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Träume von Träumen [Taschenbuch]

Antonio Tabucchi
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch, 2000 --  

Kurzbeschreibung

2000
Ob Toulouse-Lautrec davon träumt, dass er lange Beine hat und mit Jane Avril Cancan tanzen kann, der 15-jährige Stevenson davon, dass er auf einer Südseeinsel das Buch "Die Schatzinsel" findet, oder ob Goya im Traum versucht, die Schreckensbilder seiner späteren Jahre allesamt mit dem Pinsel zu vertreiben - nach dem Motto "Jedem seinen eigenen Traum" erfindet Tabucchi für seine illustren Lieblingsgestalten aus Musik, Bildender Kunst, Literatur und Geschichte die entsprechenden Traumgebilde. Stets wird der Kern eines Lebens angesprochen, aber eben in der Manier eines Traums: immer leicht schräg, immer indirekt. Durch den Kontrast mit den Lebensgeschichten der Träumenden verlieren die literarischen Luftgespinste ihre Harmlosigkeit und werden zu Interpretationen der Biografien - eine wahre Prophetie ihrer Zukunft.


Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Dtv (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423128062
  • ISBN-13: 978-3423128063
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12,1 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.378.982 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"...geschickt und raffiniert gemacht, wie es sich für einen so manieristischen Autor wie Tabucchi gehört." (Hanns-Josef Ortheil in der "Zeit")
"Der Charme seiner Erzählungen entsteht aus der Andeutung; Tabucchi schreibt fragmentarisch, romantisch, ein wenig surrealistisch... ein Salonstück, ein leichtes, artistisches Spiel um Bildungszitate." (Rolf Grimminger in der "Süddeutschen Zeitung")

Der Verlag über das Buch

Was träumt der Dichter, wenn er die Träume anderer Menschen träumt? Tabucchi erfindet für seine Lieblingsgestalten aus Musik, bildender Kunst, Literatur und Geschichte die entsprechenden Traumgebilde. So nimmt Rabelais eine gargantueske Mahlzeit in Gesellschaft des Herrn Pantagruel zu sich oder Toulouse-Lautrec tanzt mit Jane Avril den Cancan. Kleine Miniaturbiographien, in denen stets der Kern eines Lebens angesprochen wird: mal heiter, mal elegisch, mal düster, dann wieder ironisch. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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5.0 von 5 Sternen anmutige Traum--Capriccios 28. Februar 2006
Von Catriona
Format:Taschenbuch
Mit den Worten "Ich habe oft das Bedürfnis verspürt zu erfahren, was die Künstler, die ich liebe, geträumt haben.", leitet Antonio Tabucchi seinen feinen kleinen Band ein, in dem er seinen Lieblingsgestalten aus Musik, Geschichte Literatur und Kunst entsprechende Traumgebilde andichtet bzw. zueignet.
Was also träumt der Dichter, wenn er anderer Menschen Träume träumt?

Beginnend mit Dädalus macht Tabucchi bis Freud bei verschiedenen historischen Gestalten halt, um nächtliche Traumstreifzüge zu erfinden. So erfreut sich Rabelais an einer gargantuesken Mahlzeit in Gesellschaft des Herrn Pantagruel, ein mondsüchtiger Minotaurus entflieht dem Labyrinth auf den wächsernen Schwingen des Dädalus, Ovid wechselt seine Gestalt bei der Metamorphose zum Schmetterling und Goya versucht nur mit dem Pinsel bewafffnet den Schreckensbildern seiner späteren Jahre Herr zu werden. Weiterhin treffen wir in diesem Büchlein auf Toulouse-Lautrec, Fernando Pessoa, Federico García Lorca, François Villon, Samuel Taylor Coleridge, Debussy und Andere.

Als hilfreich erweist sich das Dossier mit den Kurzbiographien der angesprochenen Träumer am Ende des Buches. Für die Personen, deren Biographie einem unbekannt ist, stellt dieses eine Hilfe zur geschichtlichen Einordnung und zum Verständnis der "Träume" dar.
Die einzelnen Erzählungen an sich sind kunstvolle Stimmungsbilder, die etwas Flüchtiges und Unbestimmbares an sich haben und die des mehrmaligen Lesens bedürfen, um sich in ihrer gesamten Tragweite erfassen zu lassen.... Lesen Sie weiter... ›

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Timo Brandt TOP 100 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
"Meiner Tochter Teresa, die mir das Heft geschenkt hat, in dem dieses Buch entstanden ist."
Widmung des Buches

Antonio Tabucchi ist tot. Er starb vorgestern in seiner Wahlheimat Lissabon, gebürtiger Italiener, war er doch fast ein Leben lang Portugals Weltschriftsteller Nummer 1. Mit ihm verliert die literarische Welt einen vielfach interessierten, schöpferischen Geist, der sich, wie kaum ein anderer für die Lektüre interessierte, für das Leben von Dichtern und Denkern und ihre Werke.

Es ist nun also spätestens an der Zeit, auch sein Werk wieder zu lesen, anstatt es nur abschließend zu beurteilen. Egal ob man zu dem Erfolgsroman Erklärt Pereira greift, ein bis heute wunderbarer Text, ganz individuell und eigen, wie es die besten Romane sind, oder aber noch andere Facetten des Werkes entdeckt, so die Erzählungen (hier: Die Zeit altert schnell, dort auch eine hervorragende Rezension!) oder einen der unbekannteren Romane. Oder dieses kleine Werke, was ich trotz allem, persönlich, immer noch für sein schönstes halte. Nicht für das Größte, das Vollendetste, oder Beste. Aber dennoch für das Schönste.

"Ich habe oft das Bedürfnis verspürt zu erfahren, was die Künstler, die ich liebe, geträumt haben. Leider haben uns die, von denen in diesem Buch die Rede ist, nicht von den nächtlichen Streifzügen ihres Geistes erzählt. [...
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0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ... das sind doch keine Träume! 23. Juli 2001
Format:Gebundene Ausgabe
Ein Traum ist für gewöhnlich verworren, unlogisch, springt hin und her und tut alle möglichen Sachen, deretwegen man ihn nicht versteht. Die Träume, die Tabucchi für seine Lieblingskünstler (von Ovid über Rabelais, Toulouse-Lautrec bis Freud) erfindet, sind dafür ziemlich strukturiert und haben immer das gleiche Thema. Wobei man ihm anrechnen muß, daß er nicht darauf aus ist, große Literatur zu schaffen, sondern er gibt besonderen Ereignissen oder Eigenschaften der Träumer Traumform. Wegen der Kürze der einzelnen Erzählungen eine leichte Lektüre.
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