Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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59 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Die Hasbro-Spielzeuge schlagen wieder zu..., 10. November 2009
Während die Autobots gemeinsam mit den US-Streitkräften die Erde von den Resten der Decepticons befreien, bereitet sich Sam Witwicky (Shia LaBeouf) seinen Wechsel aufs College vor und damit die räumliche Trennung von den Eltern, Bumblebee und seiner Freundin Mikaela (Megan Fox) vor. Aber dieser scheinbare Friede ist trügerisch. Die Decepticons rüstet indessen zum Gegenschlag. Irgendwo auf der Erde ist ein obskurer Schlüssel versteckt, der den Zugang zu einer mächtigen Waffe ermöglicht. Die einzige Hoffnung der Menschheit ist der gut gesinnte Optimus Prime und seine Autobots. Gemeinsam ziehen sie in eine epische Schlacht um diese Wunderwaffe...
Regisseur Michael Bay liefert mit "Transformers - Die Rache" einen für das Massenpublikum generierten Popcorn-Film ab. Lief der erste Film umsatztechnisch sehr erfolgreich, ist es die logische Konsequenz, dass ein Sequel natürlich möglichst noch mehr Umsatz generieren soll. Hierzu wird auf die Elemente gesetzt, die bei jedem Sequel eines Blockbusters in den letzten Jahren die Kassen haben klingeln lassen:
- noch mehr und noch spektakulärere Effekte werden entwickelt, die jeden Zuschauer in ihren Bann ziehen sollen (dabei wird nicht ein Gedanke daran verschwendet, dass auch Effekte irgendwann ihren Reiz verlieren könnten, weil sie inzwischen zum Grundrepartiore eines jeden Blockbusters gehören)
- der Bösewicht aus dem letzten Film kommt irgendwie zurück oder noch besser: Eine große Anzahl von Bösewichten wird aufgestellt, um damit die Ausweglosigkeit der Protagonisten schon möglichst früh zu suggerieren
- den Inhalt nur noch als losen Handlungsfaden weiterspinnen, auf Logik dabei am besten gänzlich verzichten, weil sie sich als Bremsklotz erweisen könnte im geplanten Effektfeuerwerk
- mit bekannten Gesichtern aus dem Vorgängerfilm arbeiten, die ihren Sympathiebonus in das Sequel retten, ganz egal ob dabei ihr Text auf eine DIN-A4-Seite reduziert wird
- sich potente Sponsoren suchen, die zahlungskräftig sind und sich freuen, wenn ihre "Produkte" im Film erscheinen (hier die US-Armee)
- die Zielgruppe sollte möglichst anspruchslos und leicht begeisterungsfähig sein
- ein Happy End darf natürlich auch nicht fehlen, egal wie schlecht die Chancen der "Guten" stehen und wie mächtig und überlegen die "Bösen" sind, um damit die Basis für das Sequel vom Sequel zu legen
Hierbei wundert es nicht, dass die Gier nach "noch mehr" und "noch gewaltiger", als Schuss nach hinten losgehen kann. Denn viele Sequels entpuppen sich doch leider oft als heiße Luft.
Bei Michael Bay neuestem Werk wird hingegen der Vorgängerfilm nicht nur übertroffen, nein, er fliegt förmlich in die Luft. Sicherlich ist Michael Bay nie dafür bekannt gewesen, in seinen Filmen auf das Feintuning zu achten. Hauptsache es war laut, abgedreht und hat viel Krach-Bumm gemacht. Ein schier fanatischer Wunsch nach Unterhaltungskino ist dabei nicht zu übersehen gewesen und was eignet sich dafür nicht besser als spektakuläre Effekte die jegliche Grenzen sprengen. Seine Rechnung, dass computergenerierte Formen und Effekte den Inhalt ersetzen können, mag grundsätzlich den Massengeschmack treffen und hat auch mich bei seinem ersten Transformers-Film wunderbar unterhalten. Nur diesmal schießt er mit "Transformers - Die Rache" gewaltig über das Ziel hinaus.
Aber nicht nur das, dazu gibt es bei Michael Bay diesen schier unerträglichen Hang seine Faszination für Patriotismus (welcher bei Hollywood-Produktionen dieser Machart sicherlich noch nachvollziehbar ist) und Militarismus ausleben zu müssen. So bekam ich das Gefühl in der letzten Stunde des Films, einen mit Effekten überladenen Propagandafilm der US-Streitkräfte zu sehen. Wurde in früheren Filmen ein Panzer und ein Flugzeug per "Copy-&-Paste"-Verfahren massigfach kopiert, kommen in "Transformers - Die Rache" wohl sämtliche modernen Waffengattungen der US-Armee zum Einsatz, sei es zu Lande, in der Luft oder auf dem Wasser. Gepaart wird das Ganze noch mit dem schier selbstlosen Einsatz der "guten" Special-Forces, die nicht nur die Arabische (Schauplatz des filmischen Finales ist Ägypten), sondern auch gleich den Rest der Welt retten.
Warum ausgerechnet der Mittlere Osten als Filmschauplatz gewählt wurde, weiß wohl nur Bay und die Propaganda-Abteilung der US-Streitkräfte. Vielleicht eine Maßnahme um deren ramponiertes Image in der Region ein wenig aufzubessern. Das während der epischen aber komplett spannungsfreien Schlacht unter Ägyptens Pyramiden keine arabischen Streitkräfte zum Einsatz kommen (es tauchen zwar zwei jordanische? Hubschrauber auf, die aber nur einen sehr "kurzen" Auftritt haben) spricht für sich. Aber dafür werden hier konsequent die Effekte bzw. der kriegerische Aufwand auf die Spitze und darüber hinausgetrieben. So dass selbst meine Sinne irgendwann bei diesem Effektrausch kapitulieren. Meine Hochachtung schon jetzt an denjenigen, der im Wirr-Warr von zerberstenden Blech und Explosionen eine Stunde lang den Überblick behalten hat und sich auch nicht von der rennenden Megan Fox in Zeitlupe hat irritieren lassen ;o)
Wie schon beim ersten Teil wird zwar versucht durch den Einsatz von Humor, diesen reinen Kriegsfilm zu verharmlosen. Aber Anleihen an die "Gremlins" oder "Nummer 5 lebt" wirken mehr wie verzweifelte Versuche, für etwas Kontrast zu sorgen. Leider bleibt dabei ein gewisser bitterer Beigeschmack übrig, weil selbst die "witzigen" Momente keine Chance zur Nachhaltigkeit bekommen.
Aber es fängt ja alles so harmonisch-traurig an. Über eine Stunde lang bemüht sich Schulabgänger Sam Witwicky um den Einstieg ins College-Leben. Die Eltern sind schwermütig ihren einzigen Sohnemann ans College zu verlieren, Freundin Mikaela schraubt konsterniert an Autos und Motorrädern herum und der gelbe Camaro alias Bumblebee kann auch nicht glauben, dass er in der Garage zurückbleiben muss. Am College entpuppt sich Sams neuer Zimmergenosse als Verschwörungstheoretiker, der zufällig auch an die außerirdischen Roboter glaubt (im weiteren Verlauf hat er wohl den Part des "Spaßmachers" inne, der leider im Effektfeuerwerk nie wirklich witzig wird). Während Sam anfängt unter "Hallos" zu leiden, entpuppt sich eine der College-Schönheiten als Decepticon (das diese menschliche Formen annehmen können, kannte ich bis jetzt nur von den Terminatoren ;o) ), der nach Sams Wissen und seinem Leben trachtet. Damit endet dann auch die relativ langatmige Einführungs- und Vorbereitungsphase und die Geschichte nimmt an Fahrt auf und mündet in obig schon umschriebener Materialschlacht.
Was die darstellerischen Leistungen betrifft, sind die eigentlich nur Bays lästiges Übel. Megan Fox, wirkt unheimlich "natürlich". Jede Szene mit ihr, wirkt dermaßen gestellt und fotoristisch übertrieben, dass hier nur ein Ziel erreicht werden sollte: Die Konzentration sämtlicher männlicher Sinnesorgane auf ihre Rundungen und die mit Schichten von Lipgloss übermalten Angelina-Jolie-Gedächtnis-Lippen. Bei aller gestellter Optik hat dann aber wohl niemand mehr daran gedacht, dass die Dame in den zwei Stunden Film auch mal schauspielern darf. Shia LaBeouf hat zwar eine wirklich wichtige Rolle inne, nur leider kommt er nie zur Entfaltung, denn sogar bei ihm verzichtet Michael Bay auf großartiges Schauspiel und füttert ihn höchstens mit irgendwelchen altklugen oder platten Sätzen. Was nicht so oft vorkommt, weil der Junge meistens wie ein verschreckter Schuljunge durch die Gegend rennt und ich nur darauf gewartet habe, dass er dabei noch ruft "ohne Opfer, kein Sieg" (Zitat aus Transformers 1). Aber es ist auch kein Wunder, dass Michael Bay "Dialoge" offensichtlich als unnötige und zeitverschwende Basics für einen Film sieht, lässt er doch lieber Computeranimationen sprechen, sofern er sie nicht gerade in die Luft sprengt.
Die Hoffnungen der Fans auf einen möglichst spektakulären Popcornfilm werden mit "Transformers - Die Rache" trotz einiger Längen sicherlich überfüllt. Irgendeinen Anspruch besitzt das Werk nicht, die Logik sucht man vergebens. Der normalsterbliche Zuschauer auf der Suche nach guter Unterhaltung wird dagegen buchstäblich aus dem Wohnzimmer geschossen. Der Film punktet sicherlich bei seinem jugendlichen Zielpublikum. Aber jeder der zu mindestens etwas mehr haben möchte, als teeniehaftes und propagandistisches, wie völlig überladenes Effektkino, dem sei an dieser Stelle von diesem Werk abgeraten.
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16 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Toller Sound mehr nicht...., 9. November 2009
Zunächsteinmal muss ich sagen das ich den ersten Teil sehr gut finde und inzwischen x mal angesehen habe.
Leider wird das bei dem 2. Teil nicht der Fall sein.
Ich Frage mich was sollten denn die möchtegern Witzeleien. Diese nervigen Eltern über die man im ersten Teil ja noch schmutzeln konnte sind jetzt nur noch nervig. Genauso wie diese beiden Roboter oder der ehemalige Chef von Sektor 7. Dieser Möchtegernhumor hat mich nur genervt. Achja und dann kommen diese Super,Mega tollen immer unter Einsatz ihres Lebens kämpfenden und immer gewinnenden super übertriebenen patriotischen Amerikaner. Musste das sein. Das wirkt alles so kitschig und aufgesetzt.
Positives kann ich nur über diesen gigantischen Sound berichten und natürlich die FX Effekte.
Insgesamt kann man sagen das sich Michael Bay in diesem Film voll und ganz auf Special Effects verlassen hat. Aber so ein Film braucht immer noch eine halbwegs brauchbare Story und ordentliche Dialoge. Die fehlen hier leider komplett.
Also wer seine Heimkinoanlage den Freunden mal demonstrieren will ist hier gut aufgehoben alle anderen müssen diesen Film nicht gesehen haben.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Der Vorgänger wird spielend unterboten, 21. November 2009
Michael Bay hat mich mit diesem Film doch irgendwie überrascht. Denn nach dem ersten Auftritt der Transformers hatte ich eigentlich gedacht, selbst der Pyromane könnte keinen Film drehen, der noch infantiler, noch blöder und noch zurückgebliebener sein könnte. Weit gefehlt, denn Transformers 2 ist ein knapp 2,5 Stunden langes Stück Dreck, welches den grenzdebilen Vorgänger noch einmal unterbietet.
In der ersten Stunde passiert nicht gerade viel, außer das einem ausnahmslos alle Protagonisten auf die Nerven gehen. Sam (Shia LaBeouf) hat es im ersten Teil noch geschafft, irgendwie sympatisch naiv zu wirken. Diesmal ist er noch noch ein zappelnder Vollpfosten. Megan Fox ist eigentlich nur da, um möglichst oft scharf und als Lipgloss-Model in Szene gesetzt zu werden. Nicht schlecht für einen wie Bay, dem nur beim Anblick von Militärgerät und Explosionen einer abgeht. Ganz geht der Plan aber nicht auf, denn Megan Fox gibt als Schauspielerin nichts her und ist so austauschbar wie zwei identische Gläser gefüllt mit klarem Wasser.
Sams Eltern, Agent Simmons und der Rest sind so mies wie im Vorgänger und gingen mir ebenso wie der Rest der Charaktere gnadenlos am Allerwertesten vorbei.
Kurtzman/Orci beweisen einmal mehr, daß sie als Kinoautoren zum Bodensatz der Branche gehören. Wurde das unterentwickelte Star Trek Drehbuch noch von der Teils gelungenen Besetzung einigermaßen zu Erträglichkeit kaschiert, ist das Script zu Transformers 2 nur noch hirntötend. Beim primitiven wie peinlichen Humor ist ordentlich fremdschämen angesagt, ansonsten bietet der Film wieder dumme Dialoge, eine konstruierte Pseudo-Story, eindimensionale und sinnlose Figuren, mangel an dramaturgischer Logik, ausschweifende Glorifizierung der amerikanischen Streitkräfte, pathetisches Geschwurbel, und jede Menge Product Placement. Das alles ist so belanglos und uninteressant, daß einem hinterher kaum noch Details der angeblichen Story einfallen, die überhaupt erwähnenswert wären. Was vielleicht aber daran liegen mag, daß man das Gesehene möglichst schnell wieder verdrängen möchte. In Erinnerung bleibt primär der rammelnde Roboter, aber das auch nur, weil der Peinlichkeitsfaktor so hoch ist.
Nach der uninteressanten ersten Stunde folgt der uninteressante Rest der schließlich mit einer vollends uninteressanten, aber leider nicht enden wollenden Zerstörungsorgie. Ehrlich gesagt habe ich den Film immer wieder mal schneller laufen lassen, damit ich es bald hinter mir habe. Praktischerweise kann man nichts verpassen, da der Film storytechnisch nichts bietet und für so wenig Inhalt mindestens 50 Minuten zu lang ist.
Dumm, peinlich, ein Desaster.
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