Sofort nach der Ankündigung habe ich mir Trailerhead: Triumph bei Immediates Label Imperativa zusammen mit den Alben
Ante Diem von Marcello de Francisci und
Excelsius von Larry Groupé vorbestellt.
Ein paar Previev-Tracks wurden auf Youtube schon veröffentlicht, welche sehr vielversprechend waren.
So wurde mit "Mercurial" ein weiterer Mix von "Grand Inquisition" und "Mercutio" veröffentlicht (Nach "Mercutio - Epic Live" und "A Thousand Deaths" von Globus).
Dieses Lied ist eines der bekannteren auf dem Album, aber auch andere schöne Tracks erkennt man wieder: So gibt es mit "Tales Of The Electric Romeo" und "Sanctus Immortale" auch Versionen der Globus-Lieder "Europa" und "Doomsday", die diesmal ohne Sänger sind.
Manche Tracks sind verlängerte Versionen bekannter, aber bisher nie veröffentlichter Lieder. Dazu gehören unter anderem "Rex Imperium" (basierend auf "Rex Eternum"), "Pandoras Heaven" (basierend auf "Pandora"), "The Lords Shall Rule" (basierend auf "Lords Of The Realm").
Aus Immediates neuestem Release "Quantum", welches nur für die Trailer-Produktion gedacht ist (und selbst inoffiziell noch nicht den Weg in die Öffentlichkeit gefunden hat, so wie es z.B. mit "Trailerbeast - Heroes, Legends & Ogres passiert ist (auch nicht käuflich)), wurden auch neue Lieder eingebracht, die die Fans bisher auch noch nicht kannten. "Destiny Of The Chosen" und "How To Control The Dream" basieren auf "Quantum"-Tracks und sind eine große Bereicherung für das Album.
Trailerhead Triumph kam kurz nach
SkyWorld von Two Steps From Hell heraus und ich habe mit anderen Trailer-Musik-Fans schon diskutiert, welches der Alben denn nun besser ist. Das Ergebnis war ziemlich unentschieden, aber meine Wahl fiel auf Trailerhead Triumph, der in meinen Augen um Längen besser ist als Skyworld. Mit war Skyworld zu wenig abwechslungsreich und mir fehlten die eingängigen Melodien. Andere kritisierten beim Trailerhead Triumph wiederum, dass die Tracks erstens schon bekannt wären (was bei den meisten auch zutrifft) und dass sie gemischt wurden.
Immediate belässt die Tracks nicht beim Original, sondern erstellt verlängerte Versionen davon. Als Hardcore-Fan hört man natürlich sofort, wann eine Non-Choral-Version einsetzt und wann der Main-Track. "Rex Imperium" wurde sehr schön gemischt und mit einem tollen Intro ausgestattet, dennoch wurde das Lied als "Rex Imperium Reprise" im Urzustand von "Rex Eternum" gelassen. Ich weiß nicht genau warum, aber ich kann mir Vorstellen, dass Yoav Goren eine Alternative bieten wollte, falls dem bekannten Trailer-Musik-Uploader, der sich selbst "Rex Eternum" nennt, das Lied nicht gefällt...
Auch "Incensius" (basiet auf "Fahrenheit) wurde eigentlich im Urzustand gelassen, doch der Track klingt viel dumpfer und tiefer als das Original "Fahrenheit", welches eigentlich recht hell ist. Ich weiß nicht, warum das so ist und finde diese Änderung eigentlich unnötig. Komponiert wurde dieses Lied von Justin Skomarovsky, der auch "Falling Skies" (basiert auf "Catch The Falling Sky") geschrieben hat. Dieses Lied wurde nicht gemischt, sondern nur umbenannt.
Trailerhead Triumph bietet eine sehr große Abwechslung, da jedes Lied einen vollkommen eigenen Charakter hat:
"Destiny Of The Chosen" ist ein leicht abenteuerliches und sehr heroisches und mächtiges Lied,
"Journey To Glory" ist ein episches und heroisches Drama, welches schon in Globus'
Break From This World-Album Verwendung fand,
"Tales Of The Electric Romeo" ist eher fröhlich, behält aber dennoch einen sehr würdevollen Charakter,
"Battle For The Soul Of The Universe" basiert auf "The Mother Of All Battles" aus dem Album "Epic Choral Action 1" und ist enorm mächtig und wuchtig,
"Ode To Power" baut sich zu einem sehr kraftvollen Lied auf,
"State Of Endless Grace" ist sehr ruhig und langsam und besitzt einen eher traurigen Stil,
"Falling Skies" ist ebenfalls langsam, jedoch Genretypisch schwer einzuordnen, hat aber gegen Ende einen sehr kräfigen Chor,
"Rex Imperium" wurde durch einen schönen ruhigen ersten Part mit weiblicher Stimme ergänzt und hat generell einen eher dunklen (aber nicht bedrohlichen) Stil,
"Tears Of Blood" baut sich wieder im typischen Immediate-Stil auf und ist ein sehr kraftvolles Lied,
"A Nation Born" ist wieder etwas heroisches "uplifting" Drama, also eher schön und erhaben als dramatisch,
"Burden Of Atlas" fällt auch in die Kategorie "epic uplifting Drama", welches jedoch durch Geschwindigkeit und Drums mehr Kraft hat als "A Nation Born",
"How To Control The Dream" baut sich die komplette Spielzeit auf und gehört zu den schnelleren Liedern,
"Incensius" ist zwar auch schnell und kraftvoll, verliert durch das dunklere Erscheinungsbild aber etwas an Intensität - es ist dennoch sehr gut,
"Mercurial" bietet mit "Grand Inquisition" ein großartiges Intro und ändert sich mit "Mercutio" zu einem schnellen Hybriden,
"Excalibur" mutet ritterlich aber auch sehr cinematisch an und hat ein heroisches Erscheinungsbild,
"Ageless Empires" baut sich zu einem sehr kräftigen Track auf ("Basiert auf "Age Of Empires" aus dem Album "Epic Choral Action",
"Sanctus Immortale" ist ein Rock-Hybrid mit hoher Geschwindigkeit und starkem Chor,
"Pandoras Heaven" baut sich wieder auf, bekommt mit der weiblichen Solo-Stimme einen leichten Ethno-Charakter,
"Rex Imperium Reprise" bietet den etwas dunklen, eher dramatischen aber dennoch heroischen und würdevollen letzteren Part von "Rex Imperium",
"The Lords Shall Rule" ist ein sehr heroisches Drama, welches im Verlauf auch immer mehr an Kraft gewinnt,
"Novus Arcana" ist schnell, rockig, kraftvoll und etwas dunkel und bietet (wenn man die "Moniker-Remixe nicht hat bzw. mag) ein tolles Ende.
Die Moniker-Remixe sind nichts besonderes, aber dennoch kein Reinfall wie der "Guardians At The Gate - Access Denied Remix" von Audiomachine,
der in meinen Augen das bisher schlimmste Verbrechen an epischer Musik ist.
Trailerhead Triumph kommt in meinen Augen nicht ganz an
Trailerhead: Saga heran. Dieser hat zwar in Amazon aufgrund einer vollkommen unbegründeten negativen Bewertung keine fünf Sterne mehr, bestitzt aber mit "World On A String", "Darkness On The Edge Of Power" und "Fatum Plebis" die von mir bisher am meisten gehörten Lieder meiner Trailermusik-Sammlung (zu der im Grunde genommen jedes Album gehört, was es an Trailermusik gibt). Dennoch ist Trailerhead Triumph gespickt mit wunderbaren Liedern, von denen ich nicht ein einziges als "Flop" bezeichnen würde. "How To Control The Dream", "Destiny Of The Chosen", "Rex Imperium", "Tears of Blood" und "Mercurial" gehören zu meinen Lieblingen, aber am liebsten höre ich das Album komplett, denn in meinen Augen ist es ein Meisterwerk.
Trailerhead Triump ist jeden Cent Wert, aber ich möchte Ihnen auch Skyworld (das nicht so schlecht ist, wie es laut meiner Rezension vielleicht herüberkommt),
Chronicles von Audiomachine,
The Best of Brand X Music und
Epic Action & Adventure Vol. 8 - ES021 von Epic Score empfehlen, die ebenfalls sehr schön zum hören sind.