Aus der Amazon.de Redaktion
Ich habe mir ein Auto gekauft. Am Ende war das Ding ein Alien-Roboter. Wer hätte das gedacht?, kalauert Sam Witwicky, der Held und der menschliche Mittelpunkt in Michael Bays ausgelassenem Roboterkampf-Spektakel Transformers. Witwicky (der charmant-durchgeknallte Shia LaBoeuf, der an den jungen John Cusack erinnert) ist der perfekte Kontrapunkt zu der beinahe durchgängigen rasanten Action. Die Handlung ist simpel: ein Bürgerkrieg von Aliens (die Autobots gegen die bösen Decepticons) verlagert sich auf die Erde, und der junge Sam befindet sich aufgrund seines neu erworbenen, aufgemotzten Camaro plötzlich mittendrin. Denn dieses Auto kann denken - und hat ein Bewusstsein, denn es handelt sich dabei um den noblen Kriegsroboter namens Bumblebee. Die Effekte, vor allem die umwerfenden Verwandlungen der Roboter in ihr irdisches Erscheinungsbild und wieder zurück, sind überirdisch. Fans des vorhergegangenen Films und der Fernsehserie werden dank dieser zeitgemäßen Neuinszenierung begeistert sein, aber diese Version sollte eigentlich allen Fans spannungsgeladener Action gefallen. Regisseur Bay würzt den Film noch mit Anspielungen auf solche Meilensteine der Popkultur wie Indiana Jones und der Tempel des Todes, King Kong und den frühen Technik-Thriller War Games - Kriegsspiele. Die Schauspieler sind - obwohl sie gegenüber den Robotern nur wie Nebendarsteller wirken - gut besetzt, darunter der umwerfende Josh Duhamel als Sergeant der US-Armee, der einen Feind bekämpfen soll, mit dem er nie gerechnet hätte, Jon Voight als knallharter, aber sympathischer (und überforderter) Verteidigungsminister und John Turturro, der als Geheimagent immer noch selbstbewusst schleimig wirkt, obwohl er nur in Unterhosen dasteht. Aber der Film gehört eigentlich Bumblebee, Optimus Prime und dem hinterhältigen Megatron - und all den wilden Stunts, die sie überall auf der Welt veranstalten. Es leben die Transformers! --A.T. Hurley
Produktbeschreibungen
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Keine Frage, diese HD-DVD ist das beste, was Ihren augen und Ohren passieren kann. Wenn auch keine neuen Schärferekorde erreicht werden, so ist Transformers in seiner Gesamtheit die neue Referenz und ist ein Muss für jeden HD-DVD-Kunden. Alle Blu-Raykäufer werden sehr traurig sein, dass es diese Superscheibe nur auf HD-DVD gibt.
Bild: Die HD-DVD zeigt sehr hohe Schärfewerte, die sich in feinen Strukturen der Transformers und Mustern in Kopfstützen besonders zeigt. Das letzte Quentchen an Detailabbildung wird aber nicht geboten. Die Höchstwertung wird aber im Bereich Kontrast erreicht, denn hier ist schwarz wirklich schwarz. Dank perfekter Ausleuchtung ist auch in Nachtaufnahmen nicht nur das Haus im Vordergrund, sondern auch gleich noch der ganze Strassenzug zu erkennen. Dabei leuchten die Farben im schon typischen Michael Bay Look, ganz so, wie man es schon bei Armageddon gesehen hat. Gelegentlich grieselt es ein wenig und für kurze Zeit in kontrastreichen Momenten (01:12.55, 01.18.20). Artefakte wie Blockbildung oder Nachziehen sind der Disc ein Fremdwort und Danke großer Kapazität kommt es mit Ausnahme der kurzen Rauscher nie zu irgendwelchen digitalen Störeinfüssen. Stets ist das Bild wie ein Gemälde an der Wand stabil und von großartiger Ruhe.
Ton: Beim Sound macht Transformers keine Kompromisse. Zu solche einer Zerstörungsorgie gehört massiver Einsatz aller Kanäle inklusive des Subwoofers. Und der darf sich über 2 Stunden lang richtig austoben. Egal ob beim Angriff (39.25) oder der genialen Poolszene (01.01.00), was hier an Dynamik aus den Lautsprechern gelassen wird, reicht für eine Krankschreibung. Spätestens ab 01.59.00 wird dann zum Sturmangriff auf die Trommelfelle geblasen. Denn ab hier geht es über eine volle Viertelstunde lang dermaßen basslastig zur Sache, dass man Angst um den Tieftöner haben muss. Raumeffekte von den Seiten und hinten gibt es natürlich ebenfalls en masse und mit ebenfalls großer Wucht (31.50). Kleines Manko ist jedoch, dass bei Musikeinlagen die vorderen Kanäle beim Filmton zu leise sind und ein - bei der Filmatmosphäre - leicht dumpfer Ton entsteht. Ohnehin ist die Aussteuerung klar leiser als bei anderen Titeln und auch im Vergleich zum drückenden Einleitungsmonolog.
Extras: Der Hauptfilm enthält einen Regiekommentar von Michael Bay, der wieder einmal viel, ja sehr viel zu erzählen hat. Man merkt, wie sehr er seinen Beruf auch lebt. Der Kommentar ist auch untertitelbar. Die Bonusdisc enthält 3 Hauptbereiche (Unsere Welt, Ihr Krieg und Da steckt mehr dahinter), die sich ihrerseits in mehrere Kapitel unterteilen. Alles dreht sich um verschiedene Produktionsschritte und ist gespickt von sehr vielen Aufnahmen während der Dreharbeiten. Kein tumbes Interviewgeschnipsel, sondern 3xknapp 50 Minuten Hintergrundinfos mit Gehalt. Natürlich auch alles in diversen Sprachen untertitelbar. Sehr zu empfehlen ist die Doku "Vom Drehbuch in den Sand" in dem die vielen Schritte der Wüstenszene mit Skorponok stilvoll aufbereitet werden. Auch ist es möglich, während des Filmes via Bild-im-Bild, hier im Stil eines aus Kampfflugzeugen bekannten HUD (Head-up-Display) Hintergrundinfos zu erhalten. Sieht klasse aus. Wer seinen Player an das Web anbindet, erhält auch einige Zusatzinhalte, wie z.B. das Verfolgen der Transformers via GPS-Signal auf einer Karte. Auch nett: Schadensanzeigen und Zusatzinfos zu den Transformers. Eine Reihe von Eastereggs, z.B. über den Cameoauftritt von Michael Bay oder das Casting des Hundes Mojo sind hier zu finden. Aber Vorsicht: Gleich 2 Toshibaplayer (HD-EP 1 und EP 30) hatten mehrfach Erkennungsprobleme bei der Hauptdisc. Ein anderes Mal, während des Ladens des Menüs hakte sich bei beiden Playern die Software auf und die Player reagierten auf gar nichts mehr, so dass nur noch Stecker ziehen half. Dies könnte damit zusammenhängen, dass während des Ladens die Playtaste und/oder Menütaste gedrückt wurden. --movieman.de
MovieGod.de
Also einfach der Reihe nach.
Das wichtigste zuerst: Ist es der Actionknaller des Jahres?
Ja. Die Kämpfe der gigantischen Roboter bringen Schande über die putzigen Actionsequenzen, mit denen die anderen Filme in diesem Jahr die Kinnladen ihrer Zuschauer zu Boden schickten. Ich persönlich hatte mehr Spaß als bei Fluch der Karibik 3, Stirb Langsam 4 und vielleicht sogar mehr als bei Spider-Man 3.
Ist er kitschig?
Natürlich. Die Musik spielt so heillos übertrieben auf, dass man sich die subtilen Klänge eines Klaus Badelt herbeiwünscht - man könnte meinen, der Film bestehe aus 140 Minuten Showdown. Zudem ersaufen die letzten Minuten in einem pathetischen Sülzgesabbel, das dem einen oder anderen den Spaß glatt ein wenig verderben könnte. Mein Tipp: Wenn der ominöse Würfel seine Schuldigkeit getan hat, geht nach Hause - vielleicht spart Ihr sogar noch etwas bei der Parkgebühr.
Ist er halbwegs kohärent?
Erstaunlicherweise ja. Natürlich reiht auch Transformers genau wie die oben genannten Blockbuster Actionsequenz an Actionsequenz, und hier wie dort wird gerne mal der Sinn einer Szene für einen flachen Witz geopfert, doch im Großen und Ganzen bleibt der rote Faden intakt. Für die einzelnen Actioneinlagen gilt das allerdings nicht immer - die Schnitte sind zum Teil so schnell, dass man den Überblick verliert, wer genau gerade wem die Ölwanne abreißt.
Gott sei Dank stellt der wie immer göttliche John Turturro mit seinem hemmungslosen Overacting sicher, dass niemand das Ganze allzu ernst nehmen wird.
Ist es ein reiner Männerfilm?
Nun, dank Megan Fox, Rachael Taylor und ihren kurzen Klamotten gibt es für die männlichen Kinozuschauer wesentlich mehr Schauwerte als für die weiblichen, doch machen wir uns nichts vor: Es geht um Killerroboter, die die Erde angreifen und sich in Autos und Flugzeuge verwandeln - da werden die anwesenden Damen so sehr mit Augenrollen beschäftigt sein, dass jegliche Sixpacks auf der Leinwand ohnehin vergeudet gewesen wären.
Kurz gesagt: Wer der Idee etwas abgewinnen kann, über zwei Stunden lang Spielzeugen zuzusehen, die mit dreistelligem Millionenbudget ins Kino gebracht werden, wird einen Riesenspaß haben.
Wer nicht, der halt nicht.
Filmkritik von Felix "Flex" Dencker