen Geschenk in dieser Sauregurkenzeit des Lebens und des Schreibens; ein wunderbar junger Roman voll jugendlichen Renommierens, voll gelehrsamer Protzerei dann, wenn er versucht, Joyce zu über-joycen. Er sollte laut gelesen werden; am besten in Gegenwart einer Person des anderen Geschlechts." (George Tabori)
Kurzbeschreibung
"Traum von mehr bis minder schönen Frauen" ist ein pikaresker, unflätiger, philosophischer Bericht über des jungen Mannes Belacqua ungestüme Suche nach der eigenen literarischen und persönlichen Identität; das überschäumend virtuose, mit Sprachen, Zitaten und Anspielungen jonglierende, teils sehr quälerische, teils überaus komische Buch eines Genies. Eine extreme Herausforderung für den Übersetzer, Wolfgang Held, der über den Roman schreibt: "Es ist ein erstaunlich ausgeformtes, höhen- und tiefentrunkenes, zynisch-saturnisch schillerndes, psychotisch-satirisch-puritanisch-faunisches Werk, voll subtiler Vulgarismen und Sophismen, und der ganze spätere Beckett steckt in diesem wombtomb in Belacquas fauler Haut, die da unterm Felsen in Dantes Purgatorium zusammengerollt die Chance vertut, am Engel vorbei durch die Himmelspforte zu schlüpfen; auch daß er ein Lautenmacher war im historischen Florenz, findet ein Echo bei Beckett: es ist ein ungemein musikalisch fein strukturierter Text."