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Transit: Roman
 
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Transit: Roman [Taschenbuch]

Anna Seghers , Sonja Hilzinger
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 290 Seiten
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (1. Dezember 1993)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746651530
  • ISBN-13: 978-3746651538
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 11,6 x 2,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 41.332 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Anna Seghers
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Weltweit sind Menschen auf der Flucht -- wir kennen die Bilder aus dem Fernsehen. Was es jedoch heißt, sein Zuhause verlassen zu müssen und andernorts nicht willkommen zu sein, ist mir durch Anna Seghers Roman Transit klargeworden.

Seghers verarbeitet darin ihr eigenes Flüchtlingsschicksal: Schon 1933 vor den Nazis aus Deutschland nach Paris geflohen, mußte sie 1941 auch Europa verlassen. Eindringlicher als andere Romane über diese Zeit, etwa Lion Feuchtwangers Exil oder Klaus Manns Der Vulkan, schildert Seghers die Angst der Flüchtenden und deren verzweifelte Suche nach einem Land, das bereit ist, ihnen Asyl zu gewähren.

Im Zentrum des Romans steht ein aus dem KZ nach Frankreich Entflohener, der namenlos bleibt. Über Rouen und Paris gelangt er nach Marseille, das nach der Besetzung Frankreichs 1941 Sammelbecken für zahlreiche Emigranten wird. Gleichmütig beobachtet er zunächst die verzweifelten Versuche der Flüchtlinge, Visa, Transitscheine und Schiffstickets zu erhalten. Erst als er eine Frau kennenlernt beginnt er selbst die Odyssee von Behörde zu Behörde. Zermürbende Bittgänge zu zynischen Beamten, um rechtzeitig alle Papiere zu bekommen, bevor die "Montreal" ausläuft...

Der Titel Transit ist dabei doppeldeutig -- damit ist nicht nur das wichtige Formular gemeint, mit dem andere Länder Flüchtenden die Durchfahrt erlauben, sondern auch der Zustand der Heimatlosigkeit. Ein Thema das leider auch am Ende dieses Jahrtausends aktuell bleibt -- ein lehrreiches Buch, für uns, die wir bequem und sicher in Mitteleuropa leben.--Gudrun Christoph

"Transit gehört zu den Büchern, die in mein Leben eingreifen, an denen mein Leben weiterschreibt, so daß ich sie alle paar Jahre zur Hand nehmen muß, um zu sehen, was inzwischen mit mir und mit ihnen passiert ist."--Christa Wolf

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Transit
OA 1944 DE 1948 Form Roman Epoche Moderne/Exilliteratur
Vor dem Hintergrund ihrer eigenen Emigrationserlebnisse schildert der Roman von Anna Seghers auf bewegend-dokumentarische Weise die tragischen Lebens- und Schicksalswege der Verfolgten des Nationalsozialismus im besetzten Frankreich des Jahres 1940/41. Transit überzeugt gleichermaßen als politische Stellungnahme gegen den faschistischen Terror wie als Klage über die seelisch-existenziellen Folgen der Vertreibung ins Exil.
Inhalt: Im Mittelpunkt von Transit steht – wie in dem ersten Roman der Autorin über die Zeit des Nationalsozialismus Das siebte Kreuz – ein junger deutscher Arbeiter, der aus einem Konzentrationslager nach Frankreich fliehen kann, dort aus der Internierungshaft entkommt und in Paris untertaucht. Nach der Invasion deutscher Truppen im Sommer 1940 gelangt Seidler, wie sich der Deutsche nennt, zufällig in den Besitz der Habseligkeiten eines Toten, darunter ein gültiges Einreisevisum für Mexiko. Die Flucht führt den Protagonisten weiter nach Marseille, das damals Tausende Emigranten beherbergte, die von dort Europa Richtung Übersee zu verlassen hofften. Im Gewimmel der Flüchtlinge, die sich verzweifelt und zumeist aussichtslos um Ausreisemöglichkeiten bemühen, lernt der Romanheld die junge Deutsche Marie kennen – die Ehefrau des Mannes, durch dessen Selbstmord Seidler mit Personalpapieren versorgt wurde. Seidler, der sich den Emigrantenkreisen gegenüber distanziert verhält, verheimlicht Marie den Tod ihres Ehemanns, wird jedoch ihr und ihrem Geliebten erfolgreich Visa und Schiffspassagen beschaffen. Seine eigene Ausreise bereitet Seidler trotz guter Aussichten allerdings nurmehr unzureichend vor: Er hat eingesehen, dass jede Weiterflucht sinnlos ist, taucht auf dem Land unter und schließt sich dem französischen Widerstand an. Das Emigrantenschiff, auf dem sich Marie befindet und das auch Seidler hätte befördern sollen, wird auf dem Atlantik versenkt.
Aufbau: Wie Das siebte Kreuz wird auch der Aufbau von Transit maßgeblich durch Seghers’ ausgefeilte Episodentechnik bestimmt, die eine umfassende und überzeugende Darstellung der Existenzbedingungen in der Emigration ermöglicht. Um den Protagonisten und Ich-Erzähler gruppiert die Verfasserin eine Vielzahl von Figuren, deren tragische Einzelschicksale zusammengenommen alle Facetten des »Lebens auf der Flucht« widerspiegeln. Dabei konzentriert sich Seghers einerseits darauf, das Elend der Emigration als unmittelbare Folge des europäischen Faschismus, vor allem des deutschen Nationalsozialismus, anzuklagen. Andererseits veranschaulicht die Autorin auf diese Weise, dass der Gang ins Exil für die Betroffenen – neben allen materiellen Nöten – zugleich den unumkehrbaren Verlust ihrer bisherigen Identität bedeutet. Wie der Alltag der Emigranten von der menschenunwürdigen, meist erfolglosen Jagd nach rettenden Transit-Visa bestimmt ist, verformt sich das Dasein der Flüchtenden zunehmend zu einer ewig-vorläufigen, sinnbildlich »transitorischen« Existenz, die die Grenzen der eigenen Persönlichkeit schließlich unaufhaltsam verwischt.
Wirkung: Der 1944 auf Englisch, 1945 auf Spanisch und erst 1948 auf Deutsch erschienene Roman gilt bis heute als eines der authentischsten und eindringlichsten Werke der Exilliteratur. Als überzeugende Symbiose von antifaschistischem Engagement, dokumentarisch vermittelter Augenzeugenschaft und künstlerischer Ambition trug Transit maßgeblich zum Renommee von Anna Seghers bei. T. S.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein großartiges Buch, 16. Juni 2008
Marseille 1940. "Nun stell Dir vor, du hast es erreicht. ... Dein Visum, dein Transit, dein Visa de sortie. Du bist reisefertig. Du hast Dich von deinen liebsten Menschen verabschiedet. Dein Leben hinter Dich geworfen. Du denkst nur an das Ziel. Du willst endgültig an Bord gehen." Der namenlose Protagist führt uns in ein Marseille der wartenden Menschen, alle haben nur ein Ziel, auszureisen... Die Stimmung wird - aufgrund der eigenen Erfahrungen von Anna Seghers, sie verarbeitet ihr eigenes Flüchtlingsschicksal - sehr authentisch eingefangen. Man sieht sie vor sich stehen, die Schlangen wartender Menschen vor den Konsulaten, die, die zusammenbrechen, weil ein Stempel verweigert wird, die, die sich von ihren Angehörigen verabschieden. Großartig geschrieben, (leider) immer noch aktuell, absolut empfehlenswert.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen "Transit ist ein Buch zum Aufatmen", 4. Mai 2000
Von 
Ralph Bisschops "Ralph" (1050 Brussels, Belgium) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Transit: Roman (Taschenbuch)
Es tut wohl die Stimme jener Deutschen zu lesen, die dem Nazi Regime ein eindeutiges Nein entgegengehalten und aus der deutschen Sprache die Kraft des Widerstands geschöpft haben. Der richtige Gedanke, dass der Mensch in einer Sprache wohnen kann, ist leider von einem Philosophen (Heidegger) ausgesprochen worden, der während des Hitler-Regimes die falsche Seite gewählt hatte. Bei Anna Seghers ist Wohnen in der Sprache jedoch kein leeres Wort. Es ist die einzige Rettung in einer Zeit, in der Deutschland unbewohnbar geworden war. Das Buch handelt vom Leben in der Emigration, von einem jungen Mann, der in Südfrankreich eine neue Heimat gefunden hat. Heimat ist eines, Sprache ein anderes. Das Buch ist geschrieben in einem Stil, der in seiner Schlichtheit einen mit der deutschen Sprache vielleicht sogar versöhnen könnte. Die zahllosen Versuche zu beweisen, dass der Nazismus den Deutschen im Grunde fremd war, klingen verlogen und unüberzeugend. Beim lesen von "Transit" würde man glauben es sei wahr; empfindet man mit der Autorin, dass sei gar kein Deutsch, was von diesen "grüngrauen Jungs" gebrüllt wurde. "Transit" ist ein Buch, bei dem man unwillkürlich aufatmet. Dr. Ralph Bisschops, Brüssel
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Hinreißend, 6. Februar 2004
Von 
Michael Kahnt (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Transit: Roman (Taschenbuch)
Ich habe das Buch gerade zu Ende gelesen. Es ist hinreißend und genial geschrieben. Gleichzeitig ist es einfach in seiner Sprache, was nur von Vorteil ist.
Das Buch fängt etwas träge an mit der Flucht des Erzählers aus dem Lager nach Paris. Doch dann kommt er nach Marseille. Und alles ist anders. Man glaubt in der Reihe vor dem mexikanischen Konsulat zu stehen, vor der Schranke des amerikanischen Reisebüros zu warten, in einem schäbigen Cafe zu sitzen. Man ist mittendrin im Geschehen. Dabei ist der Geschichtenerzähler in all der Hektik und Aufbruchstimmung ein ruhender Pol. Bis er selbst vom Fieber erfaßt wird. Aber nur kurz. Am Ende wendet sich alles für ihn. Das Buch ist ein beeindruckendes Werk über die Zustände damals. Lesenswert für jeden.
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