Kurzbeschreibung
Bei der Suche im Internet bietet sich dem Nutzer eine exponentiell wachsende Informationsflut. Um sich darin zurechtzufinden, gibt es Hilfsprogramme wie Suchmaschinen oder Informationsagenten: Sie sind die neuen sensiblen »Gatekeeper« unserer digitalen Informationsgesellschaft. Die Sortierkriterien, nach denen etwa eine Suchmaschine die Resultate einer Anfrage präsentiert, sind jedoch höchst unterschiedlich und für den Nutzer nicht erkennbar. Daraus ergeben sich zwei Probleme: Die Wahrhaftigkeit bzw. die Validität der Suchergebnisse ist nicht eindeutig festlegbar. Dies erschwert dem Nutzer, sich bei der Suche zurechtzufinden. Außerdem ergeben sich daraus Probleme hinsichtlich des Jugendschutzes: Bei der Eingabe unverfänglicher Suchbegriffe kann es passieren, dass Suchmaschinen die (jugendlichen) Nutzer in verfängliche Bereiche des Internets führen. Die Autoren analysieren vor diesem Hintergrund die Tricks und Funktionsweisen von Suchmaschinen, zeigen anhand einer exemplarischen Studie den dringenden Handlungsbedarf und entwickeln Empfehlungen, wie ein objektiver und transparenter Zugang zu Informationen im Netz gewährleistet werden kann.
Über den Autor
Dr. phil. Marcel Machill ist Dipl.-Journalist und McCloy Scholar an der John F. Kennedy School of Government der Harvard University in Cambridge, USA. Er hat in Paris und Dortmund Journalistik und Psychologie studiert. 1997 Promotion zum Dr. phil. am Lehrstuhl für Medienpolitik und Medienökonomie in Dortmund. Er hat von 1994 - 1997 als Lehrbeauftragter am Institut für Journalistik in Dortmund gearbeitet und zahlreiche Artikel in wissenschaftlichen Fachzeitschriften sowie zwei Bücher veröffentlicht.