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Trainspotting: Roman [Taschenbuch]

Irvine Welsh , Peter Torberg
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (38 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

1. März 1999
Sag ja zu Hypothekenraten, Waschmaschinen, Autos; sag ja dazu, bescheuerte Gameshows anzuglotzen, während du dir Junkfood in den Mund stopfst; sag ja zum langsamen Verrotten; sag ja zum Leben.

Das Kultbuch aus England endlich als Taschenbuch! Radikal und mit rabenschwarzem Humor erzählt Welsh von Hoffnungslosigkeit, Aggression und Lebensgier in der Vorstadthölle Edinburghs.


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (1. März 1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442436885
  • ISBN-13: 978-3442436880
  • Größe und/oder Gewicht: 18,3 x 11,6 x 2,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (38 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 115.511 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

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Man stelle sich ein kleines Land vor, das von seinem einzigen Nachbarland seit Jahrhunderten auf verschiedenartigste Weisen, aber stets energisch unterdrückt wird, in dem die Wirtschaft darniederliegt und die Leute frustriert sind. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, der Lebensstandard niedrig. Alkohol-, Rauchwaren- und Rauschdrogenkonsum suchen in Europa ihresgleichen, die Krebsraten auch. Da gibt es eine schnuckelige Bilderbuchlandeshauptstadt, in der sich Unmassen von Touristen tummeln und allsommerlich ein -- am internationalen Standard gemessen -- mittelmäßiges Kulturfestival stattfindet; den Rest des Jahres über herrscht kulturell toteste Hose. Umso erstaunlicher, daß Literatur in diesem Lande ganz besonders großgeschrieben wird und beinahe jeder Säugling sämtliche Werke der Nationalschriftsteller, Scott, Burns und Stevenson, auswendig hersagen kann.

Noch erstaunlicher, daß neuerdings ein vierter Name dazugekommen ist, der meist im gleichen Atemzuge genannt wird, obwohl er mit den anderen dreien nicht recht viel gemeinsam hat, und der deren Auflagenzahlen bald zu überflügeln droht.

Choose life. Choose a job. Choose a career. Choose a family. Choose a fucking big television. Choose washing machines, cars, compact disc players and electrical tin openers ... choose DIY and wondering who the fuck you are on a Sunday morning. Choose sitting on that couch watching mind-numbing, spirit crushing game shows, stuffing junk food into your mouth. Choose rotting away at the end of it all, pishing your last in a miserable home, nothing more than an embarrassment to the selfish, fucked up brats you spawned to replace yourself. Choose your future. Choose life... But why would I want to do a thing like that?

So beginnt bekannterweise die Verfilmung von Irvine Welsh' Erstlingsroman Trainspotting. Man nehme ein paar Filmemacher, die bereits im Vorjahr mit "Shallow Grave" die britischen Filmkassen gesprengt haben, eine satte Dosis Sex, Drugs and Rock 'n' Roll: schon hat man den Stoff, aus dem die Kultfilme sind. Eine Zutat nehme man noch, ohne die kein Kultfilm Kultfilm wird: eine Handvoll gängiger Klischees, und auch die sind im Film ordentlich enthalten, wie Regisseur Danny Boyle selbst zugibt. Weiterhin gibt er zu, diese selbst hineingeschmuggelt zu haben, da sie im Buch so nicht zu finden wären, und er würde sie selbst nicht mögen -- aber ohne ginge es nunmal nicht im Filmbusiness.

Und damit wären wir beim Buch, das in Großbritannien bereits Bestseller war, als die Verfilmung noch niemand gedacht hat: Neben den gängigen Klischees fehlen auch jegliche Tabus; ob Drogenexzesse, Sex, Chauvinismus, Krimi, Satire -- Irvine Welsh kennt weder Grenzen noch Kompromisse: Hartes Milieu, harte Typen, harter Humor, härteste Gangart, und dabei doch immer nur vom Feinsten. Ob da einer auf Turkey nach seinen halbaufgeweichten Opiumzäpfchen die Toilette durchwühlt, ein anderer für sein Leben gerne Bullterrier schlachtet, ein weiterer Jagd auf schwule Junkies macht und wieder einer sich bei seinem ersten Analverkehr eine Platzwunde am Kopf zuzieht, weil ihm Hände und Füße gebunden sind, Welsh' Figuren sind Karikaturen, aber doch solche, die aus dem Leben gegriffen sind, und wo genau die Grenze verläuft, weiß keiner. Ihre Namen sind übrigens, ebenso wie die Handlung, Nebensache; weitere Unterschiede zum Film, der zuweilen mehrere Charaktere und Geschehnisse zu jeweils einer Figur und einer Szene zusammenwurstet.

Was sollte ein solches Buch auch für eine Handlung haben? Junkies verbringen nun mal die Hälfte ihres Lebens damit, Stoff zu kriegen, und die andere Hälfte damit, von ihm loszukommen. Und am Ende sind sie alle clean und happy. Oder auch nicht, zumindest nicht bei Irvine Welsh, und außerdem sind die meisten Figuren im Buch eben gerade keine Junkies, oder wenn doch, dann nicht nur. Trainspotting ist kein Drogenbuch: Keine Botschaft, noch nicht mal eine sozialkritische Komponente. Es geht schlichtweg um ein paar arme Schweine, die einfach auch gerne ein bißchen leben. Davon, wie sie das machen, erzählt Trainspotting. Das Buch ist eine Ansammlung von Kurzgeschichten, die irgendwann in irgendwelchen Literaturzeitschriften erschienen und für die Buchform mit einem roten Fädchen umwickelt worden sind. Manche Figuren haben Namen, manche nicht, mal erzählen sie in der ersten Person, mal wird von ihnen in der dritten erzählt, mal sind es die gleichen, mal nicht, ständig wechseln sie ihre Launen, und ständig sind sie verschieden drauf. Chaos statt Systematik. Und gerade diese Hingerotztheit macht Trainspotting so extrem abwechslungsreich und lesenswert -- wie übrigens auch sämtliche anderen Bücher von Irvine Welsh. Wer des Englischen auch nur ein bißchen mächtig ist, sollte Irvine Welsh eigentlich im Original lesen, da der Edinburgh-Straßenslang weder beschreib- noch gar übersetzbar ist. --Dieter Lohr -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Irvine Welsh, geboren 1958, lebt in Amsterdam, London und Schottland. Mit seinem Debütroman "Trainspotting" und seinen Werken "The Acid House" und "Ecstasy" wurde Welsh in Großbritannien und in Deutschland zum Kultautor.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterhaltsame Milieustudie 20. März 2007
Format:Taschenbuch
Ich habe Trainspotting bereits mehrfach gelesen, und jedes Mal zieht es mich erneut in seinen Bann.

Die Geschichte wird aus ständig wechselnder Perspektive der verschiedenen Protagonisten erzählt. Sie spielt im Junkie-Milieu der schottischen Stadt Edinburgh und beschreibt Episoden des tristen, dekadenten Drogenlebens. Welsh benutzt dabei eine milieugerechte vulgäre Sprache, die dem Buch Glaubhaftigkeit verleiht und zugleich sehr amüsant ist.

Der Leser dringt tief in das Seelenleben der handelnden Akteure ein, lernt ihre Motive zu verstehen und entwickelt zwangsläufig eine wie auch immer geartete Form der Sympathie für sie. Auch wenn es keinen erkennbaren Handlungsstrang gibt, so bestechen doch Detailtreue und Wortwitz der einzelnen Kapitel. Außerdem ist das Ende des Buches dramaturgisch äußerst gelungen.

Trainspotting - ein Roman, der realistische Einblicke in die Junkieszene gestattet und gleichzeitig hervorragend unterhält. Mein Lieblingsbuch...
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker 17. April 2005
Von the_kai
Format:Taschenbuch
Das Buch hat eine Romanstruktur, die man erst nach dem 3. Kapitel versteht und eine Sprache, die nicht nur hart an der Grenze des Geschmacklosen balanciert, sondern diese mit großen Schritten überschreitet.
Aber man lässt sich darauf ein und befindet sich plötzlich mitten im Welsh-Universum. Man fühlt sich nach kurzer Zeit selbst schon ganz zugedröhnt und wird süchtig danach, jeden einzelnen Satz in sich aufzusaugen. Und das vollkommen legal...

Bestimmt nichts für zarte Gemüter, aber trotzdem (oder gerade deshalb) absolut lesenswert.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Warum schreibt einer ein hemmungsloses, respektloses, melancholisches, lustiges Buch über keine Lust zu Arbeiten, harte Drogen, Fixer, Junkies, Dreck und Trostlosigkeit, und die Leute wollen all das lesen? Wollen es wissen, finden es cool, amüsieren sich? Und es wird ein Bestseller draus, es wird verfilmt, es gibt eine erfolgreiche CD vom Soundtrack? Warum nicht auch gleich das Original-Fixerbesteck vom Hauptdarsteller als Merchandising-Artikel mit Original Siff an der Nadel? Alle sagen "dies ist ein wichtiges Buch", "dies ist ein gutes Buch", "das ist Kultur". Weil da einer ist, der mehr gewagt hat als andere. Der dem ganzen Elend noch einige Abgründe hinzufügt. Weil man es mal aus der Edinburgh-Perspektive betrachten sollte. Na gut, das war jetzt ein bisschen zynisch.
"Trainspotting", das ist ein lustiges Buch über ein trauriges Leben. Aber das macht nichts, denn was traurig ist und lustig, kommt schließlich immer auf die Haltung an. Gibt einem jedenfalls eine ziemlich gute Einweisung in Dinge, die man selber lieber nicht probiert. "Wenn ich nur nicht so lange damit gewartet hätte, ein Mensch zu werden. Aber lieber spät als gar nicht, das könnt Ihr mir glauben." Das Original hat Irvine Welsh 1993 geschrieben, das ist jetzt zehn Jahre her. Und obwohl das "wirklich große neue Talent" (The Herald) Welsh seither noch ein bisschen was produziert hat - an "Trainspotting" reichte nichts mehr heran. Eigentlich schade.
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5.0 von 5 Sternen das beste buch über heroin und drogen
lass ruhig deine kleine schwester "wir kinder vom bahnhof zoo" lesen oder schenk deinem spießigen cousin "engel und joe". Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von clemens rüdgershausen veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Toll
Das man diesen Film noch durch das Buch toppen kann, ist nicht gerade Alltäglich, aber es ist Wirklich so. Sehr zum lesen zu empfehlen!!!
Vor 18 Monaten von beethoven veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Knallhart und doch sehr menschlich
Ich bin hin und hergerissen - den Film habe ich vor etlichen Jahren gesehen und war etwas verstört. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. März 2011 von Skillseeker
4.0 von 5 Sternen starkes buch!!
Verwirrend, stark und sehr spannend geschrieben.
Eines der besten Bücher, das ich gelesen habe!
Es ist nicht leicht zu lesen, aber es lohnt sich!
Veröffentlicht am 12. März 2011 von Latindiamond
5.0 von 5 Sternen Das wahrscheinlich beste Buch dass ich je gelesen habe
Ja das ist es, da bin ich mir ziemlich sicher! Ich kannte zuerst den Film, und habe dann von meinen Eltern das Buch geschenkt bekommen (wenn die wüssten was sie mir da... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Dezember 2010 von Jasmin
5.0 von 5 Sternen ALLGEMEINBILDUNG
Wer dieses Buch gelesen hat, bedauert all diejenigen, die nur den Film gesehen haben. Es macht einfach Spass in den Köpfen der unterschiedlichen Protagonisten zu stecken. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. August 2010 von Robert Zimmerman
5.0 von 5 Sternen Drogen Trash auf schottisch
Wer Welsh liest, bewegt sich jenseits des Mainstreams und diesseits einer Sprache, derer sich nur die wenigsten zu bedienen wagen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. April 2010 von faustino888
2.0 von 5 Sternen Nimm die schlechteste Übersetzung der Welt, nimm sie mal tausend...
Naklar, "Trainspotting" ist einer der besten Filme, den die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts hervorgebracht hat, und der Roman ist noch zehntausendmal besser, da hier alle... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. August 2008 von Polygraph
5.0 von 5 Sternen absoluter favorit
tolles buch- toller film. was soll man dazu sagen? wer dieses buch nciht gelesen hat der verpasst wirklich etwas. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Januar 2008 von anarchistin
5.0 von 5 Sternen Beeindruckend
Ich habe einige Bücher von Irvine Welsh gelesen und muss sagen, dass Trainspotting für mich immer noch das Buch ist, das mich am meisten nachhaltig beeindruckt hat. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. November 2007 von Nasde
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