Rüdiger Siebert in DEUTSCHES ALLGEMEINES SONNTAGSBLATT
»Doch die Lust am Lesen ist es nicht allein, die der Reihe so viele Freunde brachte. Der Spaß beginnt bereits, wenn man einen Band in die Hand nimmt: Büttenumschlag, leinengebunden, ausgestattet mit zeitgenössischen Bildern und Landkarten; alles liebevoll und sorgfältig gemacht.«
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Kurzbeschreibung
Dem Weltverkehr schlug vor ungefähr 100 Jahren eine neue Stunde: im Sommer 1903. Mit der Aufnahme des regulären Eisenbahnverkehrs auf der so genannten Großen Sibirischen Bahn konnte man von Russlands Hauptstadt Moskau bis zu den Pazifikhäfen Dalnij und Wladiwostok fahren und weiter mit dem Schiff bis nach Schanghai. Seit diesem Zeitpunkt war es möglich, auf Schienen von Berlin nach Sibirien und Asien zu reisen. Als der Journalist Eugen Zabel im Kursbuch der Deutschen Reichsbahn davon erfuhr, schmiedete er sofort Reisepläne. Als einer der Ersten, nutzte er die Strecke - seine Erlebnisse, den Luxus und die Tücken der Reise und seine Einschätzung über die künftige Bedeutung der bis heute längsten Bahnstrecke der Welt schildert er in diesem wundervollen Reisebericht.
Über den Autor
Eugen Zabel wurde 1851 in Königsberg geboren und starb 1925 in Berlin. Schon in seiner Jugend verfasste er Gedichte, nach seinem Umzug in die Landeshauptstadt arbeitete er als Journalist und Schriftsteller. Nicht selten nahm er sich dabei russischer Themen an, sei es in einem Roman über Katharina die Große oder einem Essay über Leo Tolstoi. Er knüpfte enge persönliche Beziehungen zum Zarenreich und unternahm mehrmals ausgedehnte Reisen durch das Land. Die Nachrichten über die Eröffnung des Regelzugverkehrs auf der Großen Sibirischen Bahn im Juli 1903 faszinierten ihn derart, dass er unverzüglich seine Koffer packte.