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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Für Leser und Läufer, 28. August 2008
Tatsächlich gab es 1928/29 die Bunion Derbies. Damals bekannt unter C.C. Pyle's International Trans-continental Foot Races. Organisator war der Sportpromotor "Cash and Carry" C.C.Pyle. Er hoffte, ein Vermögen damit zu verdienen und setzte einen ersten Preis von $25000 aus. Auch wenn nicht nur die besten Läufer angelockt wurden, so fand sich am 4. März 28 ein internationales Feld von 199 Läufern am Start in Los Angeles. Nach 84 Tagen beendeten 55 Läufer das Rennen am Madison Square in New York.
Angelehnt an dieses Rennen hat Tom McNab seinen Roman geschrieben. Ein Roman, der sicherlich viele, die das Laufen zu ihrem Sport gemacht haben, ansprechen wird. Mit klarer Sprache erzählt McNab die Geschichte der Teilnehmer, berichtet über ihre Herkunft und was sie bewogen hat, dieses Rennen zu laufen, dessen Stecke weiter ist, als je ein Läufer in seinen Trainigseinheiten geplant hat. Viele treten an wegen des Preisgeldes und weil sie sonst nichts zu verlieren haben und die meisten scheitern schon auf der ersten Etappe. Langsam kristallisiert sich ein Favoritenfeld heraus und neben den sportlichen Fakten, die sicherlich für Insider interessant sind, werden auch die Erlebnisse rund um die riesige Veranstaltung geschildert. Da gibt es politische Kräfte, die auf jeden Fall verhindern wollen, dass die Läufer ihr Ziel erreichen, persönliche Feindschaften, aber auch Freundschaften und so etwas wie Kameradschaft, die sich unter den Konkurrenten bildet.
Leider hat McNab bei der Handlung auf einige Klischees zurückgegriffen, und so erinnert sein Werk an die guten alten Road-Movies aus Hollywood. Es finden sich Protagonisten, die auf dem Weg zu sich selbst sind und es geht darum, einen Kampf gegen den eigenen Willen und den eigenen Körper zu kämpfen und natürlich dabei die wahren Werte in sich zu entdecken.
Auch bei der Auswahl seiner Charaktere und deren Herkunft und Eigenschaften hätte er ein wenig mehr Sorgfalt walten lassen können, denn diese Kombination verschiedener Helden hat es in vielen Filmen so oder so ähnlich schon gegeben. Man findet den schweigsamen, düsteren Typen, der nicht viel Worte macht, aber zur Stelle ist, wenn Hilfe benötigt wird, den weisen Alten, zu dem alle aufschauen, die gedrillten und humorlosen Hitlerjungen und die schwache und von allen bewunderte Frau, die es noch allen zeigen wird, genauso, wie den englischen Lord, der sich von seinem Butler am Rolls sein Essen servieren lässt.
Trotz dieser Schwäche er überzeichnet die Charaktere selten und so bleibt das Rennen und die abgeforderte Leistung im Vordergrund und bietet dem Leser gute solide Unterhaltung, denn dass, was auf und neben der Rennstrecke passiert ist manchmal tragisch, manchmal amüsant, oft spannend und immer interessant und auf keinen Fall langweilig.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Hier bin ich, sagte er. Und genau das tue ich. Ich laufe. Deshalb bin ich anders als ihr.", 15. Juni 2009
Mit "Trans-Amerika" hat Tom McNab einen atemberaubenden Wettkampf quer durch das Amerika der 30er Jahre niedergeschrieben und damit die pefekte Story "auf die Straße gebracht". Auf dem Gipfel der großen Depression im perspektivenlosen USA führt der längste Marathon der Geschichte von Los Angeles nach New York.
Angelehnt an eine wahre Begebenheit und zudem romantauglich verpackt hat der Autor eine solide Geschichte spritzig ausformuliert. Der temporeiche Roman ist voller heroischer Momente und fesselt von Anfang an. Das wunderbare Laufepos ist gleichermaßen packend wie mitreissend und jagt selbst dem größten Sportbanausen beim Lesen ein erwartungsvolles Schaudern über den Rücken; das Schaudern, das jeden Läufer bei einem Wettkampf erfasst.
Der Autor beschreibt die Ausdauer und Willenskraft der Sportler, die auf dem Hochseil ihrer physischen und mentalen Belastbarkeit balancieren und deren vorhandenen Teamgeist mit soviel Herzblut, daß das Buch keine Sekunde langweilig wird. Als Leser fiebert man mit den Läufern mit, sodaß am Ende des Romanes der Inhalt noch lange nachwirkt und es sich ein bisschen so anfühlt, als hätte man gute Freunde verloren.
Tom McNab, der selbst Leistunssportler und Trainer war, hat es geschafft, ein emotionales Buch über die zentralen Themen Laufen und Geld zu schreiben. Dabei bedient er sich einzelner Schicksale und Lebensumstände, die den Läufern Sympathien verschaffen und Leben einhauchen sowie den landschaftlichen Reizen der USA. Das eine oder andere vorgefertigte Klischee ist dabei keinesfalls störend und rückt beim Lesen völlig in den Hintergrund.
Und wie war im Roman so schön zu lesen:
"Sollten Sie also morgen irgendeinen alten Hasen in siebenhunderster Position und ohne Hoffnung auf einen Cent Preisgeld die Straße entlangzotteln sehen, denken sie daran: Er ist einer der Glücklichen. Denn er gehört zu jener auserwählten Menschenschar, die Amerika zu Fuß durchquert hat. Er ist ein Trans-American. Und das ist Auszeichnung genug. Denn werden Mühe und Leistung gewürdigt, ist jeder ein Sieger."
Jedem Leser, der eine Affinität zum Laufen hat, und/oder die USA mag, lege ich diesen Roman wärmstens ans Herz. Mit "Trans Amerika" hatte ich den besten Lesestoff seit Langem in Händen!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
ein Laufroman, ein Zeitportrait, ein ganz besonderes Buch, 18. September 2008
Ein wahnsinns Buch, eine grandiose Story! Während der Gro?en Depression im Jahre 1931 hat C.Flanagan eine Idee. Er will den Trans-Amerika-Super-Marathon ausrichten. Unzählige Menschen sind ohne Arbeit, ohne Geld, ohne Perspektive. Auf der ganzen Welt beginnen begeisterte zu trainieren und machen sich auf nach Los Angeles wo der Marathon starten soll. Die Preisgelder sind verlockend. Wir lernen den Schotten H.Mc Phail kennen, den Gewerkschafter Mike Morgan, J.Martinez aus Mexiko, K.Sheridan die erfolgreichste Frau und noch viele mehr. Jeder hat ein Ziel vor Augen und jeder kommt aus einem anderen Hintergrund. Ein paar wenige werden Freunde und Weggefährten und helfen sich gegenseitig die Strapazen zu überstehen, denn es gibt nicht nur Fürsprecher und Begeisterte.
Tom McNab ist ein wunderbarer Sportroman gelungen mit menschlichen und symphatischen Helden, vielen ?berraschungen und ein Teil wichtiger Geschichte.
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