Von dem Buch hätte ich wirklich mehr erwartet, nachdem ich "Hotel Pastis" gelesen hatte! - Es ist sicherlich eine lockere und kurzweilige Urlaubslektüre, die in die Provence versetzt wurde, aber der Inhalt ist doch wenig glaubhaft. - Mich hat der Gedanke beschlichen, ob hier vielleicht der Blick auf den amerikanischen Markt die schreibende Hand gehalten haben könnte: viel Action wie in einem Bond (was allerdings britisch wäre) aber als zum Schluss noch das Telefonat mit dem Präsidenten dazu kam, wie in jeder amerikanischen Schnulze, da war ich doch etwas enttäuscht. Auch die Handlung wirkt auf mich teilweise ziemlich gezwungen, was offenbar durch die Beschreibung der ununterbrochenen Einnahme große Alkohol abgepuffert werden soll. Der Held und seine Partnerin können eigentlich auch bei noch so kitzeligen Aktionen nie einen klaren Kopf gehabt haben. Welch ein Glück, dass dann doch alles gut ausgeht.......
Ich lese sehr(!) gerne Peter Mayle, aber dieses Buch halte ich bestimmt nicht für sein stärkstes! "Hotel Pastis" beispielsweise ist ein sehr viel liebenswerteres und mit sehr viel mehr Herzblut geschriebenes Buch.
Wer allerdings gerne Action in der Provence liest, der sollte das Buch ruhig zur Hand nehmen......