Den größten Teil der der 80er verbrachte Neil Young nicht bei seinem Stamm-Label Reprise sondern bei Geffen Records, die zu dieser Zeit auch z.B. Cher unter Vertrag hatten.
Dieses ist das erste Album, das Young für jene Firma vorlegte und gleichzeitig auch eines seiner umstrittensten. Der alte Hippie Young hatte nämlich den synthetischen Sound entdeckt. Bewies er in den 70ern, daß er einer der größten Singer/Songwriter seiner Generation war, tat er in den 80ern einiges, um diesen Credit aufs Spiel zu setzen.
Trans ist gewöhnungsbedürftig. Das vorneweg. Wer von Young ein Album im Stil von "Harvest"; "Rust never sleeps" oder auch "Are you passionate" erwartet wird enttäuscht. Nur wenige Songs, "Little thing called love" oder "Like an Inca", klingen noch einigermaßen nach Young. Seine Stimme hat er desöfteren durch einen Vocoder gejagt und auf diese Weise entfremdet. Läßt man sich aber darauf ein, haben Stücke wie "Computer Age" oder "Transformer Man" einen eigenwilligen Reiz, den eine ansprechende Melodie ist durchaus vorhanden.
Insgesamt ein Album für fortgeschrittene Neil Young-Hörer. Neueinsteiger sollten sich erst an seine Klassiker aus den 70ern und die klasse Werke aus den 90ern halten.