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Transformation.
 
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Transformation. [Taschenbuch]

Justina Robson
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 478 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe; Auflage: 1 (2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404243463
  • ISBN-13: 978-3404243464
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 12,6 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 285.073 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Anjuli O'Connell, die ein Gedächtnis wie ein Roboter hat, steht eine harte Zeit bevor: Ihr Freund ist im Begriff, sich seinen größten Traum zu erfüllen – er will seinen Verstand in einen Computer übertragen. Doch damit nicht genug: nebenbei muss Anjuli ein Geheimnis lüften, das alles Wissen über künstliche Intelligenz und das Menschsein in Frage stellt Und zu allem Überfluss haben ihre Vorgesetzten sie zur Sachverständigen im größten Prozess des Jahrhunderts bestimmt. Allein ihre Aussage könnte ein globales Technologie-Imperium zu Fall bringen. Wie gesagt: Das wird wirklich eine harte Zeit ...

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
die Intelligenz der Maschine 23. Februar 2006
Mit „Transformation“ – der deutsche Titel ist im Vergleich zum poetischen und passenden Original „Silver Screen“ sehr unglücklich gewählt – legt der Bastei Verlag nicht den neusten Roman der britischen Science Fiction Autoren Justina Robson vor, sondern ihren ersten Roman. Viele Themen – moralische Bedenken entmenschlichter Forschung, die Frage nach dem Unterschied zwischen künstlicher und menschlicher Intelligenz und die Auseinandersetzung mit den Vorurteilen und der Angst vor der herrschsüchtigen Maschine – finden sich schon in ihrem Debütwerk. Sie wird in den folgenden Büchern wie „Mappa Mundi“ und „Die Verschmelzung“ diese Handlungsstränge sehr viel detaillierter, aber nicht unbedingt effektiver wieder aufnehmen.
Dieser Frage geht die Autorin – für einen Erstling nicht ganz uneigennützig – aus der Ich- Perspektive der emotional beeinflussten und deswegen nicht objektiven Ich- Erzählerin Anjuli O´Connell nach. Sie arbeitet als Psychater für künstliche Intelligenzen. Obwohl diese sich seit vielen Jahren loyal gegenüber den Menschen verhalten haben, gelten sie als Grenzgänger. Sie erreichen zwar juristisch fast menschlichen und nicht mehr sachlichen Status, aber die Grenzen sind schwammig. Der Katalysator der kommenden Ereignisse ist der Tod/ Selbstmord Roys, eines Mitglied ihrer Gruppe. Anscheinend hat er einer künstlichen Intelligenz zur Flucht aus einem der Konglomerate geholfen. Wie im Cyberpunk streben die multinationalen Konzerne inzwischen unabhängige Kleinstaatenregelungen an und versuchen sich so, ungewünschten politischen und natürlich auch juristischen Einfluss zu entziehen. Diese Handlungsebene wird im Laufe der Ereignisse immer wieder aufflammen, allerdings kann sich die Autorin nicht gänzlich für eine Position entscheiden. Sie vertritt den Standpunkt, dass insbesondere teure Forschung nur noch von großen Firmen unternommen werden kann. Diese haben gewisse Rechte auf die Ergebnisse ihrer Investitionen. Die Versuche staatlicher Kontrolle lehnt stellvertretend für die Autorin die Protagonistin ab. Auf der anderen Seite sucht sie die Hilfe der Justiz, um künstlichen Intelligenzen Menschenrechte zu geben. So effektiv und spannend mit sehr guten Dialogen diese Passagen auch sind, sie wirken eingebettet in ein umfangreiches Szenario ein wenig pathetisch. Der Leser wird das Gefühl nicht los, als wenn Robson diese Entwicklung als hilfreichen Ausweg aus ihrem festgefahrenen Szenario angesehen hat.
Dabei ist die Welt, die sie entwickelt hat, vielschichtig und weniger einseitig als der klassische Cyberpunk. Viele ihrer Figuren fallen in einen gewissen Neo- Realismus zurück. Sie lieben alte Filme und verhalten sich oft eher wie billige Plagiate der zweidimensionalen Figuren als überzeugende Menschen. Nicht umsonst versuchen die künstlichen Intelligenzen, zwischen diesen beiden Ebenen – Realität und Fiktion – einen Unterschied zu erkennen. Für sie stellt die Kraft, Geschichten zu erzählen, den Schlüssel zum Menschwerden dar. Robsons Welt ist eine technologisch gar nicht so fortgeschrittene. Bis auf den Bereich künstlicher Intelligenz und die stetig fortschreitende Eroberung des Sonnensystems leben ihre Protagonisten fast in der Gegenwart.
Das Interessante an diesem Szenario ist das langsame Einfließen moderner Technologie in unsere Gegenwart. Der Leser kann erkennen, wie Nanotechnologie Fuß fasst und sich eine neue Computergeneration etabliert. Diese Veränderungen werden subtil, aber intelligent beschrieben und lenken von der eigentlichen Handlung nicht ab. Robson macht auch nicht den Fehler, eine Geschichte zu erzählen, die nur als Science Fiction Story funktionieren könnte. Die Autorin fordert die Intelligenz ihrer Leser heraus und bemüht sich, aktuelle politische Entwicklungen – das Buch ist schon 1999 erschienen - mit kritischem Verstand und scharfen Auge in einem nachvollziehbaren Kontext zu bringen.
Justina Robson bemüht sich im Gegensatz zu den oft satirisch provozierenden Romanen Philip K. Dicks um eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema künstliche Intelligenz. Sie charakterisiert beide Seiten überzeugend. In einer fast klinisch reinen Atmosphäre tauschen diese ihre Argumente aus. Der Leser hat die Möglichkeit, trotz der verzehrten, persönlichen Perspektive beiden Parteien logisch zu folgen und sich mit Abstrichen ein eigenes Bild machen zu können.

Um den Kern des Romans herum platziert die Autorin mit Abstrichen eine interessante, leicht futuristische Welt. Diese ist nicht perfekt, aber für einen Erstling erstaunlich selbstsicher und überzeugend gezeichnet. „Transformation“ erhält viele überraschend lesenswerte Ansätze und wirkt sieben Jahre nach seiner Erstveröffentlichung nicht nur aktueller denn je, sondern auch intellektuell stimulierender. Es scheint, als ob sich unsere Realität und die zum Teil düstere Fiktion dieses Buches annähern.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Neubeginn 15. Juni 2010
Von jury HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Den Namen Justina Robson sollte man sich merken - mit "Transformation" hat die Autorin einen vorzüglichen SF-Roman vorgelegt. Nun ja - eigentlich ist es ein Frauenroman, denn Männer kommen fast nicht vor...

Die Ich-Erzählerin Anjuli kämpft mit Minderwertigkeitskomplexen, weil sie sich zwar alles perfekt merken kann, aber nichts versteht. Auch zwischenmenschlich könnte es besser laufen - die von ihr angehimmelten Geschwister Roy und Jane akzeptieren sie anscheinend gerade mal als drittes Rad am Velo.

Schließlich landen Roy als durchgeknallter, aber genialer Mathematiker und Anjuli ausgerechnet als KI-Psychologin in einer Forschungsabteilung des Nanotech-Giganten "OptiNet" und arbeiten mit der höchstentwickelten KI "901", während sich Jane in ein Alternativenkamp zurückzieht.

Eines Tages macht Anjuli eine grausige Entdeckung, die ihr ganzes Leben verändern wird.

Justina Robson lässt für uns eine ebenso faszinierende wie überzeugende Welt in naher Zukunft entstehen, in welcher sich die Geschehnisse quasi selbstverständlich entwickeln. Im Zentrum stehen die Überlebensstrategien hochintelligenter KIs, die vor dem höchsten Gericht um ihre "Menschenrechte" kämpfen, sowie die Schicksale von Freunden und Feinden der KI.

Auch für den Konzern "OptiNet" gibt es keinen goldenen Weg - man möchte "901" abschalten, aber längst bestehen unüberschaubare Abhängigkeiten.

Die Personen stimmen. Der schrill-geniale Roy ebenso wie das dicke, selfische Psychologinnen-Mädchen, das langsam lernt, die Welt zu verstehen. Mit unbändiger Phantasie wird die Welt des Romans ausgemalt. Dies geschieht dermaßen lebendig und detailgetreu, dass man sich fragt, ob das alles wirklich nur erfunden sein kann. Jeder, der schon einmal im Irrsinn eines Konzerns gearbeitet hat, wird sich köstlich über die fein beobachteten Paranoia-Strukturen bei "OptiNet" amüsieren - oder darüber weinen. Anjulis Vorgesetzte wäre ein Praliné für jedes Drehbuch.

"Transformation" bietet alles, was man sich von einem vorzüglichen Roman erhoffen kann - von der Existenzphilosophie bis zur knallharten Action. Schön wäre noch eine Liebesgeschichte gewesen, aber, wie wir von manchem Klassiker der SF wissen, ist dieses Thema nicht jedem Autor auf den Leib geschnitten.

jury 5* A0180 8.8.2010e 8 A
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Im Vordergrund stellt sich die Frage, ob eine künstliche Intelligenz "Menschenrechte" für sich beanspruchen kann. Aber dieser Science-Fiction-Roman, der teilweise an einen Krimi oder einen Spionagethriller erinnert, ist vielschichtiger: kann eine KI diese Ansprüche einfordern, wenn sie einem Unternehmen gehört, dass damit nicht einverstanden ist ? Wie können soziale Beziehungen zwischen Menschen und KIs funktionieren ? Muss eine KI eine Stimme im Neuralinterface sein, oder kann sie körperlich werden ? Wer diese Fragen interessant findet, wird sein Vergnügen an diesem Roman haben, der am Ende viel geradliniger und geschossener wirkt als man es sich in der Mitte vorstellen kann. Lesenswert !
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