Markus Heitz schließt direkt an den sechsbändigen Zyklus "Ulldart - Die dunkle Zeit" an. Dort, wo der 6. Band endet, beginnt er im neuen 3-bändigen Zyklus "Ulldart - Die Zeit des Neuen": Ulldart hat die Rückkehr Tzulans abgewendet, alle Hauptcharaktere haben den Krieg überlebt. Jetzt geht es daran, Ulldart wieder aufzubauen, die Königreiche neu zu bilden bzw. die alten Königreiche wieder auferstehen zu lassen. Nur ganz so einfach wie erhofft wird das leider nicht.
Aljascha hat in ihrer Verbannung einen Sohn von Mortva geboren, der anscheinend das gesamte magische Potential seines Vaters geerbt hat. Aljascha strebt nun nach Jahren im Exil endlich nach dem Thron, der ihr ihres Erachtens zusteht. Dass die ehemalige Gemahlin Lodriks nicht einfach so verschwindet, sollte jedem Leser bewusst gewesen sein. Ich persönlich finde die Rückkehr Aljaschas in die Geschichte durchaus gelungen.
In Borasgotan schwingt sich eine unbekannte Dame an die Spitze der Macht. Sie ist nur unter einem Schleier zu sehen, da sie angeblich an einer schlimmen Hautkrankheit leidet. Mir persönlich war die Rückkehr Zvatochnas von den Toten ein kleiner Dorn im Auge. Aber der Autor hat dies gut erklärt, da er die Auferstehung von Zvatochna mit ihren magischen Fähigkeiten rechtfertigt. Schließlich war ja auch Lodrik selbst nicht umzubringen und Govan hat sein gläsernes Gefängnis auch überlebt.
Ansonsten sieht man wie gesagt alle bekannten Gestalten wieder: Lorin hat auf Kalisstron mit neuen Anforderungen und magischen Tieren zu kämpfen. Der Freibeuter Torben macht seinem Beruf alle Ehre und Perdor hat auch weiterhin überall im Lande seine Spione verteilt.
Jedoch darf sich keiner auf die faule Haut legen: Tzulandrier haben die Iurdum-Inseln besetzt und keiner weiß so genau, was sie vorhaben. Die freie Stadt Ammtara wird von kensustrianischen Krieger umstellt, da Belkala die Stadt nach ihrem Ermessen gestaltet hat und diesen Umstand müssen die Bewohner nun schnellstmöglich beseitigen. Auf Kalisstron schlüpfen magische Geschöpfe, die sich von magisch begabten Leuten bzw. deren Magie ernähren. Keiner weiß so richtig, wie man sie aufhält, wenn sie einmal geschlüpft sind. Die borasgotanische Kabcara spinnt ihr Netz aus Intrigen mit den anderen Ländern, außerdem stimmt etwas mit dieser Frau ganz und gar nicht.
Kurzum: eine schöne Fortsetzung des schönen Ulldart-Zyklusses, mit netten neuen Ideen und wenigestens ein paar unverhersehbaren Ereignissen. Mir gefällt der Zyklus nach wie vor und ich finde, wenn man den ersten Zyklus gelesen hat, ist dieser zweite 3-Bänder ein passender Anschluss und für Ulldart-Liebhaber sehr empfehlenswert.