Vor 1 Jahr, am 18.1.2010, ist Robert Parker an seinem Schreibtisch tot zusammengebrochen, während der Arbeit an einem neuen Spenser-Roman. Seit 1973 hat Parker 37 Spenser-Romane geschrieben. Für den vierten Roman ist er mit dem Edgar Award ausgezeichnet worden, dem höchsten Preis für amerikanische Thriller-Autoren. Dieser Thriller ist der letzte Spenser-Roman, den Parker vollendet hat.
Es macht Spaß zu lesen, wie Spenser seine Fälle löst, denn er geht als Jäger an die Sache heran. Er fragt, er bohrt, er gerät in Gefahr. Dabei ist Spenser kein Überheld, sondern ein Mann, der auf seinem Weg bleibt, den er einmal eingeschlagen hat. Auch, wenn es ein unbequemer Weg ist. Spenser ist damit eine Figur, wie man sie seit den Hardboiled-Thrillern von John D.MacDonald, Mickey Spillane, Raymond Chandler oder Donald Westlake/ Richard Stark vermisst.
Die schlechte Nachricht ist, dass wieder einmal Frank Böhmert übersetzt hat. Bisher hat Böhmert mit 'jepp' genervt, statt einem einfachen 'ja'. Diesmal lässt er die Figuren ständig 'hui' und 'oi' sagen. Und: es wird norddeutsch gesprochen: 'Die haben Akten zu angelegt' (Seite 81). 'Perry Rhodan'-Freunden mag das egal sein. Aber Robert Parker hat eine solche Sprache nicht verdient. - Trotzdem muss man froh sein, dass seine Bücher hier erscheinen. Angeblich werden nun auch die älteren Spenser-Romane neu aufgelegt!