Kaum Jemand wird wohl so bewundert (oder auch beneidet) wie Rockmusiker, die entweder besonders erfolreich, und/ oder innovativ waren. Doch gerade unter diesen besonders beliebten Pop- Göttern gibt es viele traurige Schicksale.
Die hierzulande so ziemlich bekannteste (leider vor einigen Jahren verstorbene) Rockmusik- Journalistin , Ingeborg Schober, scheint eine besondere Affinität zu tragisch und viel zu früh verstorbenen Musikern zu haben (wovon ja auch ihre Biografien über Jim Morrison und Janis Joplin Zeugnis ablegen).
Was liegt da näher, als einmal 10 bekannte, tragische Beispiele in eine Sammlung zusammenzufassen und zu veröffentlichen?
Die Auswahl der Musiker ist der Autorin ziemlich gut gelungen: die Beach Boys, Milli Vanilli, Badfinger, Sid Vicious, und natürlich Kurt Cobain, oder auch über die "Singende Nonne SOeur Sourire", ... Besonders spannend fand ich aber das Kapitel über den Pionier der Elektromusik, den russischen Wissenschaftler Professor Victor Termen, der mit einer Art frühen Synthesizer, dem "termenin" auf Tournee durch die Welt zog... Bahnbrechend seine Erfindung, doch sein Leben verlief tragisch ... (Allein über diesen Mann wäre es die Mühe einmal wert, ein eigenes, gutes Buch zu schreiben!).
Die Autorin versteht ihr handwerk. Ihr STil ist spannend. Sie kennt sich in der Materie aus. Sie versteht es relativ gut, dem Leser die Menschen und deren Probleme näherzubringen.
Allerdings kommen mir manchmal die Analysen der Todesumstände doch etwas subjektiv vor. Manchmal mag das objektiv richtig sein, was die Autorin hier schreibt; manchmal ist das nur ihre persönlcihe Hypothese, bzw. eine Erklärung von Vielen, die offiziell als "Todesursachen" (im weitesten Sinne) in Frage kommen. Dem Leser genügen einfach manches Mal die Erklärungen der Autorin für die Tragik im Leben dieser Menschen nicht. So habe ich den Eindruck, hier spielte die Phantasie der Autorin die entscheidende Rolle ...
Nichtsdestotrotz gut zu lesen.