- und trotzdem fünf Sterne mit Extra-Punkt. Nicht jeden mag dieses Thema des Menschenhandels - insbesondere das der kindlichen Sexsklaven auf Anhieb ansprechen. Als ich den Film damals im recht leeren Kino sehen durfte verließen sogar einzelne Zuschauer nach ersten drastischen Szenen den Saal.
Für mich beweist der Film keine Genre-Flexibilität des Regisseurs, sondern vielmehr die fast perfekte Arbeit, die er mit jedem Kinofilm abliefert. Regisseur Kreuzpaintner und Kameramann Gottschalk ergänzen sich auch bei TRADE wieder einmal perfekt. Schauspielerisch hätte man den Film kaum besser besetzen können. Jungschauspieler wie auch das alte Eisen Kline verleihen den Figuren eine Tiefe, die sich nahtlos in das heikle Thema einfügt und den Zuschauer von der ersten Minute an mitreißt. Allen voran Alicja Bachleda, die ihr ganzes Talent bis zur letzten entscheidenden Szene ausspielt. An genau dieser Stelle muss dann auch noch einmal Kreuzpaintners Gespür für den Soundtrack gelobt werden, mit dem er schon in seinen anderen Filmen punkten konnte.
Einziges aber meiner Meinung nach nicht allzu wichtiges Manko ist der synchron-Akzent von Cesar Ramos, der sich mit der Originalfassung schnell abstellen lässt. Mal davon abgesehen, dass Arne Elsholtz Kevin Klines Figur mal wieder weniger seriös macht, als sie eigentlich ist.
FAZIT: Dieser Film schlägt durch und ist cineastische Arbeit vom Feinsten.