Kurzbeschreibung
Trauerspiel als eine Politik des Auftritts, der Souveränität und sein Kontrastbegriff, die Tragödie mit ihren Kategorien der tragischen Fabel und tragischen Wirkung, werden im gegenseitigen Bezug neu bestimmt. Dort, wo sie im Moment des Spiels, des Spektakels, aufeinandertreffen, werden ihnen weitere Bedeutungen zugemessen. Dass damit die Spannung zwischen Trauerspiel und Tragödie nicht verschwindet, zeigt sich daran, wie sie sich zum verselbstständigten Spiel des Spektakels stellen. Tragödie, Trauerspiel, Spektakel sind weniger drei getrennte Typen des Theaters als vielmehr drei Formen der Konzeption eines Theaters jenseits des Dramatischen.
Über den Autor
Bettine Menke (Prof. Dr. phil.) lehrt Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Erfurt.Ihre Forschungsschwerpunkte sind Literatur- und Texttheoriesowie Gender StudiesChristoph Menke ist Professor für Philosophie an der Universität Potsdam und Kodirektor des dortigen Menschen-Rechts- Zentrums.