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Train Days: Auf Güterzügen durch die Weiten Amerikas
 
 
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Train Days: Auf Güterzügen durch die Weiten Amerikas [Gebundene Ausgabe]

Eddy J. Cotton , Jochen Schwarzer
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 316 Seiten
  • Verlag: Malik (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3890292534
  • ISBN-13: 978-3890292533
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 822.271 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Jochen Schwarzer übersetzt normalerweise die unheimlichen Thriller von Stephen King, was natürlich auf ein gewisses Renommee hindeutet. Für die deutsche Fassung von Train Days zeichnet er auch verantwortlich, wenngleich sich Eddy J. Cottons Erstlingswerk dabei in entscheidenden Aspekten vom internationalen Bestseller-Autor unterscheidet. Von den literarischen Qualitätsdifferenzen abgesehen handelt es sich hier erstens nicht um einen fiktiven Roman, sondern um eine Autobiografie des jungen Amerikaners und zweitens haben die Episoden des Herbstes 1991 nichts mit Horror im eigentlichen Sinne zu tun. Mit Romantik andererseits auch nicht.

Denn das Leben eines Tramps, der auf Güterwaggons quer durch die USA vagabundiert, ist alles andere als lieblich und einfach. Klingt das Aufspringen auf Güterzüge noch aufregend und abenteuerlich, so ist das mitunter tagelange Fahren in den "stockdunklen Verliesen" sowie die schwierige Essensorganisation und das sozial stark löchrige Netz wahrlich kein Zuckerschlecken. Allein die raue Sprache, die in einem Extra-Glossar erörtert wird und die versuchtermaßen möglichst nah an den Originalbegriffen bleibt, gibt diesbezüglich tiefe Einblicke und wird Jochen Schwarzer mitunter ganz schön gefordert haben.

Eigentlich geht es in dem auf Tagebuchnotizen basierenden Trip um eine Reise nach Mexiko, aber irgendwann merken sowohl Autor als auch Leser, dass es gar nicht auf das Ankommen ankommt. Schließlich ist der Weg das Ziel. Und auf dem können schon einmal monumentale Momente hereinbrechen. So berichtet Cotton von beinahe endlosen Augenblicken und fast religiöser Ergriffenheit, die er "da draußen" erfahren habe. Genau diese Spannung zwischen Realismus und Ekstase macht das Buch auch so interessant.

Trotz der manchmal etwas ungeschliffenen und nörglerischen Sprache ist Train Days ein empfehlenswerter Bildungsroman. In ungewohnter Vielfalt bietet er Einblick in eine Welt, von der sich viele gar nicht vorstellen können, dass sie existiert und die für manche der pure Horror ist. --Christian Haas

Kurzbeschreibung

Als Eddy Joe Cotton neunzehn war, ließ er an einem kalten Wintermorgen seinen alten Hippie-Vater in Denver, Colorado, zurück. Er wußte nicht, wo seine nächste Bleibe sein würde, nur, daß er gute Stiefel hatte und unterwegs sein wollte. Irgendwann springt er, ein Typ wie Johnny Depp, auf einen Zug, und mit dem Fahrtwind erfasst ihn ein Sog, der ihn zehn Jahre auf Güterwaggons durch die Weiten Amerikas driften läßt. Wie die Hobos, jene Arbeiter, die zur Zeit der Eisenbahnerschließung auf Achse waren, zieht er durchs Land, verdient zwischendurch Geld oder auch nicht.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
Von Redaktion Literaturtipp.com TOP 50 REZENSENT
Es gibt sicherlich komfortablere und auch weniger gefährliche Möglichkeiten zu reisen, dafür aber wird sich nur schwerlich eine andere Spielart der Fortbewegung finden, die es in punkto Verwegenheit und Abenteuergeist mit dem Trampen aufnimmt. Eine besondere Unterart - für manchen Zeitgenossen vielleicht auch Unart - ist hierbei das in den USA verbreitete "Entern" von Güterzügen, um mit ihnen durch die Weiten des Landes günstig von einem Ort zum nächsten zu gelangen. In seinem autobiographisch geprägten Werk "Train Days" nimmt uns Autor Eddie Joe Cotton mit auf seine erste Reise auf den stählernen Giganten, die auf den ihnen vorgezeichneten Schienensträngen ihre Fracht durch die Vereinigten Staaten ziehen.

Der Protagonist ist der junge Eddie Joe Cotton selbst, der, im zarten Alter von 19 Jahren, seinen alten Herrn nach einem Streit hinter sich lässt und hinaus zieht in die weite Welt. Sehr schnell muss er aber feststellen, dass mit den paar Dollar, die sich in seiner Tasche finden, kein großer Staat zu machen ist. Weder lässt sich damit das Frühstück im Motel bezahlen, noch das Motel selbst und schon mal gar nicht die Reise nach Mexiko, dem Land, von dem ihm eine vergilbte Postkarte Sonne, Glück und braungebrannte Señoritas verheißt. In dieser Lage trifft er schließlich den alten Alabama, einen so genannten "Hobo", der die letzten 40. Lenze seines Lebens auf Güterzügen verbracht hat, und der - so könnte man es ausdrücken - für ein bürgerliches Leben nicht mehr zu "resozialisieren" ist. Schnell kommt eins zum anderen, und bald sitzt der junge Ausreißer an der Seite seines neuen Mentors und Lehrmeisters in einem verrosteten Getreidewagen gen Süden.

Die Odyssee beginnt und endet vorläufig erst einige Wochen später in Las Vegas, wo sich Eddie Joe Cotton entscheiden muss, ob er zu seinem Vater zurückkehrt, oder sein gerade begonnenes Vagabundenleben fortführt. Dazwischen liegen Tage der Euphorie, aber auch der Verzweiflung; Stunden, an denen der Pioniergeist über das Heimweh siegt und andere, an denen der Junge sich wünscht, diesen Trip nie begonnen zu haben. Die Züge kriechen durch die sengende Sonne der Salzwüsten, überqueren die Rocky Mountains, stehen für Tage in gottverlassenen Orten des Mittleren Westens, in denen sich nicht einmal mehr Fuchs und Hase eine gute Nacht wünschen würden. Immer mit dabei: Die blinden Passagiere, die Tramps und Hobos, in deren seltsame Gemeinschaft Eddie Joe Cotton langsam hineinzuwachsen beginnt. Er trifft auf Vietnamveteranen, die, vollgepumpt mit Amphetaminen, ihren inneren Zwängen folgen und vor der Realität davonlaufen. In Obdachlosenunterkünften wird er beinahe verprügelt, an besseren Tagen sitzt er mit mexikanischen Wanderarbeitern auf einem Waggon und raucht den Stoff, aus dem Träume gemacht sind, während der Fahrtwind ihm das schmutzige Haar zerzaust und das sonore Geruckel der Räder auf den Schienensträngen sie in den Schlaf zu wiegen beginnt.

Das von Jochen Schwarzer aus dem Amerikanischen übersetzte Werk "Train Days" ist ein großartiges Stück Reiseliteratur der anderen Sorte. Eddie Joe Cotton führt den Leser ein in eine Gemeinschaft der Außenseiter, die im 21. Jahrhundert in einem der reichsten und fortschrittlichsten Länder der Erde ein Leben führen, wie es ihre Vorgänger beim Bau der großen Eisenbahnlinien ein Jahrhundert zuvor auch schon taten. Tatsächlich fühlt man sich mehr als einmal an die bekannten Werke eines Jack London erinnert, in dessen Geschichten der Pioniergeist der ersten Siedler und Goldsucher ebenso lebendig wird, wie die Rastlosigkeit der Hobos in "Train Days".

Die Sprache des gesamten Buches ist nüchtern und karg, harmonisiert dafür aber umso besser mit den seltenen Momenten, in denen für die verdreckten und übernächtigten Männer auf den Waggons im sprichwörtlichen Sinne die Sonne aufgeht. Eddie Joe Cotton erlebt auf seiner Reise Dinge, die sich kein Pauschalurlauber jemals zu träumen erdreisten würde. Selbsternannte Sheriffs bedrohen ihn des Nachts, Feldarbeiter teilen ihre Mahlzeit mit ihm und eine kesse Wasserstoffblondine sogar ihr Bett. Ein Leben, so grau in seiner Melancholie und gleichzeitig so bunt in seiner Vielfalt. Prostituierte sind ebenso ein Bestandteil dieses seltsamen Mikrokosmos am Rande der amerikanischen Yuppi-Gesellschaft, wie auch die in längst geschlagenen Dschungelkämpfen behafteten Vietnamveteranen und die Jugendlichen, die aus der Tristesse ihrer Elternhäuser auf die Straße fliehen. "Wild und frei wie die Kojoten streifen sie durchs Land", heißt es im Text einmal, aber das ist nicht ganz richtig, denn ganz und gar ungebunden sind sie nicht. Sie alle haben ihre Vergangenheit, an der sie wie der junge Eddie Joe Cotton hängen, sie alle haben noch Träume, für die sie all die Entbehrungen auf sich nehmen und ertragen - diese innere Zerrissenheit darzustellen ist wohl der größte Verdienst von "Train Days".

Zudem wartet "Train Days", das in den USA unter dem Titel "Hobo - A Young Man's Thoughts on Trains and Tramping in America" erschien, noch mit einigen grobkörnigen Schwarzweiß-Aufnahmen des Hobo-Daseins auf. Ein mehrseitiger Anhang, der die wichtigsten Begriffe aus der Sprache der Tramps in aller Ausführlichkeit erklärt, beschließt dann dieses faszinierende Werk.

"Train Days" ist ein literarisches Roadmovie der ganz besonderen Art, das den Leser mitnimmt auf eine Reise, die in ihrer Widersprüchlichkeit nicht eindringlicher sein könnte!
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
ein unwichtiges Buch 20. März 2009
Von F. Kluge TOP 500 REZENSENT
Das Buch von Eddy Joe Cotton, die seine Reise durch Weiten der USA als Hobo beschreibt, ist ein Buch, das niemand braucht.

Sein Schreibstil hat mich nicht überzeugt. Ich habe einfach nicht in dieses Buch gefunden und konnte mich auch nicht reinlesen.

Das Buch war für mich einfach nur langweilig und uninteressant geschrieben.

Ich rate jeden von diesem Buch ab.
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