In der heutigen vernetzten Welt der Computertechnik, insbesondere durch das Internet, kommt immer öfter die Frage auf, wie man sich und seine Daten vor fremden Zugriffen schützen kann. Der Fingerabdruck eignet sich besonders gut, da er ein einmaliges biometrisches Merkmal darstellt. Auf der Suche nach Fingerabdruck-Scannern findet man mittlerweile eine Vielzahl an Angeboten. Der Jetflash 220 ist besonders deshalb interessant, weil er auch als USB-Stick brauchbar ist und den Speicher somit gleich mitliefert. Außerdem bietet er auf den ersten Blick sehr interessante Features:
1. Autologin auf Webseiten per Fingerabdruck.
2. Eine Verschlüsselung beliebiger Daten mit 256 bit AES und Entschlüsselung per Fingerabdruck oder Passworteingabe
3. die Software muss nicht installiert werden, da sich der USB-Stick als CD-Laufwerk einbindet und die Software direkt von dort lauffähig ist.
Nun zu den Problemen, die auf den zweiten Blick zu Tage treten:
Zu 1: Der Fingerabdruck-Scanner erkennt nur sehr schwer Fingerabdrücke. Verglichen mit Fingerabdruck-Scannern von Lenovo ist die Erkennungsrate wirklich weniger gut.
Die Auto-Login-Funktion mit Fingerprint klappt nur bei wenigen Websites, da die Homepageanbieter oft technisch sehr unterschiedliche Wege der Authentifizierung anbieten und der Jetflash 220 scheinbar nur einige wenige abgreifen kann.
Zu 2: Die Verschlüsselung ist eine gute und auch fuktionierende Idee, allerdings sollte man sich beim Entschlüsseln nicht auf den Fingerabdruck-Scanner verlassen, sondern zusätzlich die Option "mit Passwort entschlüsseln" wählen.
Zu 3: Insbesondere in Unternehmen eignet sich diese Vorgehensweise nicht, da man die Funktion nur nutzen kann, wenn man einen Windows-Account als Administrator hat. Mit eingeschränkten Rechten funktioniert das Ganze leider nicht. An verschlüsselte Daten auf dem Stick ranzukommen ist damit unmöglich! Und besonders in Unternehmen wird häufig mit eingeschränkten Benutzer-Accounts gearbeitet.
Was mir an dem USB-Stick außerdem fehlt ist die Möglichkeit, sich per Fingerabdruck an Windows anmelden zu können. Aber vielleicht wird diese Funktion noch per Software nachgeliefert.
Postitiv anzumerken ist das Design des Sticks - der Fingerprintreader ist durch eine drehbare Abdeckung geschützt, auf diese Weise geht man auch dem Problem der ständig verloren gegangenen USB-Stick-Kappen aus dem Weg.
Von mir gibt es für das Produkt 2 Sterne - bleibt zu hoffen, dass demnächst neue Software für den Jetflash 220 auf den Markt kommt, die manche Schwachstellen aus dem Weg räumt.