Trauer muss Elektra tragen, setzt die ursprünglich griechische Atridensage in die Moderne. Hilflosigkeit gegenüber dem Schicksal und das letztendliche Scheitern, sich dagegen aufzulehnen werden gekonnt beschrieben.
Lavinia, ihrem Vater treu ergebene Tochter findet heraus, dass ihre Mutter Christine den verehrten Vater Ezra betrügt. Vater und Bruder kehren vom Krieg heim und Lavinia stiftet ihren Bruder Orin zum hinterhältigen Mord an Adam Brant, dem Geliebten der Mutter an. Christine hat zuvor mit Brant's Hilfe ihren Ehemann erfolgreich vergiftet, findet aber von Schuld und Angst vor dem Skandal keine Ruhe. Als sie vom Tod Brants erfährt richtet sie sich selbst.
Lavinia und Orin versuchen die Vergangenheit hinter sich zu lassen und glücklich zu werden, aber das Schicksal lässt sich nicht betrügen.
Ein sehr gutes Buch, das mitreißt, zu Tränen rührt, Wut schürt und Mitleid mit den Protagonisten aufkommen lässt.