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Wer beim hören der ersten Songs noch denkt: "Verdammt, was jault denn da so?", der wird spätestens beim lesen der Songtexte die wahre Intensität der einzelnen Stücke realisieren. Wie formulierte Rachel Bilson alias Summer noch gleich so schön in einer O.C.-Episode: "Klingt wie eine Gitarre und ein Haufen Gejammere." Dieses Image mag vorerst vielleicht sogar suggeriert werden, aber schließlich dominiert die unglaubliche Schönheit und Intimität der elf Songs. Harmonische Gitarrenkompositionen vermischen sich mit sanften Pianotönen und werden verfeinert durch die lyrischen Wunderkreationen von Frontsänger Ben Gibbard. Tiefsinnige und metaphorische Lyriks wie "Your heart is a river, that flows from your chest, through every organ. Your brain is the dam, and i am the fish, who can't reach the core" ("Lightness") sind auf dieser CD keine Seltenheit und machen sie zu einem Erlebnis der besonderen Art. Durch "Transatlanticism" taucht der Höhrer in völlig neue Welten ein und hat zu jedem der meist traurigen, melancholischen Lieder einen Bezug.
"Death Cab For Cutie" verzaubern mit dieser Scheibe den Zuhörer und seine Verfassung, lassen ihn durch Traumwelten schweben und in sein Innerstes blicken. "The Death Cab" ist ideal zum nachdenken und relaxen nach einem stressigen Tag... Stereoanlage an und genießen!
Überhaupt ist Transatlanticism ein wunderbar emotionales sowie melodisches Stück Musik, durchwoben von Melodiebögen und Zeilen, die dir von der Schönheit der kleinen Dinge erzählt, von Beziehungen, der Ironie des Lebens, Sehnsucht, der Schönheit einer im Nebel liegenden Vorstadt um 5 Uhr Morgens, wenn die Morgensonne den Tag mit sanftem Licht einläutet und du dies allein oder mit deiner Liebe an der Hand erleben darfst.
Zwar dauert es ein wenig, bis man sich in die subtilen und melodischen Kompositionen reingehört hat, denn rein oberflächlich könnte man dieses Album als belanglosen Gitarrenpop abtun, aber zwei bis drei Hördurchgänge später beginnt man instrumentale oder lyrische Details zu entdecken, verliebt sich in Melodieperlen oder lässt sich von den emotionalen Songs einfach mitreißen.
Highlights des Albums sind:
„Expo '86", welches ruhig beginnend, zum Refrain hin zu einem schönen Rocksong anwächst während Ben Gibbards mit einer wohltuenden Ironie das Warten auf einen Wechsel, das Ende des Kreislaufs abwartet und besingt. „And I have waited, the anticipation's got me glued, I am waiting for something to go wrong".
Der monumentale, achtminütige Titelsong "Transatlanticism" wird getragen von ruhigen, melancholischen Klavierklängen, der Atlantik entsteht in einem Lied, schafft Distanz zwischen den Menschen, trotzdem dringt nach und nach das Licht der Hoffnung in Form einer Gitarrenmelodie in den Song und Ben Gibbards singt von Sehnsucht „I need you so much closer".
In „We looked like Giants" wird mal der Verzerrer angeschaltet, von Gitarrenklängen und leichten Pianotupfern und vor allem Ben Gibbards außergewöhnlicher Stimme getragen, ist der vorletzte Song des Albums einer der rockigsten und mitreißendsten.
Alles in allem ein schönes Werk aus Gitarrenpop, leisem Rock, Emotionen, mitreißenden Melodien und Zeilen zum Nachdenken und Mitsummen. Wessen Popherz geht bei dem motivierten „Baa-baah"'s in „The Sound of Settling denn nicht auf? Musik für den Herbst... und für Frühling, Sommer und Winter eigentlich auch.
erinnert mich an eskobar, miles und sugur ros.
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