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Die erste Geschichte spielt in Ohio und dreht sich um den kürzlich ernannten obersten Drogenbeauftragten der Regierung (Michael Douglas), der -- nachdem er den Job angenommen hat -- das Gefühl nicht los wird, er habe sich in eine Situation ohne Aussicht auf Erfolg begeben. Und als ob das nicht schon genug wäre, stellt sich bei seiner jugendlichen Tochter (Erika Christensen) allmählich selbst ein ernst zu nehmendes Suchtproblem ein. Derweil in San Diego wird ein Drogenboss (Steven Bauer) aufgrund von Hinweisen eines Informanten (Miguel Ferrer) verhaftet, der von zwei Undercover-Beamten (Don Cheadle und Luis Guzmán) geschnappt wurde. Die Ehefrau des Drogenkönigs (Catherine Zeta-Jones), die bisher völlig ahnungslos war, was die Herkunft des Vermögens ihres Mannes angeht, erhält einen Crashkurs in Sachen Drogengeschäft und seinen unangenehmen Nebenwirkungen. Südlich des Rio Grande, in Mexiko, befindet sich ein Polizist (Benecio Del Toro) plötzlich zwischen seinem Heimatland und den USA gefangen, als korrupte Regierungsbeamte mit dem Drogenkartell wegen des Schmuggels diverser Drogen zwischen beiden Ländern im Clinch liegen.
Kühn in seinem Umfang, präsentiert Traffic den Regisseur Steven Soderbergh auf der Höhe seines Schaffens, der ein einzigartiges Ensemble in eine kompromisslos realistische, fassettenreiche Geschichte stürzt, die den Zuschauer von der ersten bis zur letzten Minute fesseln wird. Unter Einsatz der schlichten Technik der Dogma-95-Schule, verstärkt Soderbergh seinen Handkamera-Aufnahmestil noch durch eine kreative Schnitttechnik und die Manipulation des eigentlichen Filmmaterials, die die Atmosphäre jedes Motivs auf geradezu unheimliche Weise einfängt: ein ausgewaschenes, grobkörniges Mexiko; ein blaues, kühles Ohio; und ein elegantes, sonnengesprenkeltes San Diego.
Aber Traffic ist mehr als nur eine Übung in Sachen Filmtechnik. Soderbergh und sein Drehbuchautor Stephen Gaghan verweben die einzelnen Handlungsfäden nahtlos zu einer einzigen soliden Geschichte, in der sich die Ereignisse einer Handlung leise in den anderen zwei auswirken. Und wenn Sie einen weiteren Beweis dafür brauchen, dass Soderbergh auf unvergleichliche Weise auf seine Darsteller achtet: Praktisch alle Mitglieder dieser Besetzung liefern hier ihre bis dato beste Leistung, allen voran der Oscar-würdige Benecio Del Toro als in Konflikt geratenes moralisches Gewissen des Films. Auch wenn keine der Geschichten am Ende völlig aufgelöst wird, werden diese Charaktere Sie noch Tage später nicht loslassen. --Mark Englehart
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Grossartig,
Rezension bezieht sich auf: Traffic - Macht des Kartells (Special Edition, 2 DVDs) (DVD)
Ich weiss nicht, welchen Film die Ein-Stern-Rezensenten gesehen haben, aber der, den ich (bereits mehrfach) gesehen habe, gehört zum besten, was mir je untergekommen ist. Zweifellos Soderberghs bester Film.Der häufige Einsatz der Handkamera und die Verwendung von reportageartigen "einseitigen" Kameraeinstellungen gibt dem Ganzen eine Art semidokumentarischen Charakter, der auch dadurch verstärkt wird, dass die Rollen von einigen der offiziellen Funktionsträger durch "reale" Persönlichkeiten der Politik verkörpert werden. Der Film beleuchtet seinen Gegenstand aus den Blickwinkeln von vier verschiedenen und sehr gegensätzlichen Personengruppen mit entsprechenden Handlungsfäden, die unabhängig voneinander ablaufen und sich nur hin und wieder und wie zufällig berühren. Durch das fantastische Drehbuch (das eigentliche Meisterstück des Films) und die brilliante Schnitttechnik wird die (für ein Filmkunstwerk) relativ komplexe Erzählung zu einem Meisterwerk, das in atmosphärisch dichten, reichhaltigen und trotzdem völlig klaren und psychologisch überzeugenden Linien abläuft. Gleichzeitig ist die Dichte der Handlung so gross, dass man den Film immer wieder mit atemloser Spannung sehen kann. Dadurch gelingt dem Film unaufdringlich die Darstellung der ausweglosen Verstrickung aller Handelnden in weltumspannende Machenschaften der Drogenkartelle, die weder von ihren Urhebern noch von deren Antipoden wirklich durchschaut werden können. Da ist zum einen der Staatsanwalt (Michael Douglas in einer seiner wenigen ernstzunehmenden Rollen), der dazu berufen wird, den amerikanischen "war on drugs" zu organisieren, während gleichzeitig auf einem Nebenschauplatz seine eigene Tochter langsam aber unausweichlich ins Drogenmilieu abgleitet. Auf der anderen Seite der amerikanisch-mexikanischen Grenze tut der vom grossartigen Benicio del Toro gespielte mexikanische Cop seinen Dienst, der sich hier und da einen kleinen Amtsmissbrauch genehmigt, um sich über Wasser zu halten und sich unversehens in den blutigen Verdrängungskrieg konkurrierender Kartelle verstrickt, ohne dass ihm das zunächst klar wird. Unspektakulär und ohne moralisierendes Pathos entwickelt sich vor den Augen des Zuschauers das verhängnisvolle Netzwerk eines Wirtschaftszweigs, dessen Undurchdringlichkeit schliesslich darin gipfelt, dass der von Miguel Ferrer gespielte Mittelsmann den ihn bewachenden Cops schlüssig erklärt, dass sie im Grunde auch für die Kartelle arbeiten. Der Film ist unbedingt sehenswert, auch wenn (oder gerade deshalb, weil) es ein gewisses Mass an Aufmerksamkeit erfordert, der verwickelten Handlung zu folgen. Einen vergleichbar tiefen und vielschichtigen Einblick in die in den Schattenzonen der Gesellschaft ablaufenden Phänomene findet man sonst nur in der überragenden US-Serie "The Wire". Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
37 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein sehr interessanter Film,
Rezension bezieht sich auf: Traffic - Macht des Kartells [VHS] (Videokassette)
Nach meinen Erfahrungen, ist es so, dass man Traffic entweder hasst (was ich persönlich nicht nachvollziehen kann) oder aber den Film liebt. Um es gleich zu sagen; Traffic ist keine leichte Unterhaltung, es ist ein anspruchsvoller Film, der den Zuseher zum denken anregen soll, der ihn wachrütteln soll. Zurücklehnen und einfach geniessen funktioniert bei diesem Film auf keinen Fall, wer sowas sucht, sollte sich Traffic besser nicht ansehen. Traffic behandelt das Thema der Drogenproblematik aus verschiedenen Perspektiven. Da ist zum einen der mexikanische Polizist Javier Rodriguez Rodriguez (gespielt vom exzellenten Benicio Del Toro, der dafür den Oscar, als bester männlicher Nebendarsteller bekam), der sich dem Kampf gegen die Drogen verschrieben hat, und dessen Partner Manolo, für den später das Geld wichtiger wird, als seine Ideale. Doch durch die aussichtslose Situation in der sich die beiden Cops befinden, geraten sie selbst immer mehr in den Sumpf von Korruption und verbrechen.Dann ist da Bob Wakefield (Michael Douglas), oberster Drogenabgeordneter der USA, der soeben in sein Amt gewählt wurde. Wakefield, der selbst ein Alkoholproblem hat, merkt nicht, dass seine Tochter schon selbst längst Drogenabhängig ist. Seine Rolle zeigt auch, dass die guten Politiker oft selbst keine Ahnung haben wie die Realität aussieht und worum es sich genau handelt, wogegen sie kämpfen. Dann ist da noch Helen Ayala, Frau des erfolgreichen Geschäftsmannes Carl Ayala, der auf einen Tipp des Drogendealers Ruiz hin, vom FBI verhaftet wird. Seine Frau hat keine Ahnung, dass Ayalas Geschäfte darin bestehen, Drogen von Mexico in die USA einzuführen. Als der Anwalt der Familie (Dennis Quaid) ihr dies offenbart, scheint sie zunächst schockiert, doch schnell wird klar, dass ihr Problem nicht ist, dass ihr Mann mit Drogen handelt, sondern sie nur um ihr Ansehen, dass durch seine Verhaftung schwer angekratzt ist, fürchtet. Da ihr Geld und Wohlstand wichtiger sind als moralische und idealistische Werte, steigt sie kurzerhand selbst ins Drogengeschäft ein. Ruiz, der Drogendealer, der für Ayala arbeitete wurde durch zwei californische Polizisten hochgenommen und ist nun Kronzeuge im Prozess gegen Ayala. All diese Stories laufen vorerst unabhängig voneinander ab, verknüpfen sich aber mit der Zeit immer mehr zu einer Einheit. Durch die verschiedenen Stories, wird dem Zuseher klar wie komplex die ganze Thematik ist, wieviele Faktoren zusammenspielen, die den Drogenhandel so erfolgreich und den Kampf dagegen so erfolglos machen. Ein wenig schade ist der Schluss des Filmes, der meiner meinung nach etwas zu positiv und idealistisch (nicht nur, aber doch) ausgefallen sit. Bob Wakefield sieht ein, dass er in seinem Posten nicht weitermachen kann, solange er dabei gegen seine eigene Familie kämpfen muss, also tritt er kurzerhand zurück um seiner Tochter endlich zuzuhören und ihr somit aus dem Drogensumpf herauszuhelfen (wenn es nur so einfach wäre). Ayala hingegen wird freigelassen, da Ruiz nicht mehr zu seiner Aussage kommt, dieser Sieg der Bösen wird jedoch dadurch wieder relativiert, dass es einem der californischen Cops gelingt, eine Wanze in dessen Haus zu schmuggel (wohin dies führt erfährt der Zuseher allerdings nicht mehr). Rodriguez schliesslich sieht, nach dem Tod seines Partners, in Mexico keine hoffnung mehr sein Ziel zu erreichen und läuft, trotz aller Gefahr zu den Amerikanern über. Schliesslich gelingt es ihm und der DEA den mexicanischen Drogenbaron Salazar auszuschalten. Doch Rodriguez hat persönlich viel verloren. Erwähnenswert sind auch die filmischen Mittel, die Traffic einen gewissen Touch geben. So sind zum beispiel alle Szenen, die in Mexico spielen in grobkörnigen, braunstichigen Bildern dargestellt, wohingegen die Szenen in denen Wakefield vorkommt, in einem sterilen, kühlen Blau gehalten sind. Dies zeigt stark die Athmosphäre, die in den jeweiligen Szenen herrscht. Dadurch, dass viele Szenen mit Handkamera aufgenommen wurden, bekommt Traffic einen dokumentarischen Einschlag, was klar macht, dass der Film nicht (nur) werten, sondern vor allem aufzeigen will. Meiner Meinung nach ist Traffic einer der besten Filme, den es über das Thema Drogen gibt. Ich kann jedoch nicht beurteilen, wie real der Film wirklich ist, da ich noch nie selbst Erfahrungen mit dieser Thematik gemacht habe, aber dennoch denke ich dass er wenigsten der Realität sehr nahe kommt, Drogen weder verherrlicht noch schulmeisterlich moralisch auftritt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Spart Euch das Geld für die Special Edition!,
Rezension bezieht sich auf: Traffic - Macht des Kartells (DVD)
Über den Film möchte ich hier nicht mehr viel sagen, das haben die anderen schon getan. Ich wollte Euch nur auf die Unterschiede der 2 DVD-Versionen hinweisen. Spart Euch das Geld für die 2-Disc-Special Edition, denn alle Extras befinden sich auch auf dieser Single-Disc Version! Der einzige wirkliche Unterschied ist das Fehlen der DTS-Tonspur, das ist alles! Die Deleted Scenes könnt ihr anwählen, indem ihr im Menü die rechte Cursortaste drückt. Die Interviews fehlen in der Single-Disc-Version, die B-Roll ist kürzer und die Special Edition hat mehr deleted Scenes. Dafür kostet die Special Edition immer noch den Vollpreis, während die Single-Disc schon für weniger zu haben ist. Spart das Geld! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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