Mayuko wächst zusammen mit den Nachbarssöhnen Haku und Ton auf, aber die beiden verschwinden früh aus ihrem Leben, bis sie als Erwachsene mit ihren Ehefrauen zurückkehren. Darauf stimmt auch Mayuko einer von ihren Eltern arrangierten Ehe zu. Das Buch setzt ein mit der Beerdigung von Mayukos Mann, der gemeinsam mit Hakus Ehefrau in einem Busunglück starb...
In diesem Roman wird auf etwas verwirrende Weise die momentane und vergangene Lebensgeschichte einer japanischen Frau erzählt, die immer wieder um die Themen Ehe und Ehebruch kreist.
Ich fand es besonders anfangs schwierig zu unterscheiden, ob sich die Handlung gerade in der Gegenwart und Vergangenheit bewegt. Dazu kommt, dass einige der weiblichen Figuren sehr ähnliche Namen haben, was es besonders für japanologisch Unvorgebildete noch schwerer machen dürfte.
In der Gegenwart passiert kaum etwas und das ganze Buch plätschert in einem verträumten Stil vor sich hin. Abgesehen von dem oben resümierten tut sich nicht viel in dem Buch, und wer auf eine Entwicklung und Lösung hofft dürfte enttäuscht sein. Das Ende deutet nicht einmal in irgendeine Richtung sondern ist völlig offen. Wem aber dieser leichte Stil liegt, der kann sicher viel aus diesem Buch ziehen.
Dies ist die rot gebundene Ausgabe mit hellem Schutzumschlag. Der eigentliche Romen hat etwa 140 Seiten und einen Anhang mit Erläuterungen der vorkommenden japanischen Begriffe (wichtig, da kaum jemand die komplexeren mythologischen Elemente geläufig sein dürften, die die Autorin den Protagonisten analog setzt). Die Ausgabe ist direkt aus dem Japanischen übersetzt.