Es gehört zum Genre, dass man nicht unbedingt Sympathie mit den Opfern hegt ' meistens werden sie ja für ihren schlechten Charakter bestraft. Ungewöhnlich ist allerdings, dass die Killer so sympathisch sind: Die Untoten, die hier Jagd auf die Teenies machen, streiten sich zwischendurch und sorgen immer wieder für Slapstick-Einlagen und Lacher durch ihren derben Humor. Die Macher haben allerdings dafür gesorgt, dass dem Zuschauer das Lachen in den richtigen Augenblicken im Halse stecken bleibt, denn diese Untoten sind wirklich gemein. So kommen die Splatter-Fans durchaus auf ihre Kosten, müssen sich allerdings nach dem furiosen Einstieg, nämlich Normas Vorgeschichte, sehr lange gedulden, bis wieder Blut fließt.
Die Schauspieler sind gut gewählt, das gilt für die Teenager genauso wie für die Zombies und in ganz besonderem Maße für die Hauptfigur Norma, gespielt von Nicole Hiltz. Sie war eine exzellente Wahl, denn sie sieht toll aus und versteht die verschiedenen Facetten von Norma, die im Lauf des Films vorgestellt werden, gut darzustellen.
Die Maskenbildner haben in diesem Film mal wieder ganze Arbeit geleistet: An den Zombies ist nichts computergeneriert, an den Splatterszenen ebenfalls nicht. Das Set-Design ist ebenfalls gelungen, besonders weil an einem Originalschauplatz gedreht wurde: Aus dem Making-of geht hervor, dass ein Trailer Park gefunden wurde, an dem nicht mehr allzu viel verändert werden musste. Ein Leckerbissen ist die Musik: Neben treibender oder nervenaufreibender Schocker-Musik gibt es hier eine Menge düsteren Rock, der die Jagdszenen unterstützt und für eine cool-morbide Atmosphäre sorgt.
Das Making-of ist zwar das einzige erwähnenswerte Feature auf der DVD, aber es ist gelungen, beinhaltet auf 42 Minuten von der Entstehung des Films und den Hintergründen der 'Trailer Park of Terror'-Comics von Jonathan Bogner, nach denen der Film gedreht wurde, über die Dreharbeiten bis zu Interviews mit den Darstellern alles, was man sich wünscht. Und noch mehr: Am Ende erwartet den geduldigen Zuschauer eine gut zehnminütige Interviewreihe ' nicht mit den Zombie-Darstellern, sondern mit den Höllenkreaturen selber, und das ist wirklich amüsant, eine tolle Idee.
Teenie-Jagd zu Rock'n'Roll-Musik und genüssliches Gemetzel erwarten den Zuschauer bei 'Trailer Park of Terror'. Eine intelligente Splatter-Geschichte ' das ist beinahe ein Widerspruch in sich, und 'intelligent' soll hier auch nicht überbewertet werden. Humoriges Blutvergießen mit Zombies als Sympathieträgern und viel guter Musik: Wer von Splatterfilmen nicht ausschließlich das Zerhacken menschlicher Opfer erwartet, sondern auch Spaß und ein bisschen Liebe zum Detail und zu den Figuren, der ist gut beraten, sich diesen Film anzuschaffen. Horror ist hier zwar der Oberbegriff, aber die Haare stehen einem nur selten zu Berge. Aber deshalb ist es ja auch Splatter und nicht Gore.