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Trag immer 'ne saubere Unterhose
 
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Trag immer 'ne saubere Unterhose [Gebundene Ausgabe]

Marc Gellman , Peter Schwertner
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Frankfurter Neue Presse, 23. März 2002

Warum sagen alle, aber auch wirklich alle Eltern immer das Gleiche? Zum Beispiel "Sag immer bitte und danke", oder "Iss Gemüse", oder "Pinkel nicht ins Schwimmbecken". Kinder verdrehen genervt die Augen, die Erwachsenen haben das wenig erquickliche Gefühl, gegen eine Wand anzureden. Marc Gellmann ist so ein Erwachsener, und auch er glaubt and die Wichtig- und Richtigkeit gewisser immer gültiger Verhaltensregeln. Für KInder ab zehn Jahre hat er sich daran gewagt, den Langweilerkram aus der Welt der Großen für die, die erst groß werden, unterhaltsam aufzubereiten. Das birgt die Gefahren, sich bei den Kleinen anzubiedern oder in bieder-abschreckende Zeigefinger-Pädagogik zu verfallen. Zwischen beiden Abgründen balanciert Gellmann mit wenigen Ausrutschern gekonnt. "Trag' immer ne saubere Unterhose!" erhöht die Chancen, seinen Kleinen doch ein wenig Benehmen einzutrichtern.

Stadtkurier Freiburg, 8. Mai 2002

Ein kluges und witziges Buch für alle, die Kinder sind, Kinder haben oder sich ans Kindsein erinnern können!

Leipziger Volksezeitung, 11.Januar 2002

Nimm's leicht, ist der Tenor des Ratgebers für im Vollbad elterlicher Sorgensprüche ersäufte Sprösslinge. Welch' eine Wonne! Mit Augenzwinkern entlarvt Marc Gellmann die typischen Worthülsen und Schimpfkanonaden, die alle Kinder zu hören bekommen.

Kurzbeschreibung

'Trag immer 'ne saubere Unterhose', 'Pinkel nicht ins Becken', 'Iss dein Gemüse' - unausrottbar scheinen diese berühmten Ermahnungen in wirklich jedermanns Kindheit aufzutauchen. Und so sicher, wie jedes Kind sich darüber ärgert, ist es, dass es sie nur wenige Jahre später den eigenen Kindern ebenfalls auftischen wird. Was ist also dran an all diesen Sprüchen? Mit Humor und Lebensweisheit kommt das Buch ihrer geheimen Bedeutung auf die Spur ...

Der Verlag über das Buch

Die 'ewigen' Elternsprüche und was sie wirklich bedeuten: Unnachahmlich komisch erklärt Rabbbi Gellman ein paar Grundregeln fürs Leben. Ein wunderbar kluges und witziges Buch für alle, die Kinder sind, Kinder haben oder sich ans Kindsein erinnern können!

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

"Pinkel nicht ins Becken!

Du musst nicht unbedingt wissen, wie alles Moegliche funktioniert - Hauptsache, du weisst, wie du selbst funktionierst. Wenn du zum Beispiel einen Hot Dog gegessen und eine Cola getrunken hast und direkt danach schwimmen gehen willst, passiert Folgendes mit dir: Dein Koerper schickt deinem Gehirn eine Nachricht, und die lautet: SOFORT PINKELN!
Dein Körper schert sich nicht darum, ob du im Moment lieber schwimmen willst; den kümmert es nicht, ob die Toilette weit weg ist; dem ist egal, ob du auf dem Weg dorthin eine Gaensehaut kriegst. Für deinen Koerper zählt nur eines, und zwar das Pinkeln! Also musst du auf der Stelle entscheiden, ob du dich aus dem Becken schwingst, dich abtrocknest, zur Toilette gehst und dort dem Befehl deines Koerpers gehorchst... - oder ob du einfach ins Wasser pinkelst.
Dir fällt ein, dass deine Eltern dich ein ums andere Mal ermahnt haben: 'Pinkel nicht ins Becken!' Vielleicht haben sie noch hinzugefuegt: 'Kein Mensch schwimmt gerne in einem Klo!' Und jetzt stehst du im Becken und musst hier und jetzt entscheiden, ob du auf deine Eltern hören sollst oder nicht. Zeit zum Überlegen bleibt dir keine!
Der Entschluss fällt dir deshalb so schwer, weil es ja niemand bemerken würde, wenn du ins Becken pinkelst. Keine Sirene geht los und kein Signal zeigt an: 'Pippi-Alarm! Jemand hat gerade ins Becken gepinkelt!' Es rückt auch keine Pippi-Polizei an, die nach gelben Spuren im Wasser fahndet.
Das Pinkeln ins Becken gehört zu jenen Ferkeleien, die man sich erlauben kann, ohne jemals erwischt zu werden. Raubst du eine Bank aus, wirst du wahrscheinlich geschnappt, stiehlst du ein Auto, wirst du vermutlich gefasst; versteckst du einen Elefanten in deinem Zimmer, bleibt das wohl auch nicht lange verborgen. Pinkelst du aber in ein Becken, kriegt das niemand mit - und damit kommen wir zum tieferen Sinn der Worte 'Pinkel nicht ins Becken!' Sie meinen nämlich: Tu auch dann nichts Schlechtes, wenn dir niemand auf die Schliche kommen wuerde.
Das Leben wird dir viele Gelegenheiten bieten, in irgendein Becken zu pinkeln. Du wirst oft genug in die Lage geraten, etwas Unanständiges zu tun, ohne dabei erwischt zu werden. Womöglich kommt es nie heraus, wenn du einen Kaugummi unter einen Stuhl klebst, eine Katze am Schwanz ziehst, deinen Namen irgendwo hinkritzelst oder beim Spielen ein wenig schummelst. Aber all das tut man eben nicht - ganz unabhängig davon, ob man dabei erwischt werden könnte.
Wird man bei etwas Unanständigem ertappt, kann man zwar daraus lernen, es in Zukunft besser zu machen; viel klüger ist jedoch, man lässt es gar nicht erst darauf ankommen ..."

Auszug aus Trag immer'ne saubere Unterhose. von Marc Gellman. Copyright © 2001. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Pinkel nicht ins Becken!

Du musst nicht unbedingt wissen, wie alles Moegliche funktioniert - Hauptsache, du weisst,
wie du selbst funktionierst. Wenn du zum Beispiel einen Hot Dog gegessen und eine Cola
getrunken hast und direkt danach schwimmen gehen willst, passiert folgendes mit dir: Dein
Koerper schickt deinem Gehirn eine Nachricht, und die lautet: SOFORT PINKELN!
Dein Koerper schert sich nicht darum, ob du im Moment lieber schwimmen willst; den
kuemmert es nicht, ob die Toilette weit weg ist; dem ist egal, ob du auf dem Weg dorthin eine
Gaensehaut kriegst. Fuer deinen Koerper zaehlt nur eines, und zwar das Pinkeln! Also musst
du auf der Stelle entscheiden, ob du dich aus dem Becken schwingst, dich abtrocknest, zur
Toilette gehst und dort dem Befehl deines Koerpers gehorchst... - oder ob du einfach ins
Wasser pinkelst.
Dir faellt ein, dass deine Eltern dich ein ums andere Mal ermahnt haben: 'Pinkel nicht ins
Becken!- Vielleicht haben sie noch hinzugefuegt: 'Kein Mensch schwimmt gerne in einem
Klo!- Und jetzt stehst du im Becken und musst hier und jetzt entscheiden, ob du auf deine
Eltern hoeren sollst oder nicht. Zeit zum Ueberlegen bleibt dir keine!
Der Entschluss faellt dir deshalb so schwer, weil es ja niemand bemerken wuerde, wenn du ins
Becken pinkelst. Keine Sirene geht los und kein Signal zeigt an: 'Pippi-Alarm! Jemand hat
gerade ins Becken gepinkelt!- Es rueckt auch keine Pippi-Polizei an, die nach gelben Spuren im
Wasser fahndet.
Das Pinkeln ins Becken gehoert zu jenen Ferkeleien, die man sich erlauben kann, ohne jemals
erwischt zu werden. Raubst du eine Bank aus, wirst du wahrscheinlich geschnappt, stiehlst du
ein Auto, wirst du vermutlich gefasst; versteckst du einen Elefanten in deinem Zimmer, bleibt
das wohl auch nicht lange verborgen. Pinkelst du aber in ein Becken, kriegt das niemand mit -
und damit kommen wir zum tieferen Sinn der Worte 'Pinkel nicht ins Becken!- Sie meinen
naemlich: Tu auch dann nichts Schlechtes, wenn dir niemand auf die Schliche kommen wuerde.
Das Leben wird dir viele Gelegenheiten bieten, in irgendein Becken zu pinkeln. Du wirst oft
genug in die Lage geraten, etwas Unanstaendiges zu tun, ohne dabei erwischt zu werden.
Womoeglich kommt es nie heraus, wenn du einen Kaugummi unter einen Stuhl klebst, eine
Katze am Schwanz ziehst, deinen Namen irgendwo hinkritzelst oder beim Spielen ein wenig
schummelst. Aber all das tut man eben nicht - ganz unabhaengig davon, ob man dabei erwischt
werden koennte.
Wird man bei etwas Unanstaendigem ertappt, kann man zwar daraus lernen, es in Zukunft
besser zu machen; viel klueger ist jedoch, man laesst es gar nicht erst darauf ankommen. Lass
es deshalb bleiben - allerdings nicht aus Angst, dabei erwischt zu werden, sondern weil es
einfach nicht in Ordnung ist. Genauso sollte man gute Taten nur deshalb tun, weil sie richtig
sind und nicht, weil man auf die Belohnung schielt.
Da es nun mal keine Pippi-Polizei gibt, die einschreitet, wenn jemand in ein Schwimmbecken
pinkelt, muessen wir uns freiwillig verkneifen, so etwas zu tun. Dasselbe gilt auch fuer all die
anderen kleinen boesen Gemeinheiten, die wir uns nur deshalb herausnehmen, weil wir dabei
ungestraft davonkommen. Wenn du dir also das naechste Mal einen Hot Dog und eine Cola
genehmigst, dann denk einfach dran, zuerst die Toilette und danach das Schwimmbecken
anzusteuern. Du siehst, es liegt auch an dir selbst, ob die Welt ein klein wenig schoener wird -
und nicht noch gelber.

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