Kurzbeschreibung
Vierzehn ostdeutsche Frauen im Alter von 15 bis 88 Jahren erzählen ihr Leben. Da geht es um die Schwierigkeiten, in der DDR das Abi machen zu dürfen und zu studieren, um die Freude über eine Neubauwohnung, um den Zusammenhalt in der Brigade, um den Alltag im Krankenhaus, um Flucht, Wendezeit und Neuanfang. Und weil Frauen erzählen, geht es um Männer. Um Liebe, Treue, Seitensprünge, auch Gewalt und Mißbrauch. Dies ist kein politisches Buch, in dem mit der Vergangenheit abgerechnet wird, die Auswahl der Frauen ist nicht repräsentativ. Hier werden Ansprüche von Frauen an das Leben, an die Liebe deutlich, wie sie wohl in vielen Ländern, zu vielen Zeiten so oder ähnlich gestellt werden. Dennoch wurde ein Großteil des Lebens dieser Frauen von der DDR geprägt - eine spannende und zum Teil ernüchternde Bilanz zehn Jahre nach der Wende. Petra Haase, 1961 im mecklenburgischen Kritzmow bei Rostock geboren und dort auch aufgewachsen, absolvierte ein Volontariat bei der "Norddeutschen Zeitung" und studierte dann in Leipzig Journalistik. Anschließend war sie neun Jahre lang als Redakteurin bei der Berliner Tageszeitung "Der Morgen" im Frauen-Ressort und drei Jahre als freischaffende Journalistin unter anderem für die "Berliner Zeitung" und die "Berliner Morgenpost" tätig. Seit 1995 lebt sie mit ihrem Mann und zwei Kindern in Nordwestmecklenburg und arbeitet als Redakteurin bei den "Lübecker Nachrichten".