Spacerace - Am 20. Juli 1969 landete Apollo 11 auf dem Mond: Neil Armstrong schrieb Geschichte, als er als erster Mensch den Monde betrat. Doch das war nicht der eigentliche Zweck dieser Mission, denn auf der dunklen Seite des Mondes stießen die Astronauten auf das Wrack eines Raumschiffs. Viele Jahre wurde dies geheim gehalten...bis heute.
Gleich vorweg, hierbei handelt es sich wie schon bei den Vorgängern um einen Michael Bay-Film. Ja ihr lest richtig, einen "Michael-Ich hau dir mit meinen Spezial Effekts in die Fre**e-Bay-Film" - Kurz, um einen Actionfilm der den Focus auf die Action legt. Kein emotionales Drama, kein spannender Thriller, keine aberwitzige Komödie, nein ein Actionfilm und wenn Michael Bay einen Actionfilm macht, dann ist da auch Action drin und das nicht zu wenig. Um es auf den Punkt zu bringen, das hier kommt einem Krieg der Welten-Untergangs-Szenario gleich und die Transformers legen nun ihren kindlichen Spielzeugtouch komplett ab.
Wer hier also ein tiefsinniges, seichtes, leicht Action-angehauchtes Filmchen mit rosa Taschentüchern und bunten Robotern erwartet wird auch im mittlerweile dritten Film der Hasbro-Roboter gnadenlos enttäuscht. Dennoch bietet >Transformers - Dark of the Moon< vor allem in der ersten Stunde für die Reihe verhältnismäßig viel Story, welche nicht mehr nur als Bindeglied für die Actionszenen dient, sondern sogar mit ein paar überraschenden Wendungen daherkommt und die Roboter gekonnt in unsere Welthistorie einbaut. Das bringt in jedem Fall ein wenig frischen Wind in die sonst so schmale Erzählstruktur, auch wenn sie hin und wieder ein wenig wirr erscheint und man sich einige Passagen getrost hätte sparen können. Im Prinzip lohnt es aber auch gar nicht sonderlich darüber nachzudenken, denn erstens dient datt eh nur der Unterhaltung und dieser Punkt verfliegt spätestens ab der zweiten Hälfte nahezu komplett, denn der Film transformiert sich in ein reines Actiongewitter.
Next Generation Animation, das war genau wie bei den Vorgängern mein erster Gedanke in >Dark of the Moon<, nach der Begegnung mit den rund 10 Meter hohen Robotern. War der erste Teil 2007 schon ein Pionier im CGI-und Actionbereich, legte der zweite Teil 2009 noch einmal eine Schippe oben drauf. Die Roboter wirkten dank des Mixes aus Echtzeit-Aufnahmen, unglaublich guten Kameraperspektiven und der tollen Animationen noch echter und waren nur noch sehr selten als Animation auszumachen. Michael Bay bzw. die kreativen Köpfe hinter dem Ganzen, ILM (Industrial Light and Magic) gelingt mit >TF3< das unglaubliche, denn alle Beteiligten stellen ihre bisherigen Arbeiten an Optimus Prime und Co. in den Schatten. Egal ob Licht-Schatten-Farb-und Spiegelungseffekte, Abschürfungen oder Zerstörungen am Metall, den Bewegungen und ihren Sounds, die einzelnen Bauteile oder der Gestik der Roboter, hier wurde die Qualität nochmal um gefühlte 100% gesteigert und alles wirkt noch fotorealistischer und noch atemberaubender als in den Vorgängern. Doch leider stehen sich die tollen Effekte auch irgendwann ein wenig selbst im Weg und stehlen sich gegenseitig die Show, da sie in der zweiten Halbzeit so sehr die Überhand gewinnen, das dieses Wow-Gefühl auf Grund der nie enden wollenden Menge an immer größer werdenden Explosionen und Effekten zum Teil verfliegt, was unheimlich schade ist. Das ist jedoch meckern auf höchstem Actionniveau.
Hoch qualitativ sind natürlich auch wieder die einmaligen Aufnahmen und Zerstörungen der Kulissen, die Kameraperspektiven die einen Bay-Film so besonders machen, der Sound und, naja der berühmte visuelle Michael Bay-Stil eben, welcher den Zuschauer mitten in die Action bringt und auf eine Reise der Transformationen mitnimmt. Das macht Transformers eben zu Transformers und einen Michael Bay-Film zu einem Michael Bay-Film. Um es kurz zu machen, es ist ein Hochgenuss für Auge und Ohren. Allein schon die Szenen mit dem einstürzenden Hochhaus, die grandios inszenierte Jagd auf dem Highway oder allgemein die Kämpfe und Zerstörungen in Chicago sind absolut einmalig, bombastisch inszeniert, technisch perfekt umgesetzt und genau für solche Momente liebe ich Hollywood und vor allem Michael Bay.
Das ganze Spektakel wird natürlich auch wieder von einem wahnsinns Score unterstützt, welcher perfekt jede Szene musikalisch untermalt und nicht selten in Kombination mit den wahnsinns Bildaufnahmen Gänsehaut-Momente hervorruft. Hier ist die Musik nicht nur nette Dreingabe, sondern häufig sogar der heimliche Star. Wenn sich zb. die Transformer eine beeidruckende Verfolgungsjagd auf einem Highway liefern oder sich Optimus in Zeitlupe durch die Straßen Chicagos kämpft und zusätzlich von den Klängen des Score`s begleitet wird, kann man das nur noch als episch und ganz ganz großes Kino bezeichnen. Hierfür zeichnet sich übrigens abermals Steve Jablonsky verantwortlich, der Komponist des Ganzen.
Der Cast rund um Sheia...Shiua...Shia LaBuff...LaBeouf...Sam...sticht abgesehen von Rosie Huntington-Whiteley, die neue an Sams Seite, ebenfalls durchweg positiv hervor und wirkt durch seine Ergänzungen wie John Malcovich sehr erfrischend. Keiner bleibt auf der Strecke oder im Schatten seines Drehpartners und nahezu alle liefern eine tolle, wenn auch stellenweise recht eigenartige Leistung ab und harmonieren als großes Ganzes. Oscar-Niveau darf und sollte man hier selbstverständlich nicht erwarten. Megan Fox ist bei >Transformers 3< übrigens nicht mehr mit von der Partie und wurde durch Rosie Huntington-Whiteley ersetzt. Lippenmonster, so nannten sie viele im Kino aufgrund der Tatsache, da ihre Oberlippe auf Grund der enormen Größe fast die Nasenspitze berührte (am besten zu sehen im SLS). Lippenmonster...oder Schlauchboot fand ich auch ganz witzig. Naja egal, jedenfalls passt die gute Rosie so gar nicht in dieses, ja ich nenne es mal Krieg der Welten-Transformers-Szenario. Dieses permanent in Szene gesetzte Modepüpchen mit ihren übergroßen Lippen, welches ständig in mitten verschwitzter und blutender Soldaten in Modeklamotten (welche sie selbst als Entführungsopfer zu wechseln weiß) und High Heels um ihr Leben rennt, hätte man sich absolut sparen können, denn sie kann erstens: einfach und definitiv nicht Schauspielern und zweitens: harmoniert sie nicht mit Shai...Scheia...Shia...mit Sam. Sicher, die Leistungen von Megan Fox waren auch nicht unbedingt Oscarreif, aber sie passte wenigstens zum Hauptakteur und vor allem ins Gesamtbild, denn sie brachte immerhin ein wenig Natürlichkeit und glaubhaften Pepp mit ins Spiel. Und auch wenn der Cast toll ist, sind die eigentlichen Stars natürlich wieder die Namensgeber rund um Optimus Prime, welcher wohl der mit Abstand edelmütigste nicht menschliche Charakter der Filmgeschichte ist.
Die Laufzeit von rund 157 Minuten klingt natürlich erst einmal ziemlich ordentlich (ist übrigens der längste Teil der Trilogie), wurde aber sehr gut ausgenutzt und gereizt. Im zweiten Ableger zogen sich manche Stellen etwas in die Länge, das ist hier aber meiner Meinung nach nicht mehr der Fall. Man wird durchweg auf höchstem Niveau unterhalten, auch wenn der Anfang stellenweise etwas beknackt wirkt.
Was sich aber sofort von den Vorgängern unterscheidet ist der Aufbau und vor allem die Größe des Films. Gab es in Teil 1 und 2 immer einen Mix aus Action-Story-Action-Story, so kommt der dritte Teil mit einem etwas anderen Konzept daher. Hier wird man mit einer starken Action-Sequenz begrüßt, doch dann überwiegt lange Zeit die Story und kommt nur mit wenigen Actionschnipseln daher, bis man dann ab der Mitte ungefähr nonstop mit Action unterhalten wird. Das wird Vielen sicher sauer aufstoßen, da einem der Beginn ziemlich langezogen und das Ende zu vollgepackt vorkommen könnte. Mir gefiel es zur Abwechslung mal ganz gut, denn das brachte frischen Wind in den Gesamtablauf und den Storyaufbau.
2D-BILD:
Wie zu erwarten war lässt Paramount bei der Blu-ray die dicken Geschütze erneut auffahren und das Bild ist wie bei Teil 1 und 2 seiner Zeit, auf Referenzniveau -> gestochen scharf, plastisch, sauber und Glasklar, farb-und kontrastreich, toller Schwarz-und Tiefenwert, detailliert bis ins kleinste Eck und besonders Farben wie Blau, Rot oder Orange kommen Bay-typisch besonders kräftig rüber. Die verwendeten original Filmbilder von damals, welche zu Beginn des Films zur Unterhaltung beitrugen, wurden übrigens in ihrer ursprungs-Optik beibehalten. Das heißt bei diesen Szenen verändert sich sowohl das Bildformat, als auch die Qualität (Körnchenstreuung). Hier versagt also nicht die Blu-ray, nein die Körnchenbildung ist so gewollt.
SOUND:
Der Ton überzeugt dagegen leider nicht auf ganzer Linie -> er ist zwar durchweg sauber und klar abgemischt und besonders die Sounds sind wieder klasse integriert und abwechslungsreich gestaltet - jedoch leider nur in laschem 5.1 Dolby Digital und somit absolut nicht mehr auf Höhe der Zeit. Hier empfiehlt sich in jedem Fall der um welten kraftvollere 7.1 DT-HD O-Ton, denn dieser ist einfach nur Wow!
SPRACHEN:
7.1 DT-HD - Englisch
5.1 DD - Deutsch / Italienisch / Französisch / Spanisch
UNTERTITEL:
Deutsch / Englisch / Schwedisch / Dänisch / Finnisch / Norwegisch / Italienisch / Französisch / Spanisch / Holländisch
3D-BILD:
Qualitativ überzeugte mich die 3D-BD auf ganzer Linie.
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